Friedrich-Petri-Straße 5 (Lage): Unterschied zwischen den Versionen
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Sogenannte "Alte Burg", ehemaliges Vogteigebäude von 1618 (d), ältester Fachwerkbau in der Kernstadt von Lage, und Lohgerberei von 1871, beide Gebäude 2004 abgebrochen. Kritiker werfen der Stadt Lage vor, jahrelang nichts zur Sicherung und Erhaltung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes unternommen zu haben. 2014-17 wurden erhaltene Mauerreste und Fußböden der beiden Gebäude im Gelände konserviert und als archäologische Stätte zugänglich gemacht.<ref>Margarete Wißmann: Die „Alte Burg“ früher und heute, in: Historisches Jahrbuch Lage, 2017, S. 24-55; https://www.lz.de/lippe/lage/20830403_Bei-der-Restaurierung-der-Alten-Burg-legen-Arbeiter-wertvolles-Relief-frei.html</ref> | Sogenannte "Alte Burg", ehemaliges Vogteigebäude von 1618 (d), ältester Fachwerkbau in der Kernstadt von Lage, und Lohgerberei von 1871, beide Gebäude 2004 abgebrochen. Kritiker werfen der Stadt Lage vor, jahrelang nichts zur Sicherung und Erhaltung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes unternommen zu haben. 2014-17 wurden erhaltene Mauerreste und Fußböden der beiden Gebäude im Gelände konserviert und als archäologische Stätte zugänglich gemacht.<ref>Margarete Wißmann: Die „Alte Burg“ früher und heute, in: Historisches Jahrbuch Lage, 2017, S. 24-55; https://www.lz.de/lippe/lage/20830403_Bei-der-Restaurierung-der-Alten-Burg-legen-Arbeiter-wertvolles-Relief-frei.html</ref> | ||
[[Datei:Lage, Fr.-Petri-Str. 5, Alte Burg um 1920 StadtA Lage.jpg|mini|Lage, "Alte Burg" um 1920. Stadtarchiv Lage]] | [[Datei:Lage, Fr.-Petri-Str. 5, Alte Burg um 1920 StadtA Lage.jpg|mini|Lage, "Alte Burg" um 1920. Stadtarchiv Lage]] | ||
[[Datei:Lage, Fr.-Petri-Str. 5 Alte Burg Peter 1960, 130.jpg|mini|Lage, Herrschaftliche Mühle und "Freier Hof" an der Chaussee nach Oerlinghausen, 1858 (nach Peter 1960, 130)]] | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Das relativ große Grundstück nördlich der Langen Straße am rechten Ufer der Werre wird in älteren Katastern als "Freier Hof" bezeichnet und war bis ins 18. Jahrhundert in landesherrlichem Besitz, in unmittelbarer Nachbarschaft befand sich die ehemalige landesherrliche Wassermühle (abgebrochen in den 1960eer Jahren). Die verkehrsgünstige Lage in der Nähe eines alten Flussübergangs über die Werre am westlichen Rand des Siedlungskerns von Lage spricht für die Annahme, hier die urkundlich nachgewiesene "Burg zur Lage" zu lokalisieren. 1984 legten Mitglieder der Arbeitsgruppe Natur- und Denkmalschutz im Lippischen Heimatbund, Ortsverein Lage, mit fachlicher Unterstützung des Lippischen Landesmuseums Detmold (Dr. Friedrich Hohenschwert) einen Grabugsschnitt an, bei dem ein mittelalterlicher Graben angeschnitten wurde, der nach den gefundenen Scherben im 15.-17. Jahrhundert verfüllt worden ist. Dieser Graben ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der spätmittelalterlichen Burganlage zuzuordnen. | Das relativ große Grundstück nördlich der Langen Straße am rechten Ufer der Werre wird in älteren Katastern als "Freier Hof" bezeichnet und war bis ins 18. Jahrhundert in landesherrlichem Besitz, in unmittelbarer Nachbarschaft befand sich die ehemalige landesherrliche Wassermühle (abgebrochen in den 1960eer Jahren). Die verkehrsgünstige Lage in der Nähe eines alten Flussübergangs über die Werre am westlichen Rand des Siedlungskerns von Lage spricht für die Annahme, hier die urkundlich nachgewiesene "Burg zur Lage" zu lokalisieren. 1984 legten Mitglieder der Arbeitsgruppe Natur- und Denkmalschutz im Lippischen Heimatbund, Ortsverein Lage, mit fachlicher Unterstützung des Lippischen Landesmuseums Detmold (Dr. Friedrich Hohenschwert) einen Grabugsschnitt an, bei dem ein mittelalterlicher Graben angeschnitten wurde, der nach den gefundenen Scherben im 15.-17. Jahrhundert verfüllt worden ist. Dieser Graben ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der spätmittelalterlichen Burganlage zuzuordnen. | ||