Heidensche Straße 1 (Lage): Unterschied zwischen den Versionen
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Das "Haus Paradies" war der Sitz der Amtsvögte des Amtes Lage im 17. und 18. Jahrhundert.<ref>{{PeterPflug1960}}, S. 95</ref><br> Bis zu ihrer Deportation und Ermordung während der Herrschaft des Nationalsozialismus wohnte in diesem Haus die jüdische Familie Paradies. 1951 zog in das Haus vorübergehend die Stadtbücherei Lage ein, in den 1960er Jahren wurde es abgebrochen. | Das "Haus Paradies" war der Sitz der Amtsvögte des Amtes Lage im 17. und 18. Jahrhundert.<ref>{{PeterPflug1960}}, S. 95</ref><br> Bis zu ihrer Deportation und Ermordung während der Herrschaft des Nationalsozialismus wohnte in diesem Haus die jüdische Familie Paradies.<ref>{{GlittStadtrundgang2005}}, S. 78-79</ref> 1951 zog in das Haus vorübergehend die Stadtbücherei Lage ein, in den 1960er Jahren wurde es abgebrochen. | ||
Das "Brinkmannsche Haus" wird unter seinem ursprünglichen Standort [[Lange Straße 53 (Lage)]] beschrieben. 1983, noch vor seinem Abbruch am alten Standort, wurde das Haus unter der Nr. 1 in die Denkmalliste der Stadt Lage eingetragen (Benehmen mit dem Westf. Amt für Denkmalpflege vom 10.1. und 18.4.1983).<ref>[https://www.lage.de/Mapserver/Baudenkmal/pdf/01_Haus_Brinkmann.pdf Beschreibung zum Baudenkmal Heidensche Straße 1]</ref> | Das "Brinkmannsche Haus" wird unter seinem ursprünglichen Standort [[Lange Straße 53 (Lage)]] beschrieben. 1983, noch vor seinem Abbruch am alten Standort, wurde das Haus unter der Nr. 1 in die Denkmalliste der Stadt Lage eingetragen (Benehmen mit dem Westf. Amt für Denkmalpflege vom 10.1. und 18.4.1983).<ref>[https://www.lage.de/Mapserver/Baudenkmal/pdf/01_Haus_Brinkmann.pdf Beschreibung zum Baudenkmal Heidensche Straße 1]</ref> | ||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
Das Haus Paradies war ein großer, giebelständiger Vierständer-Fachwerkbau des 17. Jahrhunderts mit zweigeschossiger, linksseitiger Utlucht, der Giebel war auf profilierten Knaggen vorgekragt. Das Fachwerk war zuletzt teils verputzt und teils massiv erneuert. Das stadtbildprägende Gebäude wurde in den 1960er Jahren abgebrochen.<ref>{{PeterPflug1960}}, S. 237</ref> | Das Haus Paradies war ein großer, giebelständiger Vierständer-Fachwerkbau des 17. Jahrhunderts mit zweigeschossiger, linksseitiger Utlucht, der Giebel war auf profilierten Knaggen vorgekragt. Das Fachwerk war zuletzt teils verputzt und teils massiv erneuert. Das stadtbildprägende Gebäude wurde in den 1960er Jahren abgebrochen.<ref>{{PeterPflug1960}}, S. 237.</ref> | ||
Das Brinkmannsche Haus (ehemals Lange Straße 53) wurde 1984 hierher versetzt. Dieses Gebäude ist ein Dreiständerbau mit rechtsseitiger Utlucht und ähnelt damit dem abgebrochenen Vorgängerbau Haus Paradies.<ref>{{GrafFachwerkhaus1967}}; Heinrich Stiewe, Die "Vernichtung" eines Baudenkmals. Stellungnahme zur Umsetzung des "Brinkmannschen Hauses" in Lage auf der Grundlage der beim Abbruch durchgeführten Bauuntersuchung. In: Der Holznagel-extra, Dezember 1984, S. 25-38.</ref><br> | Das Brinkmannsche Haus (ehemals Lange Straße 53) wurde 1984 hierher versetzt. Dieses Gebäude ist ein Dreiständerbau mit rechtsseitiger Utlucht und ähnelt damit dem abgebrochenen Vorgängerbau Haus Paradies.<ref>{{GrafFachwerkhaus1967}}; Heinrich Stiewe, Die "Vernichtung" eines Baudenkmals. Stellungnahme zur Umsetzung des "Brinkmannschen Hauses" in Lage auf der Grundlage der beim Abbruch durchgeführten Bauuntersuchung. In: Der Holznagel-extra, Dezember 1984, S. 25-38.</ref><br> | ||
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Zum 1984 hierher versetzten Haus Brinkmann siehe [[Lange Straße 53 (Lage)]]. | Zum 1984 hierher versetzten Haus Brinkmann siehe [[Lange Straße 53 (Lage)]]. | ||
Rechts neben dem Gebäude befindet sich eine [[Gedenkstele 01 (Lage)|Gedenkstele]] zur Erinnerung an die jüdische Familie Paradies, die das Haus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunders bewohnte.<ref>{{GlittStadtrundgang2005}}, S. | Rechts neben dem Gebäude befindet sich eine [[Gedenkstele 01 (Lage)|Gedenkstele]] zur Erinnerung an die jüdische Familie Paradies, die das Haus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunders bewohnte.<ref>{{GlittStadtrundgang2005}}, S. 78f.</ref> | ||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
* {{GlittStadtrundgang2005}}, S. 78f. | |||
* {{PeterPflug1960}}, S. 237. | |||
Zum Haus Brinkmann siehe [[Lange Straße 53 (Lage)]] | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||