Im Haspel 5 (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen
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Kleines giebelständiges Dielenhaus Nr. 116, erbaut 1762 (d), abgebrochen 1995. | |||
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Version vom 1. September 2026, 00:40 Uhr
| Im Haspel 5 (Blomberg) | |
|---|---|
| Ortsteil | Blomberg (Kernstadt) |
| Straße | Im Haspel (Blomberg) |
| Hausnummer | 5 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Nein |
Kleines giebelständiges Dielenhaus Nr. 116, erbaut 1762 (d), abgebrochen 1995.
Geschichte
Erbauer des kleinen Häuschens war der Zeugmacher (Wollweber) Johann Ernst Hagedorn (Bürgerrecht 1760), doch schon 1763 musste seine Witwe "ihr Wohnhaus mit eisen Offen (und) dem Hoffraum" meistbietend verkaufen. Der Zuschlag ging an den Bürgermeister Heringlake, doch blieb die Familie Hagedorn in dem Haus wohnen.
Gebäude
Schmales, zur Straße nur 3,8 m breites Giebelhäuschen von fünf Fachen, dendrodatiert 1762 (d). Sparrendach mit einer Kehlbalkenlage. Sparsames Fachwerk mit langen, geraden Fußstreben in den Traufwänden, viele zweitverwendete Hölzer. Deckenbalken über der Herdwand mit Taubandschnitzereien aus dem 16. Jahrhundert. Vordergiebel auf Stichbalken zweifach vorkragend, Mittelstiel des oberen Giebeldreiecks mit geschnitztem Weberschiffchen (Erbauer war Zeugmacher, Wollweber). Beim Abbruch wurde ein alter hölzerneer Kettbaum eines Webstuhles gefunden, der vermutlich in der Kammer im Obergeschoss gestanden hatte. Wandfachwerk der Fassade vor 1825 (T) erneuert, zuletzt historistische Haustür rechts.
Winziges Dielenhaus auf trapezförmigem Grundriss; Diele zu schmalem, seitlichen Einggangsflur rechts reduziert. Links unterkellerlter Stubeneinbau, darüber eine große Kammer (Arbeitsraum des Wollwebers?). In der Mitte des Hauses breiter, ehemals zweigeschosshoher Herdraum mit starker Verrußung; Herdstelle in der linken Ecke (später Schornstein an dieser Stelle). Hinterhaus im Erdgeschoss zuletzt Küche, ursprünglich zwei Räume. Darüber ein größerer Wohnraum (T 1825: "Stube oben auf der dehl", mit Ofen). Im Hof 1879 winziger Stallanbau für zwei Ziegen und zwei Schweine, der Mist musste bis ins 20. Jahrhundert über den Hausflur auf die Straße geschafft werden.
Inschriften
Keine Inschrift überliefert.
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
1763 musste seine Witwe "ihr Wohnhaus mit eisen Offen (und) dem Hoffraum" meistbietend verkaufen. Der Zuschlag ging an den Bürgermeister Heringlake, doch blieb die Familie Hagedorn in dem Haus wohnen. Vermutlich gelang es später dem Sohn Johann Ernst Hagedorn (BR 1786), das Haus zurückzukaufen, 1766 (VZ) mit Frau und 3 Töchtern und einer Ziege.
1825 (T): Leineweber Christoph Humanus aus Barntrup (BR 1817, eingeheiratet?); 1835 (VZ) mit Frau und 2 Kindern, 2 Ziegen und Einliegerin Witwe Heithecker mit einer Ziege.
1875 (GV): Erwerb durch Tagelöhner Fr. Schröder.
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 31.08.2026 von Heinrich Stiewe
Letzte Änderung am: 01.09.2026 von Heinrich Stiewe