Friedrichstraße 8 (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen
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BARTOL HILKER | BARTOL HILKER VNDT ILSEBEIN WINTERS 1654 | ||
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Version vom 12. September 2026, 09:55 Uhr
| Friedrichstraße 8 (Blomberg) | |
|---|---|
| Ortsteil | Blomberg (Kernstadt) |
| Straße | Friedrichstraße (Blomberg) |
| Hausnummer | 8 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Nein |
Frühere Scheune zum Haus Friedrichstraße 6 (frühere Stadtschäferei, alte Hausnummer 61), erbaut 1654 von Stadtschäfer Barthold Hilker. Heute gehört die Scheune unter der Adresse Friedrichstraße 8 zur Grundschule am Weinberg.





Geschichte
Schafscheune, erbaut 1654 von Barthold Hilker und Ilsabein Winters. Hilker war Stadtschäfer und bewohnte das benachbarte Haus (später Nr. 61, Friedrichstraße 6). Im 20. Jahrhundert kaufte der Fuhrmann Flügge (Nr. 56, Neue Torstraße 26) die Scheune, daher wird sie noch heute "Flüggesche Scheune" genannt. 1989 Erwerb durch die Stadt Blomberg und durchgreifende Sanierung für kulturelle Nutzung im Bereich der Grundschule.
Gebäude
Kernbau von 1654 zweischiffige Dielenscheune von 5 Fachen Länge, im 19. Jahrhundert um zwei Fache an der Rückseite verlängert, etwas später am Vordergiebel ein weiteres Fach vorgebaut. Wandfachwerk mit breiten, liegenden Gefachen und Wandkopfbändern, Lehmflechtwerk aus breiten Spalthölzern. Später wurden zusätzliche Fußstreben in das Gefüge eingebaut, Gefachreparaturen aus Backstein. Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben und mittigemm Bodenaufzug, verbretterte Giebel. Das Gefüge zeigte erhebliche Setzungsschäden, bei Sanierung 1990 komplette Innenständerreihe und Zwischendecke erneuert.
Inschriften
Inschrift am Torbogen:
BARTOL HILKER VNDT ILSEBEIN WINTERS 1654
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Erbauer war der Stadstschäfer Barthold Hilker, er bewohnte das Nachbarhaus Friedrichstraße 6 (spätere Nr. 61).[1]
1667: Johan Herman Top (Bürgerrecht 1667), "Schafmeister uf'm Amtshaus".
1714: Sohn Franz Henrich Top (Bürgerrecht 1714).
1744: Hans Henrich Klingenberg (Bürger 1744), Schafmeister zu Borkhausen, "vom Cöppengraven, in dem Weißbergischen Gerichte im Wolfenbüttelschen gelegen".
1759: Johann Ernst Lange (Bürger 1759)
1776 (VZ): Stadtschäfer Johann Ernst Wilhelm Lange; dieser besaß 240 Schafe.
1785: Sohn Johann Ernst Wilhelm Lange, Schäfer (Bürger 1785).
1822: Sohn Johann Friedrich Christoph Lange (Bürger 1822), "Pächter einer Stadtschafherde, Ackersmann und Fuhrmann".
1876: Sohhn Heinrich Anton Adolph Lange (Bürger 1876), Fuhrmann.
Um 1900 Erwerb durch Fuhrmann Flügge (Nr. 56, Neue Torstraße 26), seitdem "Flüggesche Scheune".
1989 Erwerb durch die Stadt Blomberg, Sanierung und Umbau für kulturelle Nutzung.
Literatur
Heinz-Walter Rolf, Die Bürger der Stadt Blomberg. Namen - Daten - Berufe - Häuser. 1525–1910, Blomberg 1996.
Heinrich Stiewe, Hausbau und Sozialstruktur in einer niederdeutschen Kleinstadt. Blomberg zwischen 1450 und 1870 (Schriften des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold – Landesmuseum für Volkskunde; 13), Detmold 1996.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Heinz-Walter Rolf, Die Bürger der Stadt Blomberg. Namen - Daten - Berufe - Häuser. 1525–1910, Blomberg 1996, S. 34.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 11.09.2026 von Heinrich Stiewe
Letzte Änderung am: 12.09.2026 von Heinrich Stiewe