Haustenbecker Straße 21 alt (Oesterholz-Haustenbeck): Unterschied zwischen den Versionen
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Im Jahr 1773 hängte der nachfolgende Stättenbesitzer den Namensteil "Richter" ab und nannte sich nur noch Kersting. "Kersting" wurde im Laufe der Zeit zu ''Kesting'' verwaschen. Da die Schreibweise früher nicht eindeutig festgelegt war, taucht der Name auch als "Kästing" auf. Unter diesem Namen Kästing wurde die Stätte Nr. 57 dann lange weitergeführt. | Im Jahr 1773 hängte der nachfolgende Stättenbesitzer den Namensteil "Richter" ab und nannte sich nur noch Kersting. "Kersting" wurde im Laufe der Zeit zu ''Kesting'' verwaschen. Da die Schreibweise früher nicht eindeutig festgelegt war, taucht der Name auch als "Kästing" auf. Unter diesem Namen Kästing wurde die Stätte Nr. 57 dann lange weitergeführt. | ||
Als das junge Besitzerpaar 1860 auswandern wollte, verkaufte es die Stätte. Eltern und Geschwister blieben aber dort zurück und erhielten Wohnrechte. Ein Halbbruder gründete später das Kolonat Nr. 84. | |||
Damals war es üblich, dass die Besitzer den Namen des Kolonates übernahmen. Deshalb nannten sich die Käufer und neuen Besitzer nun ebenfalls Kästing, so dass folglich zwei (!) verschiedene, nicht miteinander verwandte Familien Kästing auf der kleinen Stätte Nr. 57 wohnten. | |||
Das Gebäude existiert nicht mehr. An der Stelle befindet sich heute ein Parkplatz. | Das Gebäude existiert nicht mehr. An der Stelle befindet sich heute ein Parkplatz. | ||
Version vom 13. Oktober 2026, 21:36 Uhr
| Haustenbecker Straße 21 alt (Oesterholz-Haustenbeck) | |
|---|---|
| Ortsteil | Oesterholz-Haustenbeck |
| Straße | Ostlandstraße (Oesterholz-Haustenbeck) |
| Hausnummer | 1 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Kohlstädt |
| Wohnplatz | Kohlstädter Heide |
| Hausnummer | 057 |
Die Stätte wurde um 1750 als Nr. 57 auf der Kohlstädter Heide gegründet.
Geschichte



Der erste Besitzer der Stätte um 1750 war vermutlich Friedrich Richterkersting aus Schlangen.
Im Jahr 1773 hängte der nachfolgende Stättenbesitzer den Namensteil "Richter" ab und nannte sich nur noch Kersting. "Kersting" wurde im Laufe der Zeit zu Kesting verwaschen. Da die Schreibweise früher nicht eindeutig festgelegt war, taucht der Name auch als "Kästing" auf. Unter diesem Namen Kästing wurde die Stätte Nr. 57 dann lange weitergeführt.
Als das junge Besitzerpaar 1860 auswandern wollte, verkaufte es die Stätte. Eltern und Geschwister blieben aber dort zurück und erhielten Wohnrechte. Ein Halbbruder gründete später das Kolonat Nr. 84. Damals war es üblich, dass die Besitzer den Namen des Kolonates übernahmen. Deshalb nannten sich die Käufer und neuen Besitzer nun ebenfalls Kästing, so dass folglich zwei (!) verschiedene, nicht miteinander verwandte Familien Kästing auf der kleinen Stätte Nr. 57 wohnten.
Das Gebäude existiert nicht mehr. An der Stelle befindet sich heute ein Parkplatz.
Gebäude
altes Wohnhaus
neues Wohnhaus / Gastwirtschaft
Inschriften
Inschrift an der Südseite des Hauses
„Wilhelm Kästing ...“ (Gastwirtschaft)
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
- um 1750 Friedrich Richterkersting
- 1773
- Johann Hermann Christoph Kästing
- 1828 Johann Heinrich Hermann Christoph Wilhelm Kästing (* 1800, Sohn von Johann Hermann Christoph K.) oo Anna Marie Sophie Geise (* 1804 in Kohlstädt Nr. 10, † 1833)
er 19.10.1833 Anna Marie Hagemeister aus Meinberg Nr. 5.
- Anne Marie Friederike Henriette Kästing, Anerbin (* 1829, Tochter von Johann Heinrich Hermann Christoph Wilhelm K.) 1856 Friedrich Christoph August Wulfkuhle (* 1829 in Kohlstädt Nr. 31)
Das Ehepaar wanderte 1860 mit zwei Kinder nach Amerika aus. Das Kolonat hatten sie an Hermann Friedrich Konrad Kelle aus Haustenbeck Nr. 34 und dessen Ehefrau Marie. Das Käuferpaar führte nun den Stättennamen Kästing.
- 1860 Hermann Friedrich Konrad Kelle oo 1859 Marie Sophie Elisabeth Biere
- 1892 Heinrich Friedrich Wilhelm Kästing (* 1865, Sohn von Hermann Friedrich Konrad) oo Friederike Auguste Henriette Voss aus Haustenbeck
- 1901 Wilhelm Kästing, Landwirt u. Gastwirth; Heinrich Linnemann, Ziegelmeister [Mieter][1]
Nach dem Tod des Ehemannes musste seine Witwe das Kolonat verkaufen. Die Gebäude, die Gastwirtschaft und ein weiteres Wohnhaus (die ehemalige Scheune), bildeten anschließend zwei Kolonate, die Ländereien wurden später parzelliert.
- 1911 Sally Blank in Horn.
- 1926 Drechsler, Fritz, Heizer; Krüger Wwe.; Richts, Adolf, Ziegler[2]
Etwa 1989/90 wurde die ehemalige Gastwirtschaft nach einem Brand abgerissen. Das andere Gebäude, die ehemalige Scheune, ist heute als Ostlandstraße 1 eingetragen.
Literatur
Margit Lenniger, Familie Kästing Kohlstädter Heide Nr. 57, Bielefeld 2010
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 207.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 784.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 17.12.2024 von Margit Lenniger
Letzte Änderung am: 13.10.2026 von Margit Lenniger