Zur Kammersenne 10 (Oesterholz-Haustenbeck): Unterschied zwischen den Versionen
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Das Kolonat wurde 1876 von Hermann Friedrich Wilhelm Kästing gegründet und damals unter Nr. 84 der Kohlstädter Heide verzeichnet. | Das Kolonat wurde 1876 von Hermann Friedrich Wilhelm Kästing gegründet und damals unter Nr. 84 der Kohlstädter Heide verzeichnet. | ||
1921 erhielt der Ortsteil Oesterholz eigene Kolonatsnummern. Die Stätte wurde deshalb unter Oesterholz und der neuen Kolonatsnummer 30 weitergeführt. Nach Einführung der Straßennamen findet sich das Kolonat zunächst unter Friedhofstraße 31, nach der kommunalen Neuordnung dann unter ''Zur Kammersenne'' 10. | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Hermann Friedrich Wilhelm Kästing kaufte einen Teil der Stätte Nr. 52 (Betke) an.<ref>L 101 C I Nr. 681</ref>. Er übernahm am 5. August 1876 neben 40 Quadratruten Länderei auch ein nicht eingetragenes Nebengebäude und gründete damit das Kolonat Nr. 84 auf der Kohlstädter Heide. | Hermann Friedrich Wilhelm Kästing kaufte einen Teil der Stätte Nr. 52 (Betke) an.<ref>L 101 C I Nr. 681.</ref>. Er übernahm am 5. August 1876 neben 40 Quadratruten Länderei auch ein nicht eingetragenes Nebengebäude und gründete damit das Kolonat Nr. 84 auf der Kohlstädter Heide. | ||
Hermann Friedrich Wilhelm Kästing war auf dem elterlichen Kolonat [[Ostlandstraße 1 (Oesterholz-Haustenbeck)|Kohlstädter Heide Nr. 57]] geboren worden. Seine Halbschwester hatte das Kolonat geerbt. Da sie aber mit ihrem Mann nach Amerika auswanderte, hatten die Eheleute den Besitz verkauft. Der Rest der Familie, Eltern und Geschwister, erhielten ein Wohnrecht in ihrem ehemaligen Haus. | Hermann Friedrich Wilhelm Kästing war auf dem elterlichen Kolonat [[Ostlandstraße 1 (Oesterholz-Haustenbeck)|Kohlstädter Heide Nr. 57]] geboren worden. Seine Halbschwester hatte das Kolonat geerbt. Da sie aber mit ihrem Mann nach Amerika auswanderte, hatten die Eheleute den Besitz verkauft. Der Rest der Familie, Eltern und Geschwister, erhielten ein Wohnrecht in ihrem ehemaligen Haus. | ||
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==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ||
* 1876 Hermann Friedrich Wilhelm Kästing (* 18.8.1834, | * 1876 Hermann Friedrich Wilhelm Kästing (* 18.8.1834, † 21.2.1916) oo 11.11.1866 in Schlangen Anne Marie Wilhelmine Amalie Bödeker | ||
* 1901 (Adressbuch) Kästing, Wilhelm Tagel[öhner]; | * 1901 (Adressbuch) Kästing, Wilhelm Tagel[öhner]; | ||
Kästing, Wilhelm, Ziegler; | Kästing, Wilhelm, Ziegler; | ||
Temme, Heinrich, Ziegler | Temme, Heinrich, Ziegler<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 207.</ref> | ||
* 1926 (Adressbuch) (Oesterholz) Nr. 31, Kästing Wilhelm | * 1926 (Adressbuch) (Oesterholz) Nr. 31, Kästing Wilhelm, Arbeiter; | ||
Klöpping, Heinrich | Klöpping, Heinrich, Ziegler<ref>{{LippeAdressbuch1926}}, S. 784.</ref> | ||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
Margit Lenniger, Familie Kästing Kohlstädter Heide Nr. 57, Bielefeld 2010. | Margit Lenniger, Familie Kästing Kohlstädter Heide Nr. 57, Bielefeld 2010. | ||
Version vom 14. Oktober 2026, 10:26 Uhr
| Zur Kammersenne 10 (Oesterholz-Haustenbeck) | |
|---|---|
| Ortsteil | Oesterholz-Haustenbeck |
| Straße | Zur Kammersenne (Oesterholz-Haustenbeck) |
| Hausnummer | 10 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Kohlstädt |
| Wohnplatz | Kohlstädter Heide |
| Hausnummer | 084 |
Das Kolonat wurde 1876 von Hermann Friedrich Wilhelm Kästing gegründet und damals unter Nr. 84 der Kohlstädter Heide verzeichnet. 1921 erhielt der Ortsteil Oesterholz eigene Kolonatsnummern. Die Stätte wurde deshalb unter Oesterholz und der neuen Kolonatsnummer 30 weitergeführt. Nach Einführung der Straßennamen findet sich das Kolonat zunächst unter Friedhofstraße 31, nach der kommunalen Neuordnung dann unter Zur Kammersenne 10.
Geschichte
Hermann Friedrich Wilhelm Kästing kaufte einen Teil der Stätte Nr. 52 (Betke) an.[1]. Er übernahm am 5. August 1876 neben 40 Quadratruten Länderei auch ein nicht eingetragenes Nebengebäude und gründete damit das Kolonat Nr. 84 auf der Kohlstädter Heide.
Hermann Friedrich Wilhelm Kästing war auf dem elterlichen Kolonat Kohlstädter Heide Nr. 57 geboren worden. Seine Halbschwester hatte das Kolonat geerbt. Da sie aber mit ihrem Mann nach Amerika auswanderte, hatten die Eheleute den Besitz verkauft. Der Rest der Familie, Eltern und Geschwister, erhielten ein Wohnrecht in ihrem ehemaligen Haus.
Damals war es üblich, dass die Besitzer den Namen des Kolonates übernahmen. Deshalb nannten sich die Käufer und neuen Besitzer nun ebenfalls Kästing, so dass folglich zwei (!) verschiedene, nicht miteinander verwandte Familien Kästing auf der kleinen Stätte Nr. 57 wohnten.
Die neu gegründete Stätte Nr. 84 zeichnete sich dadurch aus, dass dort im Vergleich zu den den meisten viel kleineren Stätte auf der Kohlstädter Heide Kühe gehalten wurden. Deshalb erhielt das Kolonat den Beinamen „Kuhbauer“. Dies diente auch zur Unterscheidung von der Familie Kästing auf dem älteren Kolonat Nr. 57.
Gebäude
Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
- 1876 Hermann Friedrich Wilhelm Kästing (* 18.8.1834, † 21.2.1916) oo 11.11.1866 in Schlangen Anne Marie Wilhelmine Amalie Bödeker
- 1901 (Adressbuch) Kästing, Wilhelm Tagel[öhner];
Kästing, Wilhelm, Ziegler; Temme, Heinrich, Ziegler[2]
- 1926 (Adressbuch) (Oesterholz) Nr. 31, Kästing Wilhelm, Arbeiter;
Klöpping, Heinrich, Ziegler[3]
Literatur
Margit Lenniger, Familie Kästing Kohlstädter Heide Nr. 57, Bielefeld 2010.
Quellen
Adressbuch 1901,
Adressbuch 1926
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ L 101 C I Nr. 681.
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 207.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 784.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 18.03.2025 von Margit Lenniger
Letzte Änderung am: 14.10.2026 von Margit Lenniger