Kolonat 59 (Haustenbeck): Unterschied zwischen den Versionen

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Am 20. Dezember 1780 stellte Eikelmann einen Bauantrag. Derzeit arbeitete er als Knecht auf dem Kolonat Cruse (später Nagel) in Kohlstädt. Bei seinem Antrag gab Eikelmann in der Amtsstube zu Protokoll, er habe von dem Kolon Jobst Henrich Linnemann in [[Kolonat 39 (Haustenbeck)|Haustenbeck Nr. 39]] einen Zuschlag von 6 Scheffelsaat für 18 Taler erworben. Darauf möchte er eine Neuwohnerstätte errichten. Auch das Haus, das damals mit Heide gedeckt war, habe er bereits im Delbrückschen gekauft und bitte nun um Genehmigung zum Anbau und gleichzeitig um den obligatorischen Neuwohnerzuschuss von 50 Talern. Bereits am 8. Januar 1781 wurde Eikelmann dies genehmigt und das Haus auf der Stätte wieder aufgebaut.<ref>Forschungen Walter Göbel, Manuskript.</ref>
Am 20. Dezember 1780 stellte Eikelmann einen Bauantrag. Derzeit arbeitete er als Knecht auf dem Kolonat Cruse (später Nagel) in Kohlstädt. Bei seinem Antrag gab Eikelmann in der Amtsstube zu Protokoll, er habe von dem Kolon Jobst Henrich Linnemann in [[Kolonat 39 (Haustenbeck)|Haustenbeck Nr. 39]] einen Zuschlag von 6 Scheffelsaat für 18 Taler erworben. Darauf möchte er eine Neuwohnerstätte errichten. Auch das Haus, das damals mit Heide gedeckt war, habe er bereits im Delbrückschen gekauft und bitte nun um Genehmigung zum Anbau und gleichzeitig um den obligatorischen Neuwohnerzuschuss von 50 Talern. Bereits am 8. Januar 1781 wurde Eikelmann dies genehmigt und das Haus auf der Stätte wieder aufgebaut.<ref>Forschungen Walter Göbel, Manuskript.</ref>


Das Ehepaar hatte vier Söhne:
Das Ehepaar hatte vier Söhne:<br>1. Johann Henrich (* 1778) heiratete 1809 Juliane Wilhelmine Justine Kalkreuter aus [[Kolonat 73 (Haustenbeck)|Haustenbeck Nr. 73]]. Er bezog mit ihr das [[Kolonat 66 (Haustenbeck)|Kolonat Nr. 66]] in Haustenbeck, das sein Vater gekauft und ihm vererbt hatte.<br>
1. Johann Henrich (* 1778) heiratete 1809 Juliane Wilhelmine Justine Kalkreuter aus [[Kolonat 73 (Haustenbeck)|Haustenbeck Nr. 73]]. Er bezog mit ihr das [[Kolonat 66 (Haustenbeck)|Kolonat Nr. 66]] in Haustenbeck, das sein Vater gekauft und ihm vererbt hatte.  
2. Johann Hermann Philipp (* 1781) heiratete 1804 in die Stätte Sprenger Nr. 46 in Haustenbeck ein.<br>
2. Johann Hermann Philipp (* 1781) heiratete 1804 in die Stätte Sprenger Nr. 46 in Haustenbeck ein.
3. Töns Henrich Christoph (*1787) erbte das elterliche Kolonat Nr. 59.<br>
3. Töns Henrich Christoph (*1787) erbte das elterliche Kolonat Nr. 59.
4. Johann Friedrich Conrad (* 1792) wanderte nach Holland aus, heiratete dort und wohnte bei Groningen.
4. Johann Friedrich Conrad (* 1792) wanderte nach Holland aus, heiratete dort und wohnte bei Groningen.


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In seiner dritten Ehe mit Florentine Beining wurden noch zwei Töchter geboren. Die ältere erbte das [[Kolonat 83 (Haustenbeck)|Kolonat Nr. 83]], das ihr Vater in seiner dritten Ehe gründete, die zweite heiratete 1830 den Kolon Brinkmann auf der [[Kolonat 86 (Haustenbeck)| Stätte Nr. 86]].
In seiner dritten Ehe mit Florentine Beining wurden noch zwei Töchter geboren. Die ältere erbte das [[Kolonat 83 (Haustenbeck)|Kolonat Nr. 83]], das ihr Vater in seiner dritten Ehe gründete, die zweite heiratete 1830 den Kolon Brinkmann auf der [[Kolonat 86 (Haustenbeck)| Stätte Nr. 86]].


Johann Hermann Eikermann hatte bereits 1801 an der Straße nach Augustdorf, am Lamsort, 7 Scheffelsaat Land erworben. Dort sollte eigentlich sein 1787 geborener dritter Sohn Töns Henrich Christoph eine Neuwohnerstätte errichten. Als sich aber 1812 die Heirat dieses Sohnes mit Marie Catharine Sophie Ilsabein Nolte von der Stätte Nr. 68 abzeichnete und die jungen Leute lieber die Stätte 59 behalten wollten, erbaute Johann Hermann Eikermann 1812 selbst die neue Stätte Nr. 83 und zog mit seiner Familie dorthin. Die Stätte Nr. 59 übertrug er seinem Sohn Töns Henrich Christoph.<ref>Forschungen Walter Göbel, Manuskript.</ref>
Johann Hermann Eikermann hatte bereits 1801 an der Straße nach Augustdorf, am Lamsort, 7 Scheffelsaat Land erworben. Dort sollte eigentlich sein 1787 geborener dritter Sohn Töns Henrich Christoph eine Neuwohnerstätte errichten. Als sich aber 1812 die Heirat dieses Sohnes mit Marie Catharine Sophie Ilsabein Nolte von der [[Kolonat 68 (Haustenbeck)|Stätte Nr. 68]] abzeichnete und die jungen Leute lieber die Stätte 59 behalten wollten, erbaute Johann Hermann Eikermann 1812 selbst die neue Stätte Nr. 83 und zog mit seiner Familie dorthin. Die Stätte Nr. 59 übertrug er seinem Sohn Töns Henrich Christoph.<ref>Forschungen Walter Göbel, Manuskript.</ref>


Die alte, 1781 in der Senne wieder aufgebaute Stätte, muss laut Bauinschrift im Jahr 1819 von Töns Henrich Christoph Eikermann ersetzt worden sein. Das neue Haus baute er größtenteils in Fachwerkbauweise, teilweise aber auch mit Ziegelsteinen. Die Torbogeninschrift war 1937 nicht mehr lesbar und ist bis auf das Datum (s.u.) auch nicht überliefert.<ref>Forschungen Walter Göbel, Manuskript.</ref>
Die alte, 1781 in der Senne wieder aufgebaute Stätte, muss laut Bauinschrift im Jahr 1819 von Töns Henrich Christoph Eikermann ersetzt worden sein. Das neue Haus baute er größtenteils in Fachwerkbauweise, teilweise aber auch mit Ziegelsteinen. Die Torbogeninschrift war 1937 nicht mehr lesbar und ist bis auf das Datum (s.u.) auch nicht überliefert.<ref>Forschungen Walter Göbel, Manuskript.</ref>