Hiddentruper Straße 5 (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen
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Drei Hausstätten/Höfe in Ehrentrup, Hörste und Heßloh werden hier an das Stift St. Marien in Lemgo verkauft; in allen Salbüchern ab 1533 unterliegt in Hörste einzig der Hof Brink (später Nr. 8) der Grundherrschaft des Lemgoer Stiftes St. Marien. Somit ist der Hof Brink erstmals 1365 im Rahmen dieses Immobiliengeschäftes erwähnt worden - dies allerdings ohne Namensnennung. | Drei Hausstätten/Höfe in Ehrentrup, Hörste und Heßloh werden hier an das Stift St. Marien in Lemgo verkauft; in allen Salbüchern ab 1533 unterliegt in Hörste einzig der Hof Brink (später Nr. 8) der Grundherrschaft des Lemgoer Stiftes St. Marien. Somit ist der Hof Brink erstmals 1365 im Rahmen dieses Immobiliengeschäftes erwähnt worden - dies allerdings ohne Namensnennung. | ||
Mit Namen findet er sich in den frühen Schatzregistern: 1467 ''Bertolt Bringkman 1 ½ g.'', 1488 - , 1497 ''Brinckman to Horste 5 m.'', 1507 ''Hermann Bringman 2 g.'', 1535 ''Brinkmann to Horste 2 G.'', '' | Mit Namen findet er sich in den frühen Schatzregistern: 1467 ''Bertolt Bringkman 1 ½ g.'', 1488 - , 1497 ''Brinckman to Horste 5 m.'', 1507 ''Hermann Bringman 2 g.'', 1535 ''Brinkmann to Horste 2 G.'', 1545 ''Brinckman to Horste 2 Fl.'', 1562 ''Brinckman to Horste 4 Fl.'', 1572 ''Brinkmann 1 Fl.'', 1590 ''Brinkman 2 Fl..'' | ||
Der sehr häufige Name Brink, auch Brinkmann, gehört nach Preuß zu den topographischen Namen <ref>Otto Preuß, Lippische Familiennamen (1887), S. 81</ref> , das Wort Brink steht im Sächsischen für eine Geländeformation wie etwa einen erhöhten Uferbereich o. ä.. Sowohl der Hof Brink in Hörste als auch der Hof Brinkmann in Hiddentrup (bevor im frühen 20. Jahrhundert der Bach nach Süden und die Hofstelle nach Norden verlegt wurden) sind in unmittelbarer Nähe des Hörster Baches zu finden. | Der sehr häufige Name Brink, auch Brinkmann, gehört nach Preuß zu den topographischen Namen <ref>Otto Preuß, Lippische Familiennamen (1887), S. 81</ref> , das Wort Brink steht im Sächsischen für eine Geländeformation wie etwa einen erhöhten Uferbereich o. ä.. Sowohl der Hof Brink in Hörste als auch der Hof Brinkmann in Hiddentrup (bevor im frühen 20. Jahrhundert der Bach nach Süden und die Hofstelle nach Norden verlegt wurden) sind in unmittelbarer Nähe des Hörster Baches zu finden. | ||
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1601 Amtsprotokoll: In einer Verhandlung wird neben div. anderen Hofbesitzern ''Henrich Brink zu Hörste'' erwähnt.<ref>LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 550</ref> | 1601 Amtsprotokoll: In einer Verhandlung wird neben div. anderen Hofbesitzern ''Henrich Brink zu Hörste'' erwähnt.<ref>LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 550</ref> | ||
1609 Volkszählung: ''Halbspenner'' (!) ''Brinngk'' + Frau + 3 Söhne + ''Kühemetchen'' + ''Schweinejunge'' + ''Inligger''<ref>LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 129</ref> | 1609 Volkszählung: ''Halbspenner'' (!) ''Brinngk'' + Frau + 3 Söhne + ''Kühemetchen'' + ''Schweinejunge'' + ''Inligger'' <ref>LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 129</ref> | ||
1609/10 GoG, ''Erbtheilung:'' ''Henneke Brinck obiit, hatt vorlaßen 4 deel Pferde, 4 Khue, 2 Rind, 1 Kalb, 4 Schweine, 4 Werken . . . .''<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 127</ref> | 1609/10 GoG, ''Erbtheilung:'' ''Henneke Brinck obiit, hatt vorlaßen 4 deel Pferde, 4 Khue, 2 Rind, 1 Kalb, 4 Schweine, 4 Werken . . . . ''<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 127</ref> | ||
1617 GoG, ''Weinkauff:'' ''Brinck zu Horste bestadet sich an des Wecken zu Horsten dochter, ist ein gudt von 4 Pferden, hat den Weinkauff nicht gedinget.''<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 377</ref> | 1617 GoG, ''Weinkauff:'' ''Brinck zu Horste bestadet sich an des Wecken zu Horsten dochter, ist ein gudt von 4 Pferden, hat den Weinkauff nicht gedinget.''<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 377</ref> | ||
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Mit diesen und weiteren Quellen erschließt sich das Generationengefüge auf dem Hof: | Mit diesen und weiteren Quellen erschließt sich das Generationengefüge auf dem Hof: | ||
ca. 1590 – ca. 1609/10 Henrich (o. Henneke) Brink (oder eingeh.), † 1609/10, ∞ vor 1595 NN (oder Brink) | ca. 1590 – ca. 1609/10 Henrich (o. Henneke) Brink (oder eingeh.), † 1609/10, ∞ vor 1595 NN (oder Brink) | ||