Stapelager Straße 41 (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen

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==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
Hermann Brink, (zuvor) Mittelkötter Hörste Nr. 8 (1857 - 1938), oo 1898 (in Kachtenhausen) Pauline Erfling (+ nach 1937)
Hermann Brink, (zuvor) Mittelkötter Hörste Nr. 8 (1857 - 1938), 1898 (in Kachtenhausen) Pauline Erfling (nach 1937)





Version vom 11. März 2026, 20:26 Uhr

Stapelager Straße 41 (Hörste)
OrtsteilHörste
StraßeStapelager Straße (Hörste)
Hausnummer41
Karte
Adressbuch von 1901Nein
GemeindeHörste
Hausnummer016

Hier befindet sich die "neue" Stätte Hörste Nr. 16, angelegt/Haus erbaut 1911/12 als Alterssitz von Hermann Brink, zuvor Mittelkötter Hörste Nr. 8, dessen Vater (und Vorgänger auf Nr. 8) der letzte Besitzer der alten Stätte Nr. 16 - Riesenberg - war.

Geschichte

Hermann Brink, Mittelkötter Hörste Nr. 8, und seine Ehefrau Pauline, geb. Erfling, haben ihren Ruhestand offensichtlich sorgsam geplant, als sie ihren Hof zu Mitte 1911 käuflich an seinen jüngsten Bruder Fritz Brink übertragen. Es hätte die Möglichkeit gegeben, der Tradition gemäß das Leibzuchtshaus auf dem Hof Brink zu beziehen, denn dieses ist durch Tod seines Vaters und seiner Stiefmutter 16 bzw. 18 Monate zuvor frei geworden. Diese Leibzucht ist aber offensichtlich in so schlechtem baulichen Zustand, dass sie Anfang 1912 abgerissen wird. Der Kaufvertrag über den Hof Nr. 8 enthält stattdessen den Passus: Verkäufer beabsichtigen sich außerhalb des Kolonates neu anzubauen.[1] Zu diesem Zweck klammern die Verkäufer 5 Grundstücke, zu schlagendes und anzulieferndes Bauholz für ein Neubauvorhaben, aber auch etwas Vieh und Mobiliar aus dem Inventar des zu verkaufenden Hofes Nr. 8 aus. Vom Kaufpreis 60 000 Goldmark zahlt der Käufer 24 000 Mark sofort, in gleicher Größenordnung werden Hypotheken übernommen und angerechnet, der Rest von etwa 10 000 Mark wird gestundet.

Die vom Hof abtretenden Brinks sind also in einer relativ komfortablen Situation, als sie ihr neues Haus/ihren Alterssitz 1911/12 errichten lassen. Wie genau es zur Zuweisung der Hausnummer 16 für das Neubauvorhaben kommt, geht nicht aus den Akten hervor. Sehr wahrscheinlich ist jedoch, dass Hermann Brink sehr genau um die Geschichte der unter dieser Nummer ursprünglich geführten Stätte (ehedem Riesenberg, 1799 Verkauf an den damaligen Brink Nr. 8, Abriss der alten Häuser vor 1870 und schließlich amtliches Ende 1886) Bescheid wusste und somit die 25 Jahre „ungenutzte“ Hausnummer 16 aktiv beantragt hat.

Im lippischen Adressbuch von 1926 wird Hermann Brink als Rentner geführt, was wohl weniger als Rentner im heutigen Sinne aufzufassen ist, sondern eher bedeutet, dass er bzw. das Ehepaar von Vermögenserträgen leben kann. Im Oktober 1937 errichten die Brinks ein gemeinsames Testament, in dem mangels eigener Kinder die weitere Verwandtschaft bedacht wird. Hermann Brink ist zu diesem Zeitpunkt erblindet; drei Monate später verstirbt er. Das Brinksche Haus auf dem Kreuze, früher Nr. 16, heute Stapelager Straße 41, wird aus dem Kreis der Erben an Georg Echterling, Lehrer in Oerlinghausen, verkauft.

Stapelager Straße 41, Straßenansicht von Nordosten, 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock

Gebäude

Zweigeschossiges Haus mit traufenständigem Satteldach mit Krüppelwalm, Bruchsteinfassade mit aufgeputzten Fensterlaibungen, straßenseitig mittiger Ziergiebel

Inschriften

-

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

Hermann Brink, (zuvor) Mittelkötter Hörste Nr. 8 (1857 - 1938), ∞ 1898 (in Kachtenhausen) Pauline Erfling († nach 1937)


- Adressbuch 1901:

(kein Eintrag Nr. 16 !)


- Adressbuch 1926:

16 Brink, Hermann, Rentner

Imker, Fritz, Wachtmeister a.D.

Literatur

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. LAV NRW OWL, D 23 B Detmold (Lage) Blatt 2568 I

Autor*innen

Dr. Horst Wissbrock

Seitenhistorie

Seite erstellt am 23.01.2025 von Dr. Horst Wissbrock

Letzte Änderung am: 11.03.2026 von Dr. Horst Wissbrock