Papendiek 37 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen

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|Ortsteil1901=Heiden
|Ortsteil1901=Heiden
|Hausnummer1901=006
|Hausnummer1901=006
}}Ehemals Heiden Nr. 6.
}}Die Hofstelle war ehemals Heiden Nr. 6.


==Geschichte==
==Geschichte==
Der früher in Heiden als Dreckhof, Heiden Nr. 6, bezeichnete heutige Hof Hellweg, Papendiek 37 in Heiden, hat eine sehr lange und wechselhaft Geschichte, die bei Hüls ausführlich betrachtet wird. <ref>{{HülsHeiden1974}}</ref>
Die ehemals benachbarten Hofstellen Brüning Nr. 5 und Dreckmeier Nr.6 in Heiden lagen zwischen dem Weg unterhalb des Talhanges (heute Niedernkamp) und dem Oetternbach. <ref>Hüls 1974 Karte S.125 </ref>  Gemäß Hüls ist die Entstehung dieser Ansiedlungen in eine frühe Rodungsphase des Dorfes zwischen 1000 und bis 1250 einzuordnen. Er geht davon aus, dass die beiden Höfe Brüning und Dreckmeier aus dem ehemaligen Brinkhof in Heiden entstanden sind, der im Jahre 1418 von Hermann de Wend an den Lemgoer Bürger Heinrich de Ridder verkaufte wurde. <ref>Hüls 1974 S.126 ff </ref>
Aus diesem ehemaligen Brinkhof seien als eine geteilte Zwiehofanlage die beiden Höfe Brüning und Dreckmeier hervorgegangen. Der eine und der andere Hof werde im 15. Jahrh. verschiedentlich urkundlich erwähnt, u.a. in einer Schadensmeldung als Folge der Eversteinschen Fede. Für beide Höfe sei auffällig, dass ihre Felder auf dem Südriedel in enger Gemengelage liegen, was auf eine gemeinsame Rodungsphase schließen lasse. Im Landschatzregister von 1568 werde ein Dreck Johann genannt, bei Friemel wird der Hof 1728 als Dreckmeier aufgelistet. <ref>Hüls 1974 S.123 f </ref>


Laut Salbuch 1781 ist Dreckmeyer ein großer Halbmeyer und leibfrei.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch der Vogtei Heiden, 1781 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=50&cHash=f89ecf1edd239d5b055079e4371c1b17 Digitalisat].</ref>
Laut Salbuch 1781 ist Dreckmeyer ein großer Halbmeyer und leibfrei.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch der Vogtei Heiden, 1781 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=50&cHash=f89ecf1edd239d5b055079e4371c1b17 Digitalisat].</ref>


Desgleichen 1829.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch der Vogtei Heiden, 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=73&cHash=3ca0e65b2a2df7edd5663f3caeb0773b Digitalisat].</ref>
Desgleichen 1829.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch der Vogtei Heiden, 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=73&cHash=3ca0e65b2a2df7edd5663f3caeb0773b Digitalisat].</ref>
In der Mitte des 19. Jahrh. wurde der Hof Dreckmeier Nr. 6 aus dem Dorf ausgesiedelt und auf dem Heideriedel im Papendiek neu angelegt. In einem Plan von W. v. Meien habe dieser 1856 hier zwei erste Gebäude eingezeichnet. Unter wechselnder Beteiligung des Ziegelmeisters Grotegut (aus Jerxen) und des Ziegelmeisters H. Diekmann vom Hof Nr. 7 entstand aus Ländereien der Höfe Brüning, Dreckmeier, Holste und Diekmann der neue Dreckhof Nr. 6. Aus Resten des ehemaligen Hofes Brüning ist das neue Colonat Nr. 5 gebildet worden, das in 1882 an den Polizeidiener Wrampe überging. Die Hofflächen des ehemaligen Dreckhofes wurden zum Colonat Nr. 77 in Heiden. <ref>Hüls 1974 S.140 ff </ref> 
Die Hofstelle Papendiek Nr. 37 wird derzeit weiterhin im Vollerwerb landwirtschaftlich genutzt. Neben eigenen Hofflächen werden vom Hofeigentümer auch Ackerflächen von anderen ehemaligen Hofstellen in Heiden als Pachtland mitbewirtschaftet.


==Gebäude==
==Gebäude==
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1901 Dreckhof, Heinrich Diekmann, Landwirt; Hermannn Busse, Maurer.<ref>Landesadressbuch Lippe 1901 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/pageview/985188 Digitalisat]</ref>
1901 Dreckhof, Heinrich Diekmann, Landwirt; Hermannn Busse, Maurer.<ref>Landesadressbuch Lippe 1901 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/pageview/985188 Digitalisat]</ref>
   
 
1926<ref>{{LippeAdressbuch1926}} S.732</ref> Hellweg, August, Landwirt; Bütröwe, August, Rentner; Sullinger, Robert, Schweizer; Bobe, Fritz, Knecht, Kollmeier, Fritz, Arbeiter; Hering, Wilhelm, Fabrikaarbeiter
 
 
==Literatur==
==Literatur==