Neue Torstraße 31 (Lemgo): Unterschied zwischen den Versionen
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Ein Fachwerk-Giebelhaus aus dem Jahr 1664. Ursprünglich als Teil der Slaver-Bauerschaft (Abkürzung: S.B.) Nr. 115 geführt, später als Neue Torstraße Nr. 31. Eintragung in die Denkmalakte der Stadt Lemgo im Jahr 2000. | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Dieses Fachwerk-Giebelhaus wurde im Jahr 1664 durch den Ratssiegler Heinrich Rulmann (1611-1686) erbaut. | |||
Um 1900 befand sich hier des Gasthaus Albert Bussemeier. | |||
Im Jahr 1938 wurden die bis dahin verputzen unteren Fassadenteile freigelegt und erneuert. | |||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
Die ursprüngliche Seitendeele des Gebäudes befindet sich aus frontaler Ansicht an der rechten Seite, zur linken liegen das Erd- und Zwischengeschoß. Der Giebel dreigeschossig vorkragend gehalten. Am ersten Giebelgeschoß befinden sich Füllhölzer mit Zahnschnitt. Die oberen Füllhölzer sind hingegen gerundet und die Balkenköpfe volutenförmig ausgeschnitten. Die drei Schwellbalken des Giebels zeigen an der Kante Rundstäbe zwischen Perlen, an zweien dieser Balken sind Inschriften zu sehen (siehe unten). | |||
Das Erdgeschoß wurde 1938 durchgehend erneuert. Zwei Stücke des alten Torbalkens wurden damals unter zwei Obergeschoßfenstern eingesetzt. Auch das Hinterhaus ist an der Süd- und Westseite weitgehend massiv erneuert worden, auch der nach Westen gehende Rückgiebel ist nachträglich verputzt. | |||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
An den ehemaligen Torbalken befindet sich eine zweizeilige Inschrift, die lautet: HENRIH . RVLMAN / ANNA . BODIKER / ANNO . 1664 / DEN . 6 . APRIL. | |||
An den beiden unteren Schwellbalken des Giebels stehen die folgenden Inschriften: | |||
Oben: CHRISTVM (!) . LIBHABEN . IST BESER DEN ALLES WISEN VND IR MVSET BETEN . VND . NICHT . MVDE . WERDEN (Anm.: Erste Hälfte: Eph. 3.19; zweite Hälfte nach Luk. 18,1). | |||
Unten: ALSO HAT . GOT . DIE WELT GELIEBET . DAS ER SEINEN EINIGEN SOHN . GAB . AVF DAS ALE DI AN IN GLAVBEN NICHT VORLORE WERDEN . SONDERNN . DAS EWIGE LEBENT HABEN – JOHAN . AM 3 (Vers 16). | |||
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
"Straßenverzeichnis mit Hausnummern. Neue und alte Hausnummern -vor 1890- ermittelt aus B 2601", Lemgo 1972, S. 21. | |||
Denkmalliste der Stadt Lemgo, Nr. A 387. | |||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
Version vom 2. April 2026, 14:28 Uhr
| Neue Torstraße 31 (Lemgo) | |
|---|---|
| Ortsteil | Lemgo (Kernstadt) |
| Straße | Neue Torstraße (Lemgo) |
| Hausnummer | 31 |
| Karte | |
| Quartiersnummer | SB 115 |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Lemgo (Kernstadt) |
| Straße | Neue Torstraße |
| Hausnummer | 031 |
Ein Fachwerk-Giebelhaus aus dem Jahr 1664. Ursprünglich als Teil der Slaver-Bauerschaft (Abkürzung: S.B.) Nr. 115 geführt, später als Neue Torstraße Nr. 31. Eintragung in die Denkmalakte der Stadt Lemgo im Jahr 2000.
Geschichte
Dieses Fachwerk-Giebelhaus wurde im Jahr 1664 durch den Ratssiegler Heinrich Rulmann (1611-1686) erbaut.
Um 1900 befand sich hier des Gasthaus Albert Bussemeier.
Im Jahr 1938 wurden die bis dahin verputzen unteren Fassadenteile freigelegt und erneuert.
Gebäude
Die ursprüngliche Seitendeele des Gebäudes befindet sich aus frontaler Ansicht an der rechten Seite, zur linken liegen das Erd- und Zwischengeschoß. Der Giebel dreigeschossig vorkragend gehalten. Am ersten Giebelgeschoß befinden sich Füllhölzer mit Zahnschnitt. Die oberen Füllhölzer sind hingegen gerundet und die Balkenköpfe volutenförmig ausgeschnitten. Die drei Schwellbalken des Giebels zeigen an der Kante Rundstäbe zwischen Perlen, an zweien dieser Balken sind Inschriften zu sehen (siehe unten).
Das Erdgeschoß wurde 1938 durchgehend erneuert. Zwei Stücke des alten Torbalkens wurden damals unter zwei Obergeschoßfenstern eingesetzt. Auch das Hinterhaus ist an der Süd- und Westseite weitgehend massiv erneuert worden, auch der nach Westen gehende Rückgiebel ist nachträglich verputzt.
Inschriften
An den ehemaligen Torbalken befindet sich eine zweizeilige Inschrift, die lautet: HENRIH . RVLMAN / ANNA . BODIKER / ANNO . 1664 / DEN . 6 . APRIL.
An den beiden unteren Schwellbalken des Giebels stehen die folgenden Inschriften:
Oben: CHRISTVM (!) . LIBHABEN . IST BESER DEN ALLES WISEN VND IR MVSET BETEN . VND . NICHT . MVDE . WERDEN (Anm.: Erste Hälfte: Eph. 3.19; zweite Hälfte nach Luk. 18,1).
Unten: ALSO HAT . GOT . DIE WELT GELIEBET . DAS ER SEINEN EINIGEN SOHN . GAB . AVF DAS ALE DI AN IN GLAVBEN NICHT VORLORE WERDEN . SONDERNN . DAS EWIGE LEBENT HABEN – JOHAN . AM 3 (Vers 16).
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Literatur
Quellen
"Straßenverzeichnis mit Hausnummern. Neue und alte Hausnummern -vor 1890- ermittelt aus B 2601", Lemgo 1972, S. 21.
Denkmalliste der Stadt Lemgo, Nr. A 387.
Weblinks
Einzelnachweise
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 02.04.2026 von Nils Lienenlüke
Letzte Änderung am: 02.04.2026 von Nils Lienenlüke