Alter Postweg 23 (Detmold): Unterschied zwischen den Versionen
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[[File:Detmold - 2022-01-01 - Alter Postweg 23 (DSC04242).jpg|thumb|Alter Postweg 23, 2022, Foto: Tsungam]] | |||
Hanglage, vielfach gegliederter, voll unterkellerter, eingeschossiger Mauerwerksbau mit Putzfassaden, talseitig geschosshoher Bruchsteinsockel. Im rückwärtigen Teil steiles Mansard-Walmdach auf annähernd quadratischem Grundriss. In dieses Hauptdach schieben sich drei Mansard-Giebeldächer, von Süden, Osten und Norden. Zwischen Ost- und Norddach zweigeschossiger, oktogonaler Turm mit geschweifter Haube und hohem Zinkblech-Dachknauf. Deckung mit roten Ziegelhohlpfannen; Turmwände des oberen Geschosses mit roten Biberschwanzziegeln behängt; hier hölzerne Schlagläden. Unter der Traufe reich profiliertes Holzgesims. Mansard-Giebeldach nach Osten (zur Straße) über abgestützten Pfetten mit frei Freigespärren weit vorstehend, einen seitlich versetzten Altan schützend. Der rechts neben dem Altan, teilweise den Turm überschneidende Raum unter einem biberschwanzgedeckten Pultdach ursprünglich als zweiseitig offene Loggia gestaltet, bald nach der Erbauung mit Fenstern geschlossen. Die Traufen mit schlichten Holzverkleidungen, Ortgänge mit Freigespärren, von Pfetten gestützt. Fenster überwiegend asymmetrisch verteilt, zwei- und dreiflügelig, teilweise mit Segmentbogen und Sprossenoberlicht. Im Treppenhaus und Eingangsvorbau reizvolle Bleiglasfenster mit farbigen Jugendstilmotiven. Kellerfenster teilweise durch Vierkant-Eisengitterstäbe geschützt. elfstufige Freitreppe unter hölzernem Pultdach zur bauzeitlichen Rundbogenhaustür. Im Inneren bauzeitlich Ausstattung mit Holztreppen, Deckenvouten, Zimmertüren einschließlich der Beschläge sowie Holzdielen- und Terrazzoböden weitgehend erhalten. Das bedingt durch den ehemaligen Hohlweg “Alter Postweg” höher gelegene Gartengrundstück von einer Muschelkalk-Bruchsteinmauer gestützt; darin zwischen Sandsteinpfeilern geschmiedetes zweiflügeliges Tor.<ref>Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.</ref> | Hanglage, vielfach gegliederter, voll unterkellerter, eingeschossiger Mauerwerksbau mit Putzfassaden, talseitig geschosshoher Bruchsteinsockel. Im rückwärtigen Teil steiles Mansard-Walmdach auf annähernd quadratischem Grundriss. In dieses Hauptdach schieben sich drei Mansard-Giebeldächer, von Süden, Osten und Norden. Zwischen Ost- und Norddach zweigeschossiger, oktogonaler Turm mit geschweifter Haube und hohem Zinkblech-Dachknauf. Deckung mit roten Ziegelhohlpfannen; Turmwände des oberen Geschosses mit roten Biberschwanzziegeln behängt; hier hölzerne Schlagläden. Unter der Traufe reich profiliertes Holzgesims. Mansard-Giebeldach nach Osten (zur Straße) über abgestützten Pfetten mit frei Freigespärren weit vorstehend, einen seitlich versetzten Altan schützend. Der rechts neben dem Altan, teilweise den Turm überschneidende Raum unter einem biberschwanzgedeckten Pultdach ursprünglich als zweiseitig offene Loggia gestaltet, bald nach der Erbauung mit Fenstern geschlossen. Die Traufen mit schlichten Holzverkleidungen, Ortgänge mit Freigespärren, von Pfetten gestützt. Fenster überwiegend asymmetrisch verteilt, zwei- und dreiflügelig, teilweise mit Segmentbogen und Sprossenoberlicht. Im Treppenhaus und Eingangsvorbau reizvolle Bleiglasfenster mit farbigen Jugendstilmotiven. Kellerfenster teilweise durch Vierkant-Eisengitterstäbe geschützt. elfstufige Freitreppe unter hölzernem Pultdach zur bauzeitlichen Rundbogenhaustür. Im Inneren bauzeitlich Ausstattung mit Holztreppen, Deckenvouten, Zimmertüren einschließlich der Beschläge sowie Holzdielen- und Terrazzoböden weitgehend erhalten. Das bedingt durch den ehemaligen Hohlweg “Alter Postweg” höher gelegene Gartengrundstück von einer Muschelkalk-Bruchsteinmauer gestützt; darin zwischen Sandsteinpfeilern geschmiedetes zweiflügeliges Tor.<ref>Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.</ref> | ||