Hauptstraße 70 (Sonneborn): Unterschied zwischen den Versionen
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Der Kirchenraum ist von einem schweren Kreuzgratgewölbe überdeckt, dessen Stichkappen auf niedrig angesetzten, massiven Natursteinkonsolen ruhen. Die Öffnungen in den Außenwänden sind gotische Maßwerkfenster mit Drei- und Vierpass-Motiven. Über der seitlichen Eingangstür sind außen in zwei Steinen das Wappen der Familie von Kerssenbrock (Barntrup) sowie die Jahreszahl 1518 eingemeißelt. Innen werden der Chorraum und der Altar an der Ostseite von einem Kreuzgratgewölbe überdeckt. Hinter dem Altar steht die Grabplatte des zweiten evangelischen Pfarrers Matthias Koch (gest. 1604). | Der Kirchenraum ist von einem schweren Kreuzgratgewölbe überdeckt, dessen Stichkappen auf niedrig angesetzten, massiven Natursteinkonsolen ruhen. Die Öffnungen in den Außenwänden sind gotische Maßwerkfenster mit Drei- und Vierpass-Motiven. Über der seitlichen Eingangstür sind außen in zwei Steinen das Wappen der Familie von Kerssenbrock (Barntrup) sowie die Jahreszahl 1518 eingemeißelt. Innen werden der Chorraum und der Altar an der Ostseite von einem Kreuzgratgewölbe überdeckt. Hinter dem Altar steht die Grabplatte des zweiten evangelischen Pfarrers Matthias Koch (gest. 1604). | ||
[[Datei: Kirche in Sonneborn, | [[Datei: Kirche in Sonneborn, Innenraum.jpg | thumb | Kirche in Sonneborn, Innenraum, Foto L.Kaup, 2010]] | ||
Bei Restaurierungsarbeiten wurden in der Kirche 1953/54 und im Turm 1972 umfangreiche Wandmalereien freigelegt, die einen in Westfalen und Lippe einmaligen Bilderzyklus zeigen. | Bei Restaurierungsarbeiten wurden in der Kirche 1953/54 und im Turm 1972 umfangreiche Wandmalereien freigelegt, die einen in Westfalen und Lippe einmaligen Bilderzyklus zeigen. | ||
1. die Leidensgeschichte Christi in 12 Bildern in den Gewölbezwickeln; | 1. die Leidensgeschichte Christi in 12 Bildern in den Gewölbezwickeln; | ||
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4. Im Turm sind an den Wänden David und Goliath und die Opferung Isaaks durch Abraham dargestellt. | 4. Im Turm sind an den Wänden David und Goliath und die Opferung Isaaks durch Abraham dargestellt. | ||
Die Bemalung im Kirchenraum- Gewölbe zeigt Pflanzendekor und gemalte Gewölberippen mit zwei Schlusssteinen. Die Schlusssteine stellen die Wappen von Graf Hermann Simon zur Sternberg, seit 1564 Patronatsherr der Kirche, und seiner Frau Ursula, geb. von Spiel-berg und Pyrmont dar. Sie sind vermutlich die Auftraggeber der außergewöhnlichen Wandmalereien. | Die Bemalung im Kirchenraum-Gewölbe zeigt Pflanzendekor und gemalte Gewölberippen mit zwei Schlusssteinen. Die Schlusssteine stellen die Wappen von Graf Hermann Simon zur Sternberg, seit 1564 Patronatsherr der Kirche, und seiner Frau Ursula, geb. von Spiel-berg und Pyrmont dar. Sie sind vermutlich die Auftraggeber der außergewöhnlichen Wandmalereien. | ||
Im Jahre 2010 wurde der Innenraum der Kirche wegen einem Schimmelpilzbefall, der die Gemälde gefährdete, aufwendig saniert. | Im Jahre 2010 wurde der Innenraum der Kirche wegen einem Schimmelpilzbefall, der die Gemälde gefährdete, aufwendig saniert. | ||