Elisabethstraße 24 (Detmold): Unterschied zwischen den Versionen
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Rülf kam 1914 als Prediger und Lehrer nach Detmold. Ab 1915 mit der Revision der jüdischen Religionsschulen in Lippe betraut. Leitete bis 1937 den Gottesdienst in der [[Lortzingstraße 3 (Detmold)|Synagoge in der Lortzingstraße]]. Rülf erteilte als "Wanderlehrer" in vielen lippischen Orten Religionsunterricht für jüdische Schülerinnen und Schüler. Von 1919 bis 1922 auch an der [[Siegfriedstraße 4 (Detmold)|Knabenbürgerschule]] und von 1922 bis 1933 an der Staatlichen Fortbildungsschule (Berufsschule) in Detmold, zudem Leitung des jüdischen Jugendbundes und ab 1932 übernahm Schriftführer des Israelitischen Gemeindetages für den Freitstaat Lippe.<ref>[https://www.gedenkbuch-detmold.de/index.php/gedenkbuch/38-die-opfer-in-alphabetischer-reihenfolge/42-biographien/130-r-biographien/448-ruelf-moritz</ref> Am 20.7.1942 mit seiner Ehefrau deportiert und ermordet. Vor dem Gebäude wurden im Mai 2026 fünf "Stolpersteine" verlegt. | |||
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==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ||
1909 Franzmeier, Kaufmann; Rhodovi, Rentnerin; Dreieichmann, Rentnerin, Witwe.<ref>{{DetmoldAdressbuch1909}}, S. 8.</ref> | |||
1914–1933 Moritz Rülf (* 16.11.1888), seine Ehefrau Erika geb. Lyon (* 14.12.1890), die Kinder Gerhard (* 17.4.1916), Karla (* 8.10.1918) und Erich (* 12.6.1920). Im Oktober 1933 Umzug in die [[Sachsenstraße 33 (Detmold)|Sachsenstraße 33]] zu Buchholz.<ref>[https://www.gedenkbuch-detmold.de/index.php/gedenkbuch/38-die-opfer-in-alphabetischer-reihenfolge/42-biographien/130-r-biographien/448-ruelf-moritz</ref> | |||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
Version vom 29. Mai 2026, 12:36 Uhr
| Elisabethstraße 24 (Detmold) | |
|---|---|
| Ortsteil | Detmold (Kernstadt) |
| Straße | Elisabethstraße (Detmold) |
| Hausnummer | 24 |
| Karte | |
| Quartiersnummer | D 481 |
| Adressbuch von 1901 | Nein |
Laut Wegemann 1893 gegründete Hausstätte, Quartiernummer D 481.[1]
Geschichte
In dem Haus ist ab dem Adressbuch von 1916 Moritz Rülf als Bewohner verzeichnet.[2] Laut Einwohnerkartei war er dort mit seiner Familie (s. u.) erst ab 10.10.1931 registriert.
Rülf kam 1914 als Prediger und Lehrer nach Detmold. Ab 1915 mit der Revision der jüdischen Religionsschulen in Lippe betraut. Leitete bis 1937 den Gottesdienst in der Synagoge in der Lortzingstraße. Rülf erteilte als "Wanderlehrer" in vielen lippischen Orten Religionsunterricht für jüdische Schülerinnen und Schüler. Von 1919 bis 1922 auch an der Knabenbürgerschule und von 1922 bis 1933 an der Staatlichen Fortbildungsschule (Berufsschule) in Detmold, zudem Leitung des jüdischen Jugendbundes und ab 1932 übernahm Schriftführer des Israelitischen Gemeindetages für den Freitstaat Lippe.[3] Am 20.7.1942 mit seiner Ehefrau deportiert und ermordet. Vor dem Gebäude wurden im Mai 2026 fünf "Stolpersteine" verlegt.
Gebäude
Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
1909 Franzmeier, Kaufmann; Rhodovi, Rentnerin; Dreieichmann, Rentnerin, Witwe.[4]
1914–1933 Moritz Rülf (* 16.11.1888), seine Ehefrau Erika geb. Lyon (* 14.12.1890), die Kinder Gerhard (* 17.4.1916), Karla (* 8.10.1918) und Erich (* 12.6.1920). Im Oktober 1933 Umzug in die Sachsenstraße 33 zu Buchholz.[5]
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Georg Wegemann, Das Alter der Detmolder Wohnhäuser, Typoskript, Detmold 1957 (häufig mit ungenauen oder falschen Datierungen).
- ↑ Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916, S. 156.
- ↑ [https://www.gedenkbuch-detmold.de/index.php/gedenkbuch/38-die-opfer-in-alphabetischer-reihenfolge/42-biographien/130-r-biographien/448-ruelf-moritz
- ↑ Adreß- und Geschäftshandbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909, S. 8.
- ↑ [https://www.gedenkbuch-detmold.de/index.php/gedenkbuch/38-die-opfer-in-alphabetischer-reihenfolge/42-biographien/130-r-biographien/448-ruelf-moritz
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 29.05.2026 von Joachim Kleinmanns
Letzte Änderung am: 29.05.2026 von Joachim Kleinmanns