Obere Schanze 10 (Hiddesen): Unterschied zwischen den Versionen
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"1907 wohnte dort ein Oberstleutnant von Homeier. [...] Zu Anfang der zwanziger Jahre zog dort die Familie Goethe ein mit drei Kindern, die unsere Spiel- und Schulfreunde wurden. Später kam noch ein kleiner Nachkömmling hinzu. [...] Die Familie Goethe war sehr musikliebend, im Hause wurde viel gesungen und musiziert. Ungefähr 1923 oder 1924 organisierten Goethes eine Märchenaufführung: Hänsel und Gretel. Alle Schanzen-kinder setzten sich ein und spielten mit. Frau Brinkmann, die Mutter unserer Freundin Ruth aus dem nächsten Haus baute sogar ein Knusperhaus, das mit guten Sachen geschmückt war. Alle Nachbarn wurden eingeladen und kamen, der Erlös wurde einer bedürftigen Familie übergeben. Herr Goethe war pensionierter Fregattenkapitän und Regierungsrat. Seine Frau stammte aus der bekannten Baseler Familie Burckhardt-Staehelin. Im Hause wurde fast nur Schweizer-Deutsch gesprochen. Der älteste Sohn der Familie Goethe, Frieder, beobachtete schon als Schüler die Vögel unserer Gegend und im Teutoburger Wald. Er wurde später ein bekannter Ornithologe und Wissenschaftler und leitete nach dem Wiederaufbau Helgolands lange Jahre die Vogelwarte Helgoland in Wilhelmshaven."<ref>Käthe Pieper, Die 13 Häuser der Schanze, Typoskript, 1990 (Lipp. Landesbibliothek).</ref> | "1907 wohnte dort ein Oberstleutnant von Homeier. [...] Zu Anfang der zwanziger Jahre zog dort die Familie Goethe ein mit drei Kindern, die unsere Spiel- und Schulfreunde wurden. Später kam noch ein kleiner Nachkömmling hinzu. [...] Die Familie Goethe war sehr musikliebend, im Hause wurde viel gesungen und musiziert. Ungefähr 1923 oder 1924 organisierten Goethes eine Märchenaufführung: Hänsel und Gretel. Alle Schanzen-kinder setzten sich ein und spielten mit. Frau Brinkmann, die Mutter unserer Freundin Ruth aus dem nächsten Haus baute sogar ein Knusperhaus, das mit guten Sachen geschmückt war. Alle Nachbarn wurden eingeladen und kamen, der Erlös wurde einer bedürftigen Familie übergeben. Herr Goethe war pensionierter Fregattenkapitän und Regierungsrat. Seine Frau stammte aus der bekannten Baseler Familie Burckhardt-Staehelin. Im Hause wurde fast nur Schweizer-Deutsch gesprochen. Der älteste Sohn der Familie Goethe, Frieder, beobachtete schon als Schüler die Vögel unserer Gegend und im Teutoburger Wald. Er wurde später ein bekannter Ornithologe und Wissenschaftler und leitete nach dem Wiederaufbau Helgolands lange Jahre die Vogelwarte Helgoland in Wilhelmshaven."<ref>Käthe Pieper, Die 13 Häuser der Schanze, Typoskript, 1990 (Lipp. Landesbibliothek).</ref> | ||
1909 Villa Helga: von Homeier, Oberstleutnant.<ref>{{DetmoldAdressbuch1909}}, S. 3.</ref> | |||
1912 Villa Helga: Wätjen, Frl.<ref>{{DetmoldAdressbuch1912}}, S. 3.</ref> | |||
==Literatur== | ==Literatur== | ||