Hauptstraße 67 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen

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Lothar Kaup (Diskussion | Beiträge)
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In der Zeitspanne zwischen 1150 und 1250 erfolgte in Heiden eine Rodungsphase in der südlichen Gemarkung, in der die Waldhufenflächen gerodet wurden in dem Gebiet zwischen dem alten Lemgoer Hellweg (heute Friedrichshöhe) und dem Bach, der Südriedel und Heideriedel trennt (heute Papendiek). Es entstanden mehrere schematisch angelegte ca. 500 m lange Ackerflächen für die sechs Hofstellen Holste Nr.8, Dröge Nr.10, Stecker Nr.11, Cord Holste Nr.12, Barthold Neddermann Nr.14 und Grote, die sich im unteren Dorf nahe dem Oetternbach ansiedelten. <ref>{{HülsHeiden1974}} S.127 ff  </ref>     
In der Zeitspanne zwischen 1150 und 1250 erfolgte in Heiden eine Rodungsphase in der südlichen Gemarkung, in der die Waldhufenflächen gerodet wurden in dem Gebiet zwischen dem alten Lemgoer Hellweg (heute Friedrichshöhe) und dem Bach, der Südriedel und Heideriedel trennt (heute Papendiek). Es entstanden mehrere schematisch angelegte ca. 500 m lange Ackerflächen für die sechs Hofstellen Holste Nr.8, Dröge Nr.10, Stecker Nr.11, Cord Holste Nr.12, Barthold Neddermann Nr.14 und Grote, die sich im unteren Dorf nahe dem Oetternbach ansiedelten. <ref>{{HülsHeiden1974}} S.127 ff  </ref>     


[[Datei:Hauptstraße67_160809_1.jpg|thumb|Hausstätte Heiden ehem. Nr. 8, Foto: Hans-Christian Schall, 2009]]
Der Hof Holste Nr. 8 ist somit einer der ältesten Höfe in Heiden. Er wird im Landschatzregister von 1568 als „Holste by dem Stege“ bezeichnet, vermutlich wegen der Lage direkt an der Furt des Alten Lemgoer Hellweges durch den Oetternbach und in den Aufzeichnungen von Friemel 1728 als Holste benannt. <ref>Hüls, 1974, S.123 und Abb. 38</ref>
Der Hof Holste Nr. 8 ist somit einer der ältesten Höfe in Heiden. Er wird im Landschatzregister von 1568 als „Holste by dem Stege“ bezeichnet, vermutlich wegen der Lage direkt an der Furt des Alten Lemgoer Hellweges durch den Oetternbach und in den Aufzeichnungen von Friemel 1728 als Holste benannt. <ref>Hüls, 1974, S.123 und Abb. 38</ref>


[[Datei:Hauptstraße67_160809_1.jpg|thumb|Hausstätte Heiden ehem. Nr. 8, Foto: Hans-Christian Schall, 2009]]
Von dem zum Hof Holste Nr. 8 gehörenden Acker wurden vor 1881 die Grundstücke abgeteilt, auf denen damals die fünf Häuser Heiden Nr. 106-110 entstanden, heute [[Friedrichshöhe (Heiden)|Friedrichshöhe]] . <ref>Hüls 1974 S. 143 </ref>
 
[[Datei:Hauptstraße67_160809_2.jpg|thumb|Torbogen des Hauses Heiden ehem. Nr. 8, Foto: Hans-Christian Schall, 2009]]
[[Datei:Hauptstraße67_160809_2.jpg|thumb|Torbogen des Hauses Heiden ehem. Nr. 8, Foto: Hans-Christian Schall, 2009]]
==Gebäude==
==Gebäude==

Version vom 23. Juli 2026, 21:23 Uhr

Hauptstraße 67 (Heiden)
OrtsteilHeiden
StraßeHauptstraße (Heiden)
Hausnummer67
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeHeiden
Hausnummer008

Ehemals Heiden Nr. 8

Geschichte

In der Zeitspanne zwischen 1150 und 1250 erfolgte in Heiden eine Rodungsphase in der südlichen Gemarkung, in der die Waldhufenflächen gerodet wurden in dem Gebiet zwischen dem alten Lemgoer Hellweg (heute Friedrichshöhe) und dem Bach, der Südriedel und Heideriedel trennt (heute Papendiek). Es entstanden mehrere schematisch angelegte ca. 500 m lange Ackerflächen für die sechs Hofstellen Holste Nr.8, Dröge Nr.10, Stecker Nr.11, Cord Holste Nr.12, Barthold Neddermann Nr.14 und Grote, die sich im unteren Dorf nahe dem Oetternbach ansiedelten. [1]

Hausstätte Heiden ehem. Nr. 8, Foto: Hans-Christian Schall, 2009

Der Hof Holste Nr. 8 ist somit einer der ältesten Höfe in Heiden. Er wird im Landschatzregister von 1568 als „Holste by dem Stege“ bezeichnet, vermutlich wegen der Lage direkt an der Furt des Alten Lemgoer Hellweges durch den Oetternbach und in den Aufzeichnungen von Friemel 1728 als Holste benannt. [2]

Von dem zum Hof Holste Nr. 8 gehörenden Acker wurden vor 1881 die Grundstücke abgeteilt, auf denen damals die fünf Häuser Heiden Nr. 106-110 entstanden, heute Friedrichshöhe . [3]

Torbogen des Hauses Heiden ehem. Nr. 8, Foto: Hans-Christian Schall, 2009

Gebäude

Die Hausstätte Hauptstraße 67 / (bis 1970) Hauptstraße 27 / Heiden Nr. 8 ist ein Vier-Ständer-Fachwerkhaus, das östlich der Hauptstraße traufenständig mit deutlichem Abstand zur Straße steht. Das ehemalige Deelentor befindet sich im Südgiebel. Der Bau hat eine Breite von 10 Gefachen und eine Länge von 18 Gefachen. Die außen sichtbare Fachwerkkonstruktion besteht aus schmalen, gesägten Hölzern, was die Annahme erlaubt, dass der Bau in der Mitte des 19. Jahrhundert errichtet wurde. Die Inschrift im Torbogen ist stark verwittert und nicht mehr lesbar.

Das Gebäude ist in den letzten Jahrzehnten nach Aufgabe der Landwirtschaft zum Wohnhaus umgebaut worden.

Inschriften

Inschrift stark verwittert

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

  • 1829 [4] Holste, ein kleiner Halbmeier
  • 1855 [5] Holste, Joh. Siekmann, Moritz, Ernst (ab Juli 1882)
  • 1901[6] Ernst Moritz, Landwirt
  • 1926[7] Wilhelm Büschemeier, Landwirt

Literatur

Quellen

LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 121: Salbuch Vogtei Heiden 1829 Digitalisat.

LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 Digitalisat.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hans Hüls: Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes. Im Auftrag der Stadt Lage herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe. Detmold 1974. Gleichzeitig im Selbstverlag der Geographischen Komission für Westfalen erschienen. Online abrufbar S.127 ff
  2. Hüls, 1974, S.123 und Abb. 38
  3. Hüls 1974 S. 143
  4. LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 121: Salbuch Vogtei Heiden 1829, S.133
  5. LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 S.34-36
  6. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 257.ff.
  7. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 731.ff.

Autor

Lothar Kaup

Seitenhistorie

Seite erstellt am 11.03.2025 von Hans-Christian Schall

Letzte Änderung am: 23.07.2026 von Lothar Kaup