Brüntruper Straße 4 (Cappel): Unterschied zwischen den Versionen

Gebäude: Baubeschreibung ergänzt
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==Gebäude==
==Gebäude==


Einziger Kirchenbau des Klassizismus in Lippe, fertiggestellt 1828. Rechteckiger protestantischer Predigtsaal mit seitlichen Emporen, Kanzel und Abendmahlstisch in der Mitte der Nordseite.
Einziger Kirchenbau des Klassizismus in Lippe, erbaut 1828 nach Entwurf des Bückeburger Landbaumeisters Heinrich Julius Weissich (1794–1837). Rechteckiger protestantischer Predigtsaal mit seitlichen Emporen auf dorischen Säulen, Kanzel und Abendmahlstisch in der Mitte der Nordseite.
[[Datei: Kirche in Cappel.jpg | thumb | Kirche in Cappel. Foto: L. Kaup 2011]]
[[Datei: Kirche in Cappel.jpg | thumb | Kirche in Cappel. Foto: L. Kaup 2011]]
Die Kirche steht auf einem erhöhten Kirchplatz im Ortskern von Cappel, umgeben von einer Bruchsteinmauer mit einigen Treppenaufgängen.   
Die Kirche steht auf einem erhöhten Kirchplatz im Ortskern von Cappel, umgeben von einer Bruchsteinmauer mit einigen Treppenaufgängen.   


Der längsrechteckige Baukörper des Kirchenschiffes mit einer Länge von ca. 25 m und einer Breite von ca. 14 m besteht aus verputztem Bruchsteinmauerwerk mit einem hohen, mit Tonpfannen gedecktem Walmdach. Längsseiten mit fünf Arachsen, östliche Schmalseite mit drei Achsen. Putzbau mit Eckaquaderung und hohen Rundbogenfenstern. Mittelrisalit der Südseite mit Mitteleingang ("Brüntruper Tür"), darüber Halbkreisfenster und abschließender Dreiecksgiebel. Über dem Eingang an der Ostseite ("Großenmärper Tür") weiteres Halbhkreisfenster.
Der längsrechteckige Baukörper des Kirchenschiffes mit einer Länge von ca. 25 m und einer Breite von ca. 14 m besteht aus verputztem Bruchsteinmauerwerk mit einem hohen, mit Tonpfannen gedecktem Walmdach. Die Längsseiten mit fünf Fensterachsen, östliche Schmalseite mit drei Achsen. Putzbau mit Eckaquaderung und hohen Rundbogenfenstern. Rustizierter Mittelrisalit an der Südseite mit Mitteleingang ("Brüntruper Tür"), darüber Halbkreisfenster und abschließender Dreiecksgiebel. Über dem Eingang an der Ostseite ("Großenmärper Tür") ein weiteres Halbhkreisfenster.


Mittelalterlicher Westturm mit weit über die Landschaft ragendem spitzem Turmhelm. Der Turm hat eine Kantenlänge von 7 m und ist ebenfalls aus Bruchstein gemauert. Höhe des Turmschaftes ca. 20 m, mit dem achtseitigen, schiefergedeckten Turmhelm beträt die Gesamthöhe ca. 56 m.
Mittelalterlicher Westturm mit weit über die Landschaft ragendem spitzem Turmhelm. Der Turm hat eine Kantenlänge von 7 m und besteht aus verputztem Bruchsteinmauerwerk. Höhe des Turmschaftes ca. 20 m, mit dem achtseitigen, schiefergedeckten Turmhelm beträt die Gesamthöhe ca. 56 m.


Die Ausstattung der Kirche ist vielfältig. Sie umfasst u. a. die Kanzel um 1700, die Orgel von 1865, Abendmahlsgeräte von 1888, drei Stahlglocken von 1921, die 2024 durch ein neues Bronzegeläut ersetzt worden sind, zwei Kronleuchter von 1892, eine undatierten Opferstock aus schwerem Eichenholz, und einen Inschriftenstein von 1694 der Familie von Donop.  
Klassizistischer Predigtsaal mit glatter Muldendecke, seitliche Emporen auf jeweils sechs dorischen Säulen. Zentrale Kanzel mit seitlichem Aufgang hinter vergitterter Wand, sechseckiger Kanzelkorb mit Ecksäulchen und klassizistischen Malereien. Orgel mit neuromaischem Prospekt von 1865, Abendmahlsgeräte von 1888, zwei Kronleuchter von 1892, eine undatierter Opferstock aus schwerem Eichenholz am östlichen Eingang und ein Inschriftenstein von 1694 der Familie von Donop.
 
Glocken: Nach Ablieferung der ursprünglichen Glocken im Ersten Weltkrieg besaß die Kirche drei Stahlglocken von 1921. Diese wurden 2024 durch ein neues Bronzegeläut der Gießerei Bachert in Neunkirchen/Baden ersetzt.  


[[Datei: Kirche in Cappel, Innenraum.jpg | thumb | Kirche in Cappel, Innenraum mit Kanzel. Foto: L. Kaup 2011]]
[[Datei: Kirche in Cappel, Innenraum.jpg | thumb | Kirche in Cappel, Innenraum mit Kanzel. Foto: L. Kaup 2011]]