Brüntruper Straße 4 (Cappel): Unterschied zwischen den Versionen

Gebäude: Text zur Orgel ergänzt
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Mittelalterlicher Westturm mit weit über die Landschaft ragendem spitzem Turmhelm. Der Turm hat eine Kantenlänge von 7 m und besteht aus verputztem Bruchsteinmauerwerk. Höhe des Turmschaftes ca. 20 m, mit dem achtseitigen, schiefergedeckten Turmhelm beträgt die Gesamthöhe ca. 56 m.
Mittelalterlicher Westturm mit weit über die Landschaft ragendem spitzem Turmhelm. Der Turm hat eine Kantenlänge von 7 m und besteht aus verputztem Bruchsteinmauerwerk. Höhe des Turmschaftes ca. 20 m, mit dem achtseitigen, schiefergedeckten Turmhelm beträgt die Gesamthöhe ca. 56 m.
[[File:Blomberg - 2015-07-12 - Kirche Cappel, Innenraum-2.jpg|mini|Kirche in Cappel, Blick von der Ostempore in den Innenraum, 2015. Foto: Tsungam]]
[[File:Blomberg - 2015-07-12 - Kirche Cappel, Innenraum-2.jpg|mini|Kirche in Cappel, Blick von der Ostempore in den Innenraum, 2015. Foto: Wikimedia, Tsungam]]
'''Innentraum und Ausstattung:'''Klassizistischer Predigtsaal mit glatter Muldendecke, seitliche Emporen auf jeweils sechs dorischen Säulen, Gestühl aus dem 19. Jahrhundert. Zentrale Kanzel mit seitlichem Aufgang hinter vergitterten Wandelementen, sechseckiger Kanzelkorb mit Ecksäulchen und klassizistischen Malereien.
'''Innentraum und Ausstattung:'''Klassizistischer Predigtsaal mit glatter Muldendecke, seitliche Emporen auf jeweils sechs dorischen Säulen, Gestühl aus dem 19. Jahrhundert. Zentrale Kanzel mit seitlichem Aufgang hinter vergitterten Wandelementen, sechseckiger Kanzelkorb mit Ecksäulchen und klassizistischen Malereien, die 1950 freigelegt wurden.  
'''Orgel''' mit neuromaischem Prospekt von 1865. Abendmahlsgeräte von 1888, zwei Kronleuchter von 1892, undatierter Opferstock aus Eichenholz am östlichen Eingang, Inschriftenstein von 1694 der Familie von Donop. Zwei große, aus Eichenholz geschnitzte Tafeln mit den Namen der Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges hängen an der Innenseite der Südwand.
[[Datei: Kirche in Cappel, Innenraum.jpg | thumb | Kirche in Cappel, Innenraum mit Kanzel. Foto: L. Kaup 2011]]
[[Datei: Kirche in Cappel, Innenraum.jpg | thumb | Kirche in Cappel, Innenraum mit Kanzel. Foto: L. Kaup 2011]]
[[Datei: Kirche in Cappel, innen.jpg | thumb | Kirche in Cappel, östliche Empore. Foto: L. Kaup 2011]]
[[Datei: Kirche in Cappel, innen.jpg | thumb | Kirche in Cappel, östliche Empore. Foto: L. Kaup 2011]]


'''Glocken:''' Nach Ablieferung der ursprünglichen Glocken im Ersten Weltkrieg besaß die Kirche drei Gussstahlglocken der Gießerei "Bochumer Verein" von 1921. Diese wurden 2023 durch ein neues Bronzegeläut der Gießerei Bachert in Neunkirchen/Baden ersetzt.  
Abendmahlsgeräte von 1888, zwei Kronleuchter von 1892, undatierter Opferstock aus Eichenholz am östlichen Eingang, Inschriftenstein von 1694 der Familie von Donop. Zwei große, aus Eichenholz geschnitzte Tafeln mit den Namen der Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges von 1949 hängen an der Innenseite der Südwand.
 
===Orgel===
[[File:Blomberg - 2015-07-12 - Kirche Cappel, Orgel (02).jpg|mini|Kirche in Cappel, Orgel, 2015. Foto: Wikimedia, Tsungam]]
In der Cappeler Kirche gab es bereits um 1600 eine Orgel, eine Besonderheit in Lippe. Nach der Zerstörung und dem Wiederaufbau 1636 erhielt sie 1672 ein neues Instrument. 1795 wurde für die Detmolder Erlöserkirche eine Orgel des Orgelbauers Johann-Markus Oestreich angeschafft. Offenbar war der Detmolder Kantor Anton Heinrich Pustkuchen von dieser derart beeindruckt, dass er bei Oestreich drei weitere Orgeln mit jeweils 18 Registern in Auftrag gab, die in der lutherischen Kirche in Detmold (1805), in Cappel (1807) und in Schwalenberg (1814) aufgestellt wurden.[3] Beim Kircheneinsturz wurde die Orgel schwer beschädigt und für 385 Taler repariert. Sie genügte aber schon bald nicht mehr den Ansprüchen der Gemeinde und erhielt vom Paderborner Orgelbaumeister August Randebrock eine vernichtende Beurteilung.[4]
 
Die heutige Orgel mit neoromanischem Prospekt wurde 1865 oder 1868 durch den Paderborner Orgelbaumeister August Randebrock für 1257 Taler erstellt.[2] 1975 erfolgte eine umfassende Restaurierung durch die Firma Gustav Steinmann Orgelbau aus Vlotho. Das Instrument erhielt eine neue mechanische Spiel- und Registertraktur, neue Schleifladen und eine Gehäuseabdeckung. Erhalten blieben dagegen das Gehäuse, der Spieltisch und das Pfeifenwerk.[3]
 
===Glocken===
 
Nach Ablieferung der ursprünglichen Glocken im Ersten Weltkrieg besaß die Kirche drei Gussstahlglocken der Gießerei "Bochumer Verein" von 1921. Diese wurden 2023 durch ein neues Bronzegeläut der Gießerei Bachert in Neunkirchen/Baden ersetzt.  
[[Datei:Cappel, neue Bronzeglocken 2023.jpg|mini|Cappel, neue Bronzeglocken, 2023. www.kirche-cappel-istrup,de]]
[[Datei:Cappel, neue Bronzeglocken 2023.jpg|mini|Cappel, neue Bronzeglocken, 2023. www.kirche-cappel-istrup,de]]