Brokhauser Straße 77 (Brokhausen): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Brokhausen Nr. 9, Kötterhaus Mesch um 1960 FM Detmold.jpg|mini|Brokhausen Nr. 9, Kötterhaus Mesch, Zweiständerbau von 1577, um 1960. Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold, Bildsammlung]]
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[[Datei:Brokhausen, Kötterstätte Mesch Nr. 9, 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Brokhausen, Stätte Mesch Nr. 9. Lageplan nach Urkataster, 1880. Zeichnung: Stiewe 1980]]
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[[Datei:BRO-09_Mesch_HeinrSchäfer1957_BA_DT-59-26.png|thumb|Haus Mesch, Brokhausen Nr. 9, Foto: Heinrich Schäfer, 1957 (LLB, BA DT-59-26)]]
[[Datei:BRO-09_MeierBöke1955_BA_DT-59-22.png|thumb|Haus Mesch, Brokhausen Nr. 9, Torbogen, Foto: August Meier-Böke, 1955 (LLB, BA DT-59-22)]]
[[Datei:Brokhausen, Kötterhaus Mesch, 1573 Hansen 1972.jpg|mini|Brokhausen, Kötterhaus Mesch, 1577. Zeichnungen von Wilhelm Hansen, 1972, nach Aufmaß Baupflegeamt Westfalen, ca. 1960]]
Mesch, vor 1577 gegründete Kleinkötterstätte, alte Kolonatsnummer Brokhausen Nr. 9. Wohnhaus 1577 erbaut, 1962 Abbau für das Westfälische Freilichtmuseum Detmold. Das Haus stand am Broker Bach südlich des Neubaus Brokhauser Straße 77.  
Mesch, vor 1577 gegründete Kleinkötterstätte, alte Kolonatsnummer Brokhausen Nr. 9. Wohnhaus 1577 erbaut, 1962 Abbau für das Westfälische Freilichtmuseum Detmold. Das Haus stand am Broker Bach südlich des Neubaus Brokhauser Straße 77.  


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==Gebäude==
==Gebäude==
[[Datei:BRO-09_Mesch_HeinrSchäfer1957_BA_DT-59-26.png|thumb|Haus Mesch, Brokhausen Nr. 9, Foto: Heinrich Schäfer, 1957 (LLB, BA DT-59-26)]]
[[Datei:BRO-09_MeierBöke1955_BA_DT-59-22.png|thumb|Haus Mesch, Brokhausen Nr. 9, Torbogen, Foto: August Meier-Böke, 1955 (LLB, BA DT-59-22)]]
[[Datei:Brokhausen, Kötterhaus Mesch, 1573 Hansen 1972.jpg|mini|Brokhausen, Kötterhaus Mesch, 1577. Zeichnungen von Wilhelm Hansen, 1972, nach Aufmaß Baupflegeamt Westfalen, ca. 1960]]
Zweiständer-Fachwerkbau von 1577 (i), 4 Fache lang mit eingezogenem zweigeschossigem Kammerfach des 18. Jahrhunderts. Verbretterter Giebel, auf Hakenbalken mit gekehlten Taubandknaggen vorkragend.<ref>Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschland und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 322.</ref> Die tragenden Hauptständer im Giebel sind durch beidseitige Kopfbänder hervorgehoben, auch die Ständer der niedrigen Längswände der Stallabseiten (Kübbungen) sind mit bogenförmig gereihten Kopfbändern versehen. Das linke Seitenschiff enthielt möglicherweise eine Zimmermannswerkstatt, im rechten Seitenschiff befanden sich ein Kuhstall, Futterkammer, Schlafkammer und eine Waschlucht mit Ausgussstein. Offenes Herdfeuer am Ende der hohen Diele (Rekonstruktion im Lippischen Landesmuseum), im später angebauten Kammerfach des 18. Jahrhunderts Stube und Schlafkammer. Ein Gefügemodell des Hauses befindet sich im Lippischen Landesmuseum Detmold.
Zweiständer-Fachwerkbau von 1577 (i), 4 Fache lang mit eingezogenem zweigeschossigem Kammerfach des 18. Jahrhunderts. Verbretterter Giebel, auf Hakenbalken mit gekehlten Taubandknaggen vorkragend.<ref>Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschland und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 322.</ref> Die tragenden Hauptständer im Giebel sind durch beidseitige Kopfbänder hervorgehoben, auch die Ständer der niedrigen Längswände der Stallabseiten (Kübbungen) sind mit bogenförmig gereihten Kopfbändern versehen. Das linke Seitenschiff enthielt möglicherweise eine Zimmermannswerkstatt, im rechten Seitenschiff befanden sich ein Kuhstall, Futterkammer, Schlafkammer und eine Waschlucht mit Ausgussstein. Offenes Herdfeuer am Ende der hohen Diele (Rekonstruktion im Lippischen Landesmuseum), im später angebauten Kammerfach des 18. Jahrhunderts Stube und Schlafkammer. Ein Gefügemodell des Hauses befindet sich im Lippischen Landesmuseum Detmold.