Hellweg 390 (Kachtenhausen): Unterschied zwischen den Versionen

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==Gebäude==
==Gebäude==
'''Haupthaus von 1765''', erbaut nach Brand eines älteren Vorgängerbaus.<ref>Der Brandschaden betrug 920 Taler; Aufstellung vom 3. Mai 1765 über Brandschäden in Lippe seit dem 11. November 1763. Stadtarchiv Blomberg, Altes Archiv III/D III a 1.</ref> Großer Vierständerbau von 14 m Breite und ca. 28 m Länge, altes Kammerfach um 1880 durch neuen, größeren Wonteil mit zweigeschossigem Kammerfach, Bruchsteinaußenwänden und Fachwerkgiebel ersetzt. 6,8 m breite und 4,5 m hohe Diele, Kuhställe im schmaleren linken Seitenschiff, sechs Kuhstallöffnungen mit Kuhnackenriegeln und barocken Kopfbändern in der linken Dielenwand, Pferdeställe im breitern rechten Seitenschiff. Flett mit hoher Lucht links und halbhoher Lucht mit barocken Kopfbändern rechts, Räucherbühne über der früheren Herdstelle mit mittiger achteckiger Stütze. Wirtschaftsteil von 1765 nach Teileinsturz 1987 abgebrochen, jüngerer Wohnteil aus der Zeit um 1880 erhalten.<ref>Aufmaß von H. Stiewe 1987; vgl. Stiewe, Fachwerk und Bruchstein 2004, S. 243f.</ref>
'''Haupthaus von 1765''', erbaut nach Brand eines älteren Vorgängerbaus.<ref>Der Brandschaden betrug 920 Taler; Aufstellung vom 3. Mai 1765 über Brandschäden in Lippe seit dem 11. November 1763. Stadtarchiv Blomberg, Altes Archiv III/D III a 1.</ref> Großer Vierständerbau von 14 m Breite und ca. 28 m Länge, altes Kammerfach um 1880 durch neuen, größeren Wonteil mit zweigeschossigem Kammerfach, Bruchsteinaußenwänden und seitlichen Queranbauten ersetzt. 6,8 m breite und 4,5 m hohe Diele, Kuhställe im schmaleren linken Seitenschiff, sechs Kuhstallöffnungen mit Kuhnackenriegeln und barocken Kopfbändern in der linken Dielenwand, Pferdeställe im breitern rechten Seitenschiff. Flett mit hoher Lucht links und halbhoher Lucht mit barocken Kopfbändern rechts, Räucherbühne über der früheren Herdstelle mit mittiger achteckiger Stütze. Wirtschaftsteil von 1765 nach Teileinsturz 1987 abgebrochen, jüngerer Wohnteil aus der Zeit um 1880 erhalten.<ref>Aufmaß von H. Stiewe 1987; vgl. Stiewe, Fachwerk und Bruchstein 2004, S. 243f.</ref>


'''Leibzuchtshaus, erbaut 1785''' unter Verwendung wesentlicher Bauteile eines älteren Meierhauses von 1553 (heute Hellweg 388). Kleiner Vierständerbau von 5 Fachen mit Brettergiebel, auf gedrungenen, vorn gekürzten Knaggen vorgekragt. Knaggen am Torbogen mit tartschenförmigen Wappenschilden, auf der linken Knagge die eingeschnittene Jahreszahl 1553. Hauptständer im Giebelfachwerk durch auffallend große, gekehlte Kopfbänder markiert, Torbogen aus sehr breiten Hölzern mit feinen Tulpenranken und Sechssternen sowie fünfzeiliger Inschrift von 1785.<ref>Aufmaß von H. Stiewe 1987; vgl. Stiewe, Fachwerk und Bruchstein 2004, S. 230f.</ref>
'''Leibzuchtshaus, erbaut 1785''' unter Verwendung wesentlicher Bauteile eines älteren Meierhauses von 1553 (heute Hellweg 388). Kleiner Vierständerbau von 5 Fachen mit Brettergiebel, auf gedrungenen, vorn gekürzten Knaggen vorgekragt. Knaggen am Torbogen mit tartschenförmigen Wappenschilden, auf der linken Knagge die eingeschnittene Jahreszahl 1553. Hauptständer im Giebelfachwerk durch auffallend große, gekehlte Kopfbänder markiert, Torbogen aus sehr breiten Hölzern mit feinen Tulpenranken und Sechssternen sowie fünfzeiliger Inschrift von 1785.<ref>Aufmaß von H. Stiewe 1987; vgl. Stiewe, Fachwerk und Bruchstein 2004, S. 230f.</ref>