Bad Meinberger Straße 158 (Oberschönhagen): Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei: Bad Meinberger Straße 158 1937.jpg|thumb|Bad Meinberger Straße 158, 1937. Foto: Privatbesitz]] | [[Datei: Bad Meinberger Straße 158 1937.jpg|thumb|Oberscchönhagen, Kötterhaus Bad Meinberger Straße 158, 1937. Das Haus ist zu Pfingsten (?) mit Birkengrün am Torbogen geschmückt, davor haben sich die Bewohner aufgestellt. Foto: Privatbesitz]] | ||
[[Datei: Bad Meinberger Straße 158 1955.jpg|thumb|Bad Meinberger Straße 158, 1955. Foto: Privatbesitz]] | [[Datei: Bad Meinberger Straße 158 1955.jpg|thumb|Kötterhaus Bad Meinberger Straße 158, 1955. Foto: Privatbesitz]] | ||
[[Datei: Bad Meinberger Straße 158 1969.jpg|thumb|Bad Meinberger Straße 158, 1969. Foto: Privatbesitz]] | [[Datei: Bad Meinberger Straße 158 1969.jpg|thumb|Kötterhaus Bad Meinberger Straße 158, 1969. Im Hintergrund der Hof Oberschönhagen Nr. #, Bad Meinberger Str. ###. Foto: Privatbesitz]] | ||
[[Datei: Bad Meinberger Straße 158 NW.jpg|thumb|Bad Meinberger Straße 158, 1979. Foto: Wilfried Funke]] | [[Datei: Bad Meinberger Straße 158 NW.jpg|thumb|Das leerstehende Kötterhaus Bad Meinberger Straße 158, 1979. Foto: Wilfried Funke]] | ||
[[Datei: Bad Meinberger Straße 158 SO.jpg|thumb|Bad Meinberger Straße 158, 1979. Foto: Wilfried Funke]] | [[Datei: Bad Meinberger Straße 158 SO.jpg|thumb|Kötterhaus Bad Meinberger Straße 158, 1979. Rechts ist die um 1850 angefügte Abseite zu erkennen. Foto: Wilfried Funke]] | ||
[[Datei: Bad Meinberger Straße 158 SW.jpg|thumb|Bad Meinberger Straße 158, 2018. Foto: Wilfried Funke]] | [[Datei: Bad Meinberger Straße 158 SW.jpg|thumb|Kötterhaus Bad Meinberger Straße 158, 2018. Zustand nach der Renovierung 1992. Foto: Wilfried Funke]] | ||
[[Datei: Bad Meinberger Straße 158 NO.jpg|thumb|Bad Meinberger Straße 158, 2018. Foto: Wilfried Funke]] | [[Datei: Bad Meinberger Straße 158 NO.jpg|thumb|Bad Meinberger Straße 158, 2018. Ansicht von Nordosten mit Abseite von um 1850 und Backofen. Foto: Wilfried Funke]] | ||
Das kleine Fachwerkhaus wurde in traditioneller Zimmermannstechnik als Vierständerhaus von vier Fachen (fünf Gebinden) Länge aus Eichenholz errichtet. Das Haus ist gegliedert in eine leicht nach Westen versetzte Mitteldiele und zwei zweigeschossige Seitenschiffe. | Das kleine Fachwerkhaus wurde im 18. Jahrhundert in traditioneller Zimmermannstechnik als Vierständerhaus von vier Fachen (fünf Gebinden) Länge aus Eichenholz errichtet. Das Haus ist gegliedert in eine leicht nach Westen versetzte Mitteldiele und zwei zweigeschossige Seitenschiffe. | ||
Die Dachbalken sind in die Traufwandständer eingehälst, auf denen Sparrenschwellen als Oberrähme aufgelegt sind. Das Dachwerk besteht aus einem einfachen Sparrendach mit doppelter Kehlbalkenlage ohne Unterzüge. Die verbretterten Giebeldreiecke kragen auf profilierten Stichköpfen leicht vor und sind mit Hochsäulen versehen. Die Sparrenpaare sind im Bereich der westlichen Zapfverbindungen mit den Kehlbalken von Süden nach Norden mit eingekerbten Abbundzeichen durchnummeriert.Die Hölzer im Dachwerk zeigen keine Spuren aus Zweitverwendung. | Die Dachbalken sind in die Traufwandständer eingehälst, auf denen Sparrenschwellen als Oberrähme aufgelegt sind. Das Dachwerk besteht aus einem einfachen Sparrendach mit doppelter Kehlbalkenlage ohne Unterzüge. Die verbretterten Giebeldreiecke kragen auf profilierten Stichköpfen leicht vor und sind mit Hochsäulen versehen. Die Sparrenpaare sind im Bereich der westlichen Zapfverbindungen mit den Kehlbalken von Süden nach Norden mit eingekerbten Abbundzeichen durchnummeriert.Die Hölzer im Dachwerk zeigen keine Spuren aus Zweitverwendung. | ||
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Links vom Dielentor befindet sich an der Südwestecke des Hauses die zugemauerte Tür des ehemaligen Kuh- und späteren Ziegenstalles im westlichen Seitenschiff. | Links vom Dielentor befindet sich an der Südwestecke des Hauses die zugemauerte Tür des ehemaligen Kuh- und späteren Ziegenstalles im westlichen Seitenschiff. | ||
Am Nordgiebel befindet sich ein ehemaliger Schweinestallanbau aus Sandsteine-Bruchsteinen mit Satteldach und Hohlziegeldeckung. Dahinter befand sich eingezäunter Auslauf aus Holzbohlen, der seit den 1970er Jahren nicht mehr vorhanden ist. | Am Nordgiebel befindet sich ein ehemaliger Schweinestallanbau aus Sandsteine-Bruchsteinen mit Satteldach und Hohlziegeldeckung. Dahinter befand sich eingezäunter Auslauf aus Holzbohlen, der seit den 1970er Jahren nicht mehr vorhanden ist. Das bedeutet, dass diese Hölzer wiederverwendet worden sind. Das heutige Kötterhaus dürfte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts oder um 1800 entstanden sein. | ||
Der östliche Fachwerkanbau mit dem flacheren Dach | Der östliche Fachwerkanbau mit dem flacheren Dach wurde ca. 1850 hinzugefügt, als das Haus von mehreren Generationen der Familie Müsse bewohnt wurde. Die Gefache waren ursprünglich mit einem hellblauen Kalkanstrich und danach mit verschiedenfarbigen Anstrichschichten versehen; eine kleine Fläche der unsprünglichen Farben ist auf der Ostseite unter einer Plexiglasplatte sichtbar. Aktuell sind die Gefache des Anbaues wieder hellblau gestrichen. | ||
Dendrochronologische Untersuchungen im Jahr 2005 ergaben für einign Hölzern des Dachstuhls anhand des Abstandes und der Breiten der Jahresringe das Fälldatum Winter 1731/32. Einige dieser waren bereits in einem Vorgängerbau verarbeitet gewesen, was an den Abbundzeichen der Zimmerleute und nicht genutzten Zapfen- und Holznagellöchern erkennbar ist. | Dendrochronologische Untersuchungen im Jahr 2005 ergaben für einign Hölzern des Dachstuhls anhand des Abstandes und der Breiten der Jahresringe das Fälldatum Winter 1731/32. Einige dieser waren bereits in einem Vorgängerbau verarbeitet gewesen, was an den Abbundzeichen der Zimmerleute und nicht genutzten Zapfen- und Holznagellöchern erkennbar ist. | ||