Lübecker Straße 14 (Diestelbruch): Unterschied zwischen den Versionen
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Gut erhaltenes | Gut erhaltenes Fachwerkhaus von 1723 (i), Vierständerbau mit zweistöckiger Utlucht links, jüngerem Vorbau und seitlicher Abschleppung rechts. Dielentor um 1960 zugesetzt und kleine Eingangstür eingebaut. Torbogen mit sechszeiliger Inschrift und Stern und Rose in Tulpenkränzen, kannelierte Balkenköpfe. Seit 1987 eingetragenes Baudenkmal. | ||
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Aktuelle Version vom 30. Juli 2026, 17:34 Uhr
| Lübecker Straße 14 (Diestelbruch) | |
|---|---|
| Ortsteil | Diestelbruch |
| Straße | Lübecker Straße (Diestelbruch) |
| Hausnummer | 14 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | |
| Gemeinde | Leistrup-Meiersfeld |
| Hausnummer | 41 |
Frühere Hausstätte Leistrup-Meiersfeld Nr. 41, gegründet 1723. Von 1954 bis zur Großgemeindebildung 1970 führte die Stätte die Adresse Blumenstraße 2.


Geschichte
Die Stätte wurde 1723 von Hermann Conrad Weber aus Kohlstädt († 1730) und Anna Louise Meier aus Dedinghausen bei Lippspringe gegründet, die 1714 in Schlangen geheiratet hatten. Der Stättengründer war gräflicher Förster im Leistruper Wald, die Stätte allerdings sein Privatbesitz. Sein Bruder, Amtsnachfolger und Hauserbe Friedrich Adolph Weber († 1761) konnte für die Stätte 1732 die erbliche Freiheit von Abgaben und Lasten erlangen. In der Volkszählung von 1776 wurde das Haus als "Webersches Guth in Diestelbruch" unter den "Exemten", also den von Steuern und Abgaben befreiten Kolonaten, erfasst; es wurde von dem "Hatzjäger" Weber mit fünf Personen bewohnt.[1]
Gebäude
Gut erhaltenes Fachwerkhaus von 1723 (i), Vierständerbau mit zweistöckiger Utlucht links, jüngerem Vorbau und seitlicher Abschleppung rechts. Dielentor um 1960 zugesetzt und kleine Eingangstür eingebaut. Torbogen mit sechszeiliger Inschrift und Stern und Rose in Tulpenkränzen, kannelierte Balkenköpfe. Seit 1987 eingetragenes Baudenkmal.
Inschriften
Torbogeninschrift:
PSALM XXV [25] NACH DIR HERR VERLANGET MICH MEIN GOTT DEN ICH HOFFE/ AUFF DICH LAS MICH NICHT ZU SCHANDEN WERDEN DAS SICH MEINE FEINDE / NICHT FREUEN UBER MICH CUNRADUS WEBER AUS DEM KOLSTÄTE / EURE HOCHGRÄFLICHGE GNADEN IHRE FÜRSSTER UND ANNA LAWISA / MEIERS VON DEGENNHAUSEN DIE HABEN DIS HAUS MIT DER HÜLFE GOTTES / LASSEN BAUEN O HERR HILF O HERR LAS ALLES WOL GELINGEN / ANNO 1723 DEN 2.IUNIUS M[eister] B F.
Inschrift an der Stockwerkschwelle der Utlucht:
HERR GOTT DEINE GÜTE FÜHR UNS AUF RECHTER BAHN HERR CHRIST UNS WOLLE H[...]
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
- Volkszählung 1776: „Webersches Guth in Diestelbruch“ (ohne Hausnummer unter den "Exemten des Amtes Detmold"), Hatzjäger Weber, 5 Pers.[2]
- Adressbuch 1901: Heinrich Blanke, Ziegler.[3]
- Adressbuch 1926: Heinrich Siek, Arbeiter; Johanne Siek, Näherin; Johanne Blanke, Witwe; Heinrich Blanke, Arbeiter; Auguste Blanke, Haustochter; Helene Blanke, Haustochter.[4]
Literatur
Roland Linde, Diestelbruch. Von der Bauerschaft Leistrup-Meiersfeld zum Ortsteil der Stadt Detmold, Lage 2016, S. 93 f.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1448, S. 254-255. Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1448, S. 254-255. Digitalisat.
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 218.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 697.
Autor(innen)
Seitenhistorie
Seite erstellt am 06.03.2024 von Admin
Letzte Änderung am: 30.07.2026 von Heinrich Stiewe