Im Seligen Winkel 12 (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen

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==Gebäude==
==Gebäude==
Fachwerk-Giebelhaus, dreischiffiges Dielenhaus mit Mitteldiele von sechs Fachen (7 Gebinden). Breites Seitenschiff mit straßenseitiger Stube links, anschließender Kammer und zweifachiger hoher Lucht (Herdraum), später Räucherbühne eingezogen. Schmales Seitenschiff rechts, vermutlich mit bauzeitlichem Kuhstall, später zweite Stube eingebaut.
Fachwerk-Giebelhaus, dreischiffiges Dielenhaus mit Mitteldiele von sechs Fachen (7 Gebinden). Breites Seitenschiff mit straßenseitiger Stube links, anschließender Kammer und zweifachiger hoher Lucht (Herdraum), später Räucherbühne eingezogen. Schmales Seitenschiff rechts, vermutlich mit bauzeitlichem Kuhstall, später an dessen Stelle zweite Stube eingebaut.


Zweifach auf Stichbalkenköpfen vorkragender Giebel mit Spätrenaissance-Dekor: Inschrift, Zahnschnitt, Beschlagwerk, Füllehölzer mit gereihten Akanthusblättern und paarweise angeordneten Walfischen. Breiter Sturzriegel mit Beschlagwerk-Schnitzerei über den Stubenfenstern, früher breites, bleiverglastes Fensterband.
Zweifach auf Stichbalkenköpfen vorkragender Giebel mit Spätrenaissance-Dekor: Inschrift, Zahnschnitt, Beschlagwerk, Füllehölzer mit gereihten Akanthusblättern und paarweise angeordneten Walfischen. Breiter Sturzriegel mit Beschlagwerk-Schnitzerei über den Stubenfenstern, früher breites, bleiverglastes Fensterband.

Version vom 6. August 2026, 03:03 Uhr

Im Seligen Winkel 12 (Blomberg)
OrtsteilBlomberg (Kernstadt)
StraßeIm Seligen Winkel (Blomberg)
Hausnummer12
Karte
Adressbuch von 1901Ja

Alte Hausnummer 19. Bestehendes Haus erbaut 1661 von Küster Hsns Lalke und Ilsabein Brachts.

Geschichte

Gebäude

Fachwerk-Giebelhaus, dreischiffiges Dielenhaus mit Mitteldiele von sechs Fachen (7 Gebinden). Breites Seitenschiff mit straßenseitiger Stube links, anschließender Kammer und zweifachiger hoher Lucht (Herdraum), später Räucherbühne eingezogen. Schmales Seitenschiff rechts, vermutlich mit bauzeitlichem Kuhstall, später an dessen Stelle zweite Stube eingebaut.

Zweifach auf Stichbalkenköpfen vorkragender Giebel mit Spätrenaissance-Dekor: Inschrift, Zahnschnitt, Beschlagwerk, Füllehölzer mit gereihten Akanthusblättern und paarweise angeordneten Walfischen. Breiter Sturzriegel mit Beschlagwerk-Schnitzerei über den Stubenfenstern, früher breites, bleiverglastes Fensterband.

Inschriften

Inschrift auf dem Torsturz:

HANS LALKE . ILSABEIN BRACHTS / ANNO CHRISTI 1661

Untere Giebelschwelle:

IM HAUSE DES GOTTLOSEN IST DER FLUCH DES HERRN ABER DAS HAUS DER GERECHTEN WIRD GESEGNET. PROVERB. III. VERSUS. XXXIII.

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

Erbauer war Hans Lalke, der Küster (Bürgerrecht 1650), er starb 1683. Seine Tochter heiratete 1686 Christoffer Vesting und 1721 in zweiter Ehe Johann Ernst Heringlake, beide waren Schuhmacher.

1776 (VZ): Witwe des Christoph Heringlake mit zwei Kindern und 1 Kuh, 1 Rind, 1 Schwein sowie als deren eingeheuerter (Mieter) Metzger Anton Hellmeyer mit einem Schwein.

1782 und 1801 (VZ): Schlosser und Kleinschmied Johann Friedrich Striekling mit Familie und einem Gesellen.

1835 (VZ): Schuhmacher Justus Bernhard Vesting (Bürgerrecht 1807) mit Familie, 1 Pferd, 1 Kuh, 1 Rind, 2 Schweine.

1878 (GV): Sohn August Vesting, Schuhmacher (Bürgerrecht 1839).

Literatur

Heinz-Walter Rolf, Die Bürger der Stadt Blomberg. Namen - Daten - Berufe - Häuser. 1525–1910, Blomberg 1996.

Heinrich Stiewe, Hausbau und Sozialstruktur in einer niederdeutschen Kleinstadt. Blomberg zwischen 1450 und 1870 (Schriften des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold – Landesmuseum für Volkskunde; 13), Detmold 1996.

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise


Autor*innen

Heinrich Stiewe

Seitenhistorie

Seite erstellt am 06.08.2026 von Heinrich Stiewe

Letzte Änderung am: 06.08.2026 von Heinrich Stiewe