Neue Torstraße 10 (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen

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Giebel mit Dekor der Spätrenaissance: Zahnschnitt, Beschlagwerk, Füllhölzer mit Ranken und gereihten Aktanthusblättern, Firstdreieck mit Rosette. Kräftiger Sturzriegel mit verwittertem Beschlagwerk über den Stubenfenstern links, ehemals breites, bleiverglastes Fensterband der Stube. Sturzriegel des Stubenfensters und des Dielentores sowie Giebelschwelle ehemals von hölzernen Gesimsleisten abgeschlossen, Abdrücke erhalten. Dielentor in der ersten Hälfte des 19. Jh. in Richtung Gebäudemitte verschoben und Torkopfbänder beschnitten, um einen flachen Segmentbogen zu erhalten. Inschrift und Schnitzdekor des Torbogens nicht erhalten, vermutlich abgehobelt.  
Giebel mit Dekor der Spätrenaissance: Zahnschnitt, Beschlagwerk, Füllhölzer mit Ranken und gereihten Aktanthusblättern, Firstdreieck mit Rosette. Kräftiger Sturzriegel mit verwittertem Beschlagwerk über den Stubenfenstern links, ehemals breites, bleiverglastes Fensterband der Stube. Sturzriegel des Stubenfensters und des Dielentores sowie Giebelschwelle ehemals von hölzernen Gesimsleisten abgeschlossen, Abdrücke erhalten. Dielentor in der ersten Hälfte des 19. Jh. in Richtung Gebäudemitte verschoben und Torkopfbänder beschnitten, um einen flachen Segmentbogen zu erhalten. Inschrift und Schnitzdekor des Torbogens nicht erhalten, vermutlich abgehobelt.  


Zweischiffiges Dielen-Vorderhaus von 6 Fachen entspricht dem Kernbau von 1450-54 (d), von dem Balkenlage und Dachwerk erhalten sind. Knapp 60 Grad steiles Kehlbalkendach mit zwei mit halbem Schwalbenschwanz angeblatteten Kehlbalken. Aufgelegte Dachbalken, mit den Ständern durch verzapfte Kopfbänder verstrebt. Seitenschiff bei Umbau 1609-11 (d) um gut einen Meter zur Diele verbreitert, seitdem vier Fach langer Stubeneinbau mit straßenseitiger Stube und anschließdener Kammer. Dahinter frühere hohe Küchenlucht über zwei Fache mit verstärktem Rähm und Kopfbändern. Höheres Hinterhaus von 2 Fachen Tiefe 1745 (d) über älterem Gewölbekeller, ersetzt ein mindestens seit 1611 (d) bestehendes Hinterhaus. Früherer Saal um 1880 als Tischlerwerkstatt genutzt. Um 1865 Einbau eines zweiten, sehr schmalen Seitenschiffes an der rechten Seite der Diele mit einem Fenster zur Straße, später wieder entfernt und Fenster vermauert (Zapfspuren an der Diele erhalteln). 1913 Einbau eines Schornsteins für den Stubenofen (Bauakte).
Das zweischiffiges Dielen-Vorderhaus von 6 Fachen entspricht dem Kernbau von 1450-54 (d), von dem Balkenlage und Dachwerk erhalten geblieben sind. Knapp 60 Grad steiles Sparrenndach mit zwei mit halbem Schwalbenschwanz angeblatteten Kehlbalkenlagen. Aufgelegte Dachbalken, mit den Ständern durch verzapfte Kopfbänder verstrebt. Seitenschiff bei Umbau 1609-11 (d) um gut einen Meter zur Diele verbreitert, seitdem vier Fach langer Stubeneinbau mit straßenseitiger Stube und anschließdener Kammer. Dahinter frühere hohe Küchenlucht über zwei Fache mit verstärktem Rähm und Kopfbändern, zwei hochliegende große Fenster zur Traufgasse. Höheres Hinterhaus von 2 Fachen Tiefe 1745 (d) über älterem Gewölbekeller, ersetzt ein mindestens seit 1611 (d) bestehendes Hinterhaus. Früherer Saal um 1880 als Tischlerwerkstatt genutzt.  
 
Um 1865 Einbau eines zweiten, sehr schmalen Seitenschiffes an der rechten Seite der Diele mit einem Fenster zur Straße, später wieder entfernt und Fenster vermauert (Zapfspuren an der Diele erhalteln). 1913 Einbau eines Schornsteins für den Stubenofen (Bauakte).


==Inschriften==
==Inschriften==