Brinkstraße 4 (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen
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Straßengiebeldreieck aus Fachwerk von 1571 erhalten, ehemals auf Knaggen vorkragend, Giebelschwelle mit Profilen und breitem Tauband, in der Mitte kurze Inschrift. Das erhaltene Giebelfachwerk war vermutlich mit Backsteinen ausgemauert, es besteht aus einem mittigen Spitzständer und jeweils drei seitlichen Giebelständern, die leicht zur Mitte geneigt sind und damit eine fächerförmige Anordnung zeigen, wie sie z. B. aus Braunschweig bekannt ist.<ref>Fricke, Bürgerhaus Braunschweig, S. 58f.</ref> Drei Giebelständer mit beidseitign dreieckigen Fußbändern und darauf geschnitzten Fächerrosetten, auch diese Gestaltung verweist auf niedersächsische Vorbilder (vgl. Neue Torstra0e 14, 1560; Burg, Ostflügel, 1567).<ref>Dazu Gaul, Zierschnitereien, S. 58 und 66.</ref> | Straßengiebeldreieck aus Fachwerk von 1571 erhalten, ehemals auf Knaggen vorkragend, Giebelschwelle mit Profilen und breitem Tauband, in der Mitte kurze Inschrift. Das erhaltene Giebelfachwerk war vermutlich mit Backsteinen ausgemauert, es besteht aus einem mittigen Spitzständer und jeweils drei seitlichen Giebelständern, die leicht zur Mitte geneigt sind und damit eine fächerförmige Anordnung zeigen, wie sie z. B. aus Braunschweig bekannt ist.<ref>Fricke, Bürgerhaus Braunschweig, S. 58f.</ref> Drei Giebelständer mit beidseitign dreieckigen Fußbändern und darauf geschnitzten Fächerrosetten, auch diese Gestaltung verweist auf niedersächsische Vorbilder (vgl. Neue Torstra0e 14, 1560; Burg, Ostflügel, 1567).<ref>Dazu Gaul, Zierschnitereien, S. 58 und 66.</ref> | ||
Das Untergeschossfachwerk des Giebels kann nach wenigen erhaltenen Hölzern und Holznagel-Bohrlöchern im Giebelbalken rekonstruiert werden: Leicht aus der Mitte nach rechts verschobener Torbogen mit umlaufendem, | Das Untergeschossfachwerk des Giebels kann nach wenigen erhaltenen Hölzern und Holznagel-Bohrlöchern im Giebelbalken rekonstruiert werden: Leicht aus der Mitte nach rechts verschobener Torbogen mit umlaufendem, doppeltem Tauband und Perlschnur, der linke Torständer und die beiden Eckständer als tragende Hauptständer des Dreiständerbaus waren mit Kopfbändern hervorgehoben. Ein Rest des Torsturzes mit bogenförmigem Zierband mit Taubändern und Inschriftrest ...RNHART WA... als senkrechter Stiel im Giebelfachwerk verbaut, Schnitzereien auf älteren Fotos noch erkennbar, später abgearbeitet. | ||
'''Umbauten im 19. und 20. Jahrhundert:''' Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude erheblich umgebaut und erweitert; die Baudaten sind durch Wertsteigerungen und Beschreibungen in den Taxationsprotokollen zur Brandversicherung überliefert: 1834 wurde das Außenwandfachwerk der linken Traufwand und im Dielen-Untergeschoss des Vordergiebels erneuert, gleichmäßiges Rasterfachwerk mit drei Riegelreihen und zwei gegenläufigen, gekrümmten Fußstreben (am Vordergiebel nur am rechten Eckständer). | '''Umbauten im 19. und 20. Jahrhundert:''' Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude erheblich umgebaut und erweitert; die Baudaten sind durch Wertsteigerungen und Beschreibungen in den Taxationsprotokollen zur Brandversicherung überliefert: 1834 wurde das Außenwandfachwerk der linken Traufwand und im Dielen-Untergeschoss des Vordergiebels erneuert, gleichmäßiges Rasterfachwerk mit drei Riegelreihen und zwei gegenläufigen, gekrümmten Fußstreben (am Vordergiebel nur am rechten Eckständer). Später wurde die Diele zweigeschossig durchgebaut und das Dielentor durch eine zweiflügelige Haustür mit zwei seitlichen Fenstern ersetzt. 1857 wurde das Haus um ein Hinterhaus von vier kürzeren Fachen erweitert; Fachwerk aus relativ dünnen Hölzern mit Eckfußstreben in den hinteren Fachen. Um 1970 Umbau des Hauseingangs und Einbau einer Garage rechts daneben; Garagentor um 2025 wieder zurückgebaut. | ||
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