Mönkebergweg o. Nr. (Brokhausen): Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| Zeile 7: | Zeile 7: | ||
|Ortsteil1901=Brokhausen | |Ortsteil1901=Brokhausen | ||
|Hausnummer1901=001 | |Hausnummer1901=001 | ||
}} | }}Binnenkotten zum [[Brokhauser Straße 89 (Brokhausen)|Hof Potthoff]] Nr. 1 "auf dem Bohlen", gegründet 1829. Die Kötterstätte lag in der Feldmark in der Nähe des Mönkebergweges. Die Gebäude wurden 1981 abgebrochen, die Stätte wurde nicht wieder bebaut. | ||
Binnenkotten zum [[Brokhauser Straße 89 (Brokhausen)|Hof Potthoff]] Nr. 1 "auf dem Bohlen", gegründet 1829. Die Kötterstätte lag in der Feldmark in der Nähe des Mönkebergweges. Die Gebäude wurden 1981 abgebrochen, die Stätte wurde nicht wieder bebaut. | |||
[[Datei:Brokhausen, Hof Potthoff, Kotten, Lageplan 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Kotten auf dem Bohlen, Lageplan nach Urkataster 1880. Zeichnug: Stiewe 1984]] | [[Datei:Brokhausen, Hof Potthoff, Kotten, Lageplan 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Kotten auf dem Bohlen, Lageplan nach Urkataster 1880. Zeichnug: Stiewe 1984]] | ||
[[Datei:Brokhausen, Hof Potthoff, Kotten 1 Stiewe 1985.jpg|mini|Brokhausen, Hof Potthoff, Kotten auf dem Bohlen. Kötterhaus, ca. 1829, Ansichten und Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1980]] | |||
[[Datei:Brokhausen, Hof Potthoff, Kotten 2 Stiewe 1985.jpg|mini|Kotten auf dem Bohlen, Kötterhaus von 1829. Längsschnitte und Grundriss. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1980.]] | |||
[[Datei:Brokhausen, Kotten auf dem Bohlen, Foto um 1950 Stiewe 1985.jpg|mini|Kotten auf dem Bohlen, Foto um 1950]] | |||
[[Datei:Brokhausen, Hof Potthoff, Kotten 3 Stiewe 1985.jpg|mini|Kotten auf dem Bohlen, Nebengebäude, ca. 1829. Wiederverwendetes Gefüge eines Speichers aus dem 16. Jahrhundert. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1980]] | |||
[[Datei:Brokhausen, Kotten auf dem Bohlen, Taubandknagge Stiewe 1985.jpg|mini|Kotten auf dem Bohlen, Nebengebäude. Taubandknagge des späten 16. Jahrhunderts. Foto: Stiewe 1980]] | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
| Zeile 20: | Zeile 24: | ||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
'''Kötterhaus, erbaut ca. 1829.''' Kleiner Dreiständerbau, Fachwerkbau mit Brettergiebeln und zwei seitlichen Abseiten. Schmale Durchgangsdiele, am Ende stark verrußter Herdraum mit Räucherbühne, rückwärtige Bruchstein-Feuerwand mit Spuren eines angebauten Backonfens. Das Kötterhaus wurde vermutlich 1829 unter Verwendung älteren Bauholzes in einfachster Form errichtet. Bereits im Hofinventar von 1883 wird das Kötterhaus als "baufällig" bezeichnet, es war aber noch bis 1975 von zwei alten Schwestern bewohnt, die ältere war Schneiderin, während die jüngere als Tagelöhnerin gearbeitet hatte. Sie hielten eine Kuh und mehrere Gänse. | '''Kötterhaus, erbaut ca. 1829.''' Kleiner Dreiständerbau, Fachwerkbau mit Brettergiebeln und zwei seitlichen Abseiten. Schmale Durchgangsdiele, am Ende stark verrußter Herdraum mit Räucherbühne, rückwärtige Bruchstein-Feuerwand mit Spuren eines angebauten Backonfens. Das Kötterhaus wurde vermutlich 1829 unter Verwendung älteren Bauholzes in einfachster Form errichtet. Bereits im Hofinventar von 1883 wird das Kötterhaus als "baufällig" bezeichnet, es war aber noch bis 1975 von zwei alten Schwestern bewohnt, die ältere war Schneiderin, während die jüngere als Tagelöhnerin gearbeitet hatte. Sie hielten eine Kuh und mehrere Gänse. | ||
'''Stallgebäude,''' Obergeschoss eines zweigeschossigen Speichers aus dem 16. Jahrhundert, 1829 zu dem neu erbauten Kotten versetzt und dabei gekürzt. Herkunft unbekannt. Etwa 4,20 x 4,50 m groß, 4 Gebinde lang, Gefüge aus kräftigen Hölzern, Wandständer mit gekehlten Kopfbändern zu den Deckenbalken und zum Rähm verstrebt. Dachtraufen und Rückgiebel auf gekehlten Taubandknaggen vorkragend. Das kleine Nebengebäude wurde abgetragen und auf einem Privatgrundstück bei Borgholzhausen wiederaufgebaut. | '''Stallgebäude,''' Obergeschoss eines zweigeschossigen Speichers aus dem 16. Jahrhundert, 1829 zu dem neu erbauten Kotten versetzt und dabei gekürzt. Herkunft unbekannt. Etwa 4,20 x 4,50 m groß, 4 Gebinde lang, Gefüge aus kräftigen Hölzern, Wandständer mit gekehlten Kopfbändern zu den Deckenbalken und zum Rähm verstrebt. Dachtraufen und Rückgiebel auf gekehlten Taubandknaggen vorkragend. Das kleine Nebengebäude wurde abgetragen und auf einem Privatgrundstück bei Borgholzhausen wiederaufgebaut. | ||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||