Langer Steinweg 8 (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen

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|Hausnummer1901=8
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}}Alte Hausnummer Blomberg Nr. 269. Große bürgerliche Hausstätte, Fachwerk-Dielenhaus mit Saal des späten 16. Jahrhunderts, 1912 abgebrochen und durch historistischen Neubau ersetzt.
}}Alte Hausnummer Blomberg Nr. 269. Große bürgerliche Hausstätte, Fachwerk-Dielenhaus mit Saal des späten 16. Jahrhunderts, 1912 abgebrochen und durch historistischen Neubau ersetzt.
[[Datei:Langer Steinweg 8 Haase 2008.jpg|mini|Langer Steinweg 8, heutiges Wohn- und Geschäftshaus von 1912. Foto: Rüdiger Haase, 2008]]
[[Datei:Langer Steinweg 8 um 1900 Slg Stiewe.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 8, Fotografie um 1910. Reicher Fachwerkgiebel der Spätrenaissance, abgebrochen 1912. Sammlung Stiewe]]
[[Datei:Langer Steinweg 8 um 1900 Slg Stiewe.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 8, Fotografie um 1910. Reicher Fachwerkgiebel der Spätrenaissance, abgebrochen 1912. Sammlung Stiewe]]
[[Datei:Langer Steinweg 8, Fassade, Rek Charton und Stiehl um 1880 Schäfer 1885.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Ansicht der Fassade mit Details, Rekonstruktion. Aufmaß und Zeichnung von Charton und Stiehl, 1883. Nach Schäfer 1883-1888]]
[[Datei:Langer Steinweg 8, Fassade, Rek Charton und Stiehl um 1880 Schäfer 1885.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Ansicht der Fassade mit Details, Rekonstruktion. Aufmaß und Zeichnung von Charton und Stiehl, 1883. Nach Schäfer 1883-1888]]
[[Datei:Langer Steinweg 8 Haase 2008.jpg|mini|Langer Steinweg 8, heutiges Wohn- und Geschäftshaus von 1912. Foto: Rüdiger Haase, 2008]]
[[Datei:Langer Steinweg 8 Giebel, QS Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelansicht und Querschnitt, Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jahrhundert, Rekonstruktion. Aus: Stiewe 1996; 294]]
[[Datei:Langer Steinweg 8 Giebel, QS Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelansicht und Querschnitt, Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jahrhundert, Rekonstruktion. Aus: Stiewe 1996; 294]]
[[Datei:Langer Steinweg 8, Aufmaß Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Längsschnitt, Querschnitt und Grundriss. Aufmaß von Hugo Ebinghaus, vor 1912. Aus: Ebinghaus 1912]]
[[Datei:Langer Steinweg 8, Aufmaß Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Längsschnitt, Querschnitt und Grundriss. Aufmaß von Hugo Ebinghaus, vor 1912. Aus: Ebinghaus 1912]]
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==Gebäude==
==Gebäude==
'''Heutiger Bau von 1912:''' Zweigeschossiges, giebelständiges Wohn- und Geschäftshaus, historistischer Putzbau mit Werksteingliederung, zweifach vorkragender Fachwerkgiebel, im 1. OG links Fachwerkerker, reiche Zierschnitzereien der Neorenaissance. Ladeneinbau im Erdgescchoss, Mitteleingang undd zwei große Schaufenster mit Werksteingewänden.
'''Heutiger Bau von 1912:''' Zweigeschossiges, giebelständiges Wohn- und Geschäftshaus, historistischer Putzbau mit Werksteingliederung, dreifach vorkragender Fachwerkgiebel, im 1. OG links Fachwerkerker, reiche Zierschnitzereien der Neorenaissance. Erker mit Brüstungsbohlen mit Rollwerkkartuschen, mittlere mit Datierung "19.12". Ladeneinbau im Erdgescchoss rechts mit Mitteleingang und zwei großen Schaufenstern mit Werksteingewänden.


'''Altbau, spätes 16. Jahrhundert, abgebrochen 1912:''' Rekonstruktion der ursprünglichen Bau- und Raumstruktur nach rekonstruierender Fassadenansicht von Charton und Stiehl (1883) und schematischem Aufmaß von Hugo Ebinghaus (1912): Fachwerk-Giebelhaus, ursprünglich zweischiffiges Dielenhaus (Dreiständerbau) mit rückwärtigem Saal. Dreifach auf Stichbalken vorkragender Giebel aus kräftigen Hölzern, Vorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, nach oben abnehmend. Im unteren Giebelstockwerk Brüstungsgefache mit Andreaskreuzen, unter dem Rähm des Dielen-Untergeschosses breite vorgenagelte Bohle mit Inschrift in Fraktur. Leicht außermittiger Torbogen aus sehr breiten Hölzern, Inschrift verwittert (auf hist. Fotos nicht erkennbar), umlaufendes breites Zierband mit Taubändern und mittlerer Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend. Obere Flügel des Dielentores bauzeitlich, mit Lilienbeschlägen. Links Sturzriegel über den beiden Fenstern der Stube (ursprünglich Fensterband mit Bleiverglasung), mit Tauband und Resten weiterer Zierschnitzereien. Rechts vom Torbogen Rest einer langen Fußstrebe, Fenster im EG jünger.
'''Altbau, spätes 16. Jahrhundert, abgebrochen 1912:''' Rekonstruktion der ursprünglichen Bau- und Raumstruktur nach rekonstruierender Fassadenansicht von Charton und Stiehl (1883) und schematischem Aufmaß von Hugo Ebinghaus (1912): Fachwerk-Giebelhaus, ursprünglich zweischiffiges Dielenhaus (Dreiständerbau) mit rückwärtigem Saal. Dreifach auf Stichbalken vorkragender Giebel aus kräftigen Hölzern, Vorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, nach oben abnehmend. Im unteren Giebelstockwerk Brüstungsgefache mit Andreaskreuzen, unter dem Rähm des Dielen-Untergeschosses breite vorgenagelte Bohle mit Inschrift in Fraktur. Leicht außermittiger Torbogen aus sehr breiten Hölzern, Inschrift verwittert (auf hist. Fotos nicht erkennbar), umlaufendes breites Zierband mit Taubändern und mittlerer Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend. Obere Flügel des Dielentores bauzeitlich, mit Lilienbeschlägen. Links Sturzriegel über den beiden Fenstern der Stube (ursprünglich Fensterband mit Bleiverglasung), mit Tauband und Resten weiterer Zierschnitzereien. Rechts vom Torbogen Rest einer langen Fußstrebe, Fenster im EG jünger.