Döringsfeld 1 (Remmighausen): Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Der Hof liegt am weitesten außerhalb des eigentlichen Dorfes einsam hinter Hügeln und Wäldchen, durchflossen von der Wörbke. Früher auch der Bauerschaft Leistrup-Meiersfeld zugerordnet, Im Salbuch von 1782 endgültig zu Remmighausen. Eine gute Wegeverbindung besteht nur nach Leistrup-Meiersfeld, nicht nach Lenstrup oder Remmighausen.<ref>{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.</ref> | |||
Der Hof ist unter dem Namen Döringsfeld erstmals im Landschatz 1590 beim Wohnplatz Lenstrup erwähnt: Doringsfeldt 2 ½ Fl.,<ref>{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.</ref> aber sicherlich älter und mit dem um 1390 "To Lenstynchtorpe" genannten "Bernd" gleichzusetzen.<ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.</ref> 1467 und 1497 wird der Hof dann unter dem Namen "Henne" geführt, 1507 "Gerde".<ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.</ref> | Der Hof ist unter dem Namen Döringsfeld erstmals im Landschatz 1590 beim Wohnplatz Lenstrup erwähnt: Doringsfeldt 2 ½ Fl.,<ref>{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.</ref> aber sicherlich älter und mit dem um 1390 "To Lenstynchtorpe" genannten "Bernd" gleichzusetzen.<ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.</ref> 1467 und 1497 wird der Hof dann unter dem Namen "Henne" geführt, 1507 "Gerde".<ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.</ref> | ||
Im Salbuch 1614 unter Nr. 304. Doringßfeldtt. Pferde 6, 3 Stoten, Vahlen 1; das Land zu 3 F. Haber; zu vollr Mastung 8 Schweine; Hawwachs zu 5 F.; Kühe 10, Rinder 8, Kalbr 6, Schweine 15. Gibt auch jahrlichs M. G. H. 1 feist Schwein; der Aigentumb M. G. H. Symon Schwartzen den Zehenden 3 Mt. Korn, auch den Fleischzehenden; Garn jahrlichs 4 Stucke. NB. Symon Boßen 3 Mt. Korn, auch jahrlichs 1 feist Schwein, item jahrlichs 3 TIr. Dienstgelt. Den Burgfest M. G. H.; gibt auch jahrlichs in die Rentcammer. Schafe 20. Zum halben Landschatze 2½ Gfl.; gibt auch jahrlich M. G. H. 1 feist Schwein. Hat ufm Zinse 90 TIr.<ref>{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.</ref> Nach dem Landschatzregister von 1618 unter "Lenstorff" (Lenstrup) zahlte "Dorringsveldt" 5 Gfl.<ref>{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.</ref> Nach dem Salbuch von 1721 war Herman Christoff Dörringsfeldt ein Vollspänner mit "1 Wohnhauß, 1 Leibzuchtshauß, 1 Backhaus, 1 Schoppen und Pferdehauß, 1 Gebäu, 1 Schweinestall und 1 alte Scheuer".<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.</ref> Zwei Generationen später, 1782, ist er nur noch ein großer Halbmeier: Salbuch 1782 Nr. 1 Dörringsfeld, ein großer Halbmeyer, war der Landesherrschaft leibeigen (1777 freigesprochen) und zahlte Sterbfall und Weinkauf; an Gebäuden waren vorhanden: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus und Schoppen, Backhaus, Schweinehaus, Holzschoppen.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.</ref> Im Salbuch von 1827 hat sich nichts verändert.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.</ref> Im nachfolgenden Salbuch von 1854 ist vermerkt, dass Döringsfeld durch Verheiratung 1876 an Friedrich Berghahn übertragen wurde.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.</ref> 1859 konnte Döringsfeld vom Kolonat Hüppe Nr. 6 Land erwerben.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 1, 1783-1852, Nr. 28: Landverkauf vom Kolonat Hüppe oder Kuhlo Nr. 6 an Kolon Döringsfeld Nr. 1 zu Oberschönhagen, 1859.</ref> | Im Salbuch 1614 unter Nr. 304. Doringßfeldtt. Pferde 6, 3 Stoten, Vahlen 1; das Land zu 3 F. Haber; zu vollr Mastung 8 Schweine; Hawwachs zu 5 F.; Kühe 10, Rinder 8, Kalbr 6, Schweine 15. Gibt auch jahrlichs M. G. H. 1 feist Schwein; der Aigentumb M. G. H. Symon Schwartzen den Zehenden 3 Mt. Korn, auch den Fleischzehenden; Garn jahrlichs 4 Stucke. NB. Symon Boßen 3 Mt. Korn, auch jahrlichs 1 feist Schwein, item jahrlichs 3 TIr. Dienstgelt. Den Burgfest M. G. H.; gibt auch jahrlichs in die Rentcammer. Schafe 20. Zum halben Landschatze 2½ Gfl.; gibt auch jahrlich M. G. H. 1 feist Schwein. Hat ufm Zinse 90 TIr.<ref>{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.</ref> Nach dem Landschatzregister von 1618 unter "Lenstorff" (Lenstrup) zahlte "Dorringsveldt" 5 Gfl.<ref>{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.</ref> Nach dem Salbuch von 1721 war Herman Christoff Dörringsfeldt ein Vollspänner mit "1 Wohnhauß, 1 Leibzuchtshauß, 1 Backhaus, 1 Schoppen und Pferdehauß, 1 Gebäu, 1 Schweinestall und 1 alte Scheuer".<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.</ref> Zwei Generationen später, 1782, ist er nur noch ein großer Halbmeier: Salbuch 1782 Nr. 1 Dörringsfeld, ein großer Halbmeyer, war der Landesherrschaft leibeigen (1777 freigesprochen) und zahlte Sterbfall und Weinkauf; an Gebäuden waren vorhanden: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus und Schoppen, Backhaus, Schweinehaus, Holzschoppen.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.</ref> Im Salbuch von 1827 hat sich nichts verändert.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.</ref> Im nachfolgenden Salbuch von 1854 ist vermerkt, dass Döringsfeld durch Verheiratung 1876 an Friedrich Berghahn übertragen wurde.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.</ref> 1859 konnte Döringsfeld vom Kolonat Hüppe Nr. 6 Land erwerben.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 1, 1783-1852, Nr. 28: Landverkauf vom Kolonat Hüppe oder Kuhlo Nr. 6 an Kolon Döringsfeld Nr. 1 zu Oberschönhagen, 1859.</ref> | ||
Durch Heirat und Zukauf wuchs der Hof bis Mitte 20. Jh. vom drittgrößten zum größten Hof der Gemeinde.<ref>{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.</ref> | |||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
===Haupthaus=== | |||
Das alte Haupthaus, ein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1467 (lt. Inschrift aber erst 1592!, s. u.), ist am 7. Juni 1917 abgebrannt. Dabei gingen unersetzliche Akten und eine Chronik zugrunde. Eine genaue Nachbildung dieses Hauses findet man im Landes-Museum zu Detmold.<ref>{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.</ref> Das dach war mit Höxterplatten gedeckt. Schnare beschreibt Deele und Flett nach einem Foto: "Auf der Dehle war die Feuerstelle, wie sie ein Photo noch zeigt. Sie ist aber schon modernisiert; denn links sehen wir einen merkwürdig geformten Eisenofen mit drei Kochstellen, dahinter einen Backsteinaufbau mit einer Eisenplatte zum Backen von Plätzchen, Pickert usw. Rechts ist ein sogenannter Schweinepott aufgestellt. Ganz rechts ist die Tür zum Wohnzimmer. Das viereckige Loch dicht über der Erde ist die Ofentür zu einem Wandofen. Links daneben wesentlich höher sieht man das Lett, durch das der Bauer seinen Kopf steckte, wenn er morgens die Mädchen weckte. (Die Knechte schliefen im Pferdestall.) Links hoch neben der Feuerstelle sehen wir ein zweites Lett, es war mit einem Schiebetürchen versehen. Mitten im Haus, hinter der Feuerstelle, lag ein Geheimzimmer in einer Größe von zirka zwanzig Quadratmetern. Es hatte kein Fenster, und die einzige Tür nach dem Nebenzimmer wurde mit einem Schrank verstellt. Auch wenn man den Schrank auf die Seite rückte, war die Tür als solche nicht erkennbar. In diesem Zimmer sind über viele Jahrhunderte die Wertsachen untergebracht gewesen, darunter auch die sehr dicke Familienchronik, die in Schweinsleder gebunden war. Niemals ist dies Zimmer in Kriegs-und Notzeiten von unberufenen Menschen betreten worden. Nicht einmal nahe Verwandte wußten von diesem Geheimnis."<ref>{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 17.</ref> | |||
===Leibzucht=== | |||
1952 beschrieb Schnare auch die Leibzucht: "Eine der dicksten Eichen weit und breit (zirka 500 Jahre alt) wirft noch heute ihren kühlen Schatten über das langsam verfallende Leibzuchtgebäude mit der Jahreszahl 1773. In diesem Jahre haben Johan Jost von Wantrup und Anna Savia Eliesabeth Lebrincks von Retzen dies Haus reparieren lassen (Inschrift über dem nördlichen Hauseingang. Sehr gut in Eiche geschnitzt und erhalten.) Die 1773 reparierte und erweiterte Leibzucht wird sicherlich etwa aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges stammen. Sie ist nun hoffnungslos dem Verfall preisgegeben. In ihr haben Berghahns so lange gewohnt, bis das neue Wohnhaus fertiggestellt war, das war im Jahre 1920."<ref>{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 17.</ref> | |||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
Am Haupthaus-Torbogen:<br> | Am Haupthaus-Torbogen:<br> | ||
Version vom 16. August 2026, 09:12 Uhr
| Döringsfeld 1 (Remmighausen) | |
|---|---|
| Ortsteil | Remmighausen |
| Straße | Döringsfeld (Remmighausen) |
| Hausnummer | 1 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Remmighausen |
| Wohnplatz | Döringsfeld |
| Hausnummer | 001 |
Vor 1390 gegründeter Hof, seit 1590 unter dem Namen Döringsfeld erwähnt, ehemals Remmighausen Nr. 1.
Geschichte
Der Hof liegt am weitesten außerhalb des eigentlichen Dorfes einsam hinter Hügeln und Wäldchen, durchflossen von der Wörbke. Früher auch der Bauerschaft Leistrup-Meiersfeld zugerordnet, Im Salbuch von 1782 endgültig zu Remmighausen. Eine gute Wegeverbindung besteht nur nach Leistrup-Meiersfeld, nicht nach Lenstrup oder Remmighausen.[1]
Der Hof ist unter dem Namen Döringsfeld erstmals im Landschatz 1590 beim Wohnplatz Lenstrup erwähnt: Doringsfeldt 2 ½ Fl.,[2] aber sicherlich älter und mit dem um 1390 "To Lenstynchtorpe" genannten "Bernd" gleichzusetzen.[3] 1467 und 1497 wird der Hof dann unter dem Namen "Henne" geführt, 1507 "Gerde".[4] Im Salbuch 1614 unter Nr. 304. Doringßfeldtt. Pferde 6, 3 Stoten, Vahlen 1; das Land zu 3 F. Haber; zu vollr Mastung 8 Schweine; Hawwachs zu 5 F.; Kühe 10, Rinder 8, Kalbr 6, Schweine 15. Gibt auch jahrlichs M. G. H. 1 feist Schwein; der Aigentumb M. G. H. Symon Schwartzen den Zehenden 3 Mt. Korn, auch den Fleischzehenden; Garn jahrlichs 4 Stucke. NB. Symon Boßen 3 Mt. Korn, auch jahrlichs 1 feist Schwein, item jahrlichs 3 TIr. Dienstgelt. Den Burgfest M. G. H.; gibt auch jahrlichs in die Rentcammer. Schafe 20. Zum halben Landschatze 2½ Gfl.; gibt auch jahrlich M. G. H. 1 feist Schwein. Hat ufm Zinse 90 TIr.[5] Nach dem Landschatzregister von 1618 unter "Lenstorff" (Lenstrup) zahlte "Dorringsveldt" 5 Gfl.[6] Nach dem Salbuch von 1721 war Herman Christoff Dörringsfeldt ein Vollspänner mit "1 Wohnhauß, 1 Leibzuchtshauß, 1 Backhaus, 1 Schoppen und Pferdehauß, 1 Gebäu, 1 Schweinestall und 1 alte Scheuer".[7] Zwei Generationen später, 1782, ist er nur noch ein großer Halbmeier: Salbuch 1782 Nr. 1 Dörringsfeld, ein großer Halbmeyer, war der Landesherrschaft leibeigen (1777 freigesprochen) und zahlte Sterbfall und Weinkauf; an Gebäuden waren vorhanden: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus und Schoppen, Backhaus, Schweinehaus, Holzschoppen.[8] Im Salbuch von 1827 hat sich nichts verändert.[9] Im nachfolgenden Salbuch von 1854 ist vermerkt, dass Döringsfeld durch Verheiratung 1876 an Friedrich Berghahn übertragen wurde.[10] 1859 konnte Döringsfeld vom Kolonat Hüppe Nr. 6 Land erwerben.[11]
Durch Heirat und Zukauf wuchs der Hof bis Mitte 20. Jh. vom drittgrößten zum größten Hof der Gemeinde.[12]
Gebäude
Haupthaus
Das alte Haupthaus, ein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1467 (lt. Inschrift aber erst 1592!, s. u.), ist am 7. Juni 1917 abgebrannt. Dabei gingen unersetzliche Akten und eine Chronik zugrunde. Eine genaue Nachbildung dieses Hauses findet man im Landes-Museum zu Detmold.[13] Das dach war mit Höxterplatten gedeckt. Schnare beschreibt Deele und Flett nach einem Foto: "Auf der Dehle war die Feuerstelle, wie sie ein Photo noch zeigt. Sie ist aber schon modernisiert; denn links sehen wir einen merkwürdig geformten Eisenofen mit drei Kochstellen, dahinter einen Backsteinaufbau mit einer Eisenplatte zum Backen von Plätzchen, Pickert usw. Rechts ist ein sogenannter Schweinepott aufgestellt. Ganz rechts ist die Tür zum Wohnzimmer. Das viereckige Loch dicht über der Erde ist die Ofentür zu einem Wandofen. Links daneben wesentlich höher sieht man das Lett, durch das der Bauer seinen Kopf steckte, wenn er morgens die Mädchen weckte. (Die Knechte schliefen im Pferdestall.) Links hoch neben der Feuerstelle sehen wir ein zweites Lett, es war mit einem Schiebetürchen versehen. Mitten im Haus, hinter der Feuerstelle, lag ein Geheimzimmer in einer Größe von zirka zwanzig Quadratmetern. Es hatte kein Fenster, und die einzige Tür nach dem Nebenzimmer wurde mit einem Schrank verstellt. Auch wenn man den Schrank auf die Seite rückte, war die Tür als solche nicht erkennbar. In diesem Zimmer sind über viele Jahrhunderte die Wertsachen untergebracht gewesen, darunter auch die sehr dicke Familienchronik, die in Schweinsleder gebunden war. Niemals ist dies Zimmer in Kriegs-und Notzeiten von unberufenen Menschen betreten worden. Nicht einmal nahe Verwandte wußten von diesem Geheimnis."[14]
Leibzucht
1952 beschrieb Schnare auch die Leibzucht: "Eine der dicksten Eichen weit und breit (zirka 500 Jahre alt) wirft noch heute ihren kühlen Schatten über das langsam verfallende Leibzuchtgebäude mit der Jahreszahl 1773. In diesem Jahre haben Johan Jost von Wantrup und Anna Savia Eliesabeth Lebrincks von Retzen dies Haus reparieren lassen (Inschrift über dem nördlichen Hauseingang. Sehr gut in Eiche geschnitzt und erhalten.) Die 1773 reparierte und erweiterte Leibzucht wird sicherlich etwa aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges stammen. Sie ist nun hoffnungslos dem Verfall preisgegeben. In ihr haben Berghahns so lange gewohnt, bis das neue Wohnhaus fertiggestellt war, das war im Jahre 1920."[15]
Inschriften
Am Haupthaus-Torbogen:
ANNO DOMINI 1592 DEN 24.MAI UPGEBORT: SIMON DORGENSFELD
ELS SIN EHLICK HUSFROW HEBBEN DIT HUS LATEN BUWEN[16]
Am Leibzuchthaus-Torbogen: Torbogeninschrift des Leibzuchthauses (nördlicher Hauseingang) mit der Jahreszahl 1773 haben " ... JOHAN JOST VON WANTRUP UND ANNA SOVIA ELIESABETH LEBRINKCKS VON RETZEN DIES HAUS REPARIEREN LASSEN:"[17]
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
1390 Bernd.[18]
1467 und 1497 Henne.[19]
1507 Gerde.[20]
1590 Doringsfeldt.[21]
1592 [i] Simon Döringsfeld (Dorringsfeltt), ev., Vollspänner in Remmighausen, Nr. 1, * 1550 (s) in Döringsfeld, † 20.02.1631 (b) in Döringsfeld, ‡ 20.02.1631 in Detmold, oo 1/1 1592 (v) mit Elsa NN Döringsfeld, ev., * 1572 (s) in NN, † 1602 (c)
1614 Doringßfeldtt.[22]
1618 Dorringsveldt.[23]
1721 Herman Christoff Dörringsfeldt.[24]
1773 [i] Johann Jobst Meyer zu Wantrup wird Döringsfeld , rf., Vollspänner in Remmighausen, Nr. 1, * 28.12.1720 in Heiligenkirchen, ~ 12.01.1721 in Heiligenkirchen, † 24.04.1802 in Döringsfeld (Brustkrankheit), ‡ 24.04.1802 in Detmold oo 1/2 K 05.12.1755 in Detmold mit Anna Sophia Elisabeth Lehbrink wird Döringsfeld , ev., * 05.02.1719 (t) in Papenhausen, ~ 05.02.1719 in Schötmar, † 31.01.1801 (b) in Döringsfeld (Wassersucht), ‡ 31.01.1801 in Detmold.
1782 Dörringsfeld.[25]
1827 Dörringsfeld.[26]
1828 Döringsfeld, 1 Haushaltung, Mann und Frau mit 6 Söhnen (davon 5 unter 14 Jahre) sowie 4 männlichen und 2 weibl. Dienstboten.[27]
1854 Döringsfeld.[28],
1876 durch Verheiratung an Friedrich Berghahn.[29]
1901 (Döringsfeld) Fritz Berghahn, Landwirt.[30]
1919 Berghahn, Friedrich, Haushaltungsvorstand, * 19.7.1850, Witwer; Berghahn, Luise, Tochter, * 18.6.1880, verheiratet; Berghahn, Ilse, Tochter, * 6.6.1911, ledig; Berghahn, Erika, Tochter, * 5.5.1913, ledig; Berghahn, Hilde, Tochter, * 2.3.1917, ledig; Böke, Erna, Dienstbote, * 25.7.1899, ledig.[31]
1926 (Döringsfeld) Luise Berghahn, Landwirtin.[32]
Literatur
Karl Schnare, Remmighausen. Kurze Geschichte einer alten Bauerschaft. 1052–1952, Detmold o. J. (1952), S. 16–19.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Karl Schnare, Remmighausen. Kurze Geschichte einer alten Bauerschaft. 1052–1952, Detmold o. J. (1952), S. 16.
- ↑ Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 4.
- ↑ Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001, S. 144.
- ↑ Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001, S. 113.
- ↑ Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 36 f.
- ↑ Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 4.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.
- ↑ LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 1, 1783-1852, Nr. 28: Landverkauf vom Kolonat Hüppe oder Kuhlo Nr. 6 an Kolon Döringsfeld Nr. 1 zu Oberschönhagen, 1859.
- ↑ Karl Schnare, Remmighausen. Kurze Geschichte einer alten Bauerschaft. 1052–1952, Detmold o. J. (1952), S. 16.
- ↑ Karl Schnare, Remmighausen. Kurze Geschichte einer alten Bauerschaft. 1052–1952, Detmold o. J. (1952), S. 16.
- ↑ Karl Schnare, Remmighausen. Kurze Geschichte einer alten Bauerschaft. 1052–1952, Detmold o. J. (1952), S. 17.
- ↑ Karl Schnare, Remmighausen. Kurze Geschichte einer alten Bauerschaft. 1052–1952, Detmold o. J. (1952), S. 17.
- ↑ August Meier-Böke, Zick-Zack-Fahrt durch Lippe. Die lippischen Dörfer. Stadt Detmold, Gemeinde Leistrup-Meiersfeld (1954–19589, hg. von Kurt Dröge, Lemgo 2001.
- ↑ Karl Schnare, Remmighausen. Kurze Geschichte einer alten Bauerschaft. 1052–1952, Detmold 1952, S. 16.
- ↑ Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001, S. 144.
- ↑ Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001, S. 113.
- ↑ Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001, S. 113.
- ↑ Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 4.
- ↑ Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 36 f.
- ↑ Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 4.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.
- ↑ LAV NRW OWL, L 92 Z / Lippische Rentkammer - Kammer- und Amtsrechnungen, Nr. 1451: Volkszählung,1828, S. 257.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 222.
- ↑ LAV NRW OWL, L 79 / Lippische Regierung - Jüngere Registratur, Nr. 5255: Volkszählungsergebnisse im Amt Detmold, Band 4, Teil 2, 1919.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 702.
Autor*innen
Joachim Kleinmanns, Heinrich Stiewe
Seitenhistorie
Seite erstellt am 05.08.2026 von Joachim Kleinmanns
Letzte Änderung am: 16.08.2026 von Joachim Kleinmanns