Uhlenburgstraße 45 (Hiddesen): Unterschied zwischen den Versionen
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1853 gehörte die Stätte dem Witwer Tötemeier, der sie in diesem Jahr an den ältesten Sohn Anton Tötemeier abtrat, der die jüngeren Geschwister abfinden musste.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 9 - Band: VI: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Hiddesen, Band 6, 1851-1864, Nr. 118.</ref> Anton war Gestütswärter in Lopshorn. Er hatte dem Vater nach und nach 400 Taler vorgestreckt, davon war z. T. das Kaufgeld der Stätte bezahlt worden. Die älteste Tochter [Wilhelmine] sei etwas geistesschwach, sie könne sich nie verheiraten und auch nur unter Aufsicht arbeiten. Die zweite und vierte Tochter Dorothea und Henriette waren verheiratet, erstere an Kolon Ebert Nr. 43 zu [[Berlebeck]], die zweite an den Einlieger Heinrich Tegeler zu [[Augustdorf]]. Jede hatte statt eines Brautschatzes 25 Taler bar bekommen. Die jüngste Tochter Florentine, 22 Jahre alt, diente bei dem Vater. Bei der Abtretung an Anton behielt sich der Vater das halbe Wohnhaus, rechts vom Eingang, als Leibzucht vor, auch die Benutzung des Nebenhäuschens, die Hälfte von Garten, Ackerland und Wiese sowie sämtlichen Inventars. Seine älteste Schwester Wilhelmine musste Anton anstandsmäßig lebenslang alimentieren, wofür er deren Vermögensansprüche erhielt. Die Schwestern hatten erhalten bzw. erhielten noch 125 Reichstaler. | 1853 gehörte die Stätte dem Witwer Tötemeier, der sie in diesem Jahr an den ältesten Sohn Anton Tötemeier abtrat, der die jüngeren Geschwister abfinden musste.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 9 - Band: VI: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Hiddesen, Band 6, 1851-1864, Nr. 118.</ref> Anton war Gestütswärter in Lopshorn. Er hatte dem Vater nach und nach 400 Taler vorgestreckt, davon war z. T. das Kaufgeld der Stätte bezahlt worden. Die älteste Tochter [Wilhelmine] sei etwas geistesschwach, sie könne sich nie verheiraten und auch nur unter Aufsicht arbeiten. Die zweite und vierte Tochter Dorothea und Henriette waren verheiratet, erstere an Kolon Ebert Nr. 43 zu [[Berlebeck]], die zweite an den Einlieger Heinrich Tegeler zu [[Augustdorf]]. Jede hatte statt eines Brautschatzes 25 Taler bar bekommen. Die jüngste Tochter Florentine, 22 Jahre alt, diente bei dem Vater. Bei der Abtretung an Anton behielt sich der Vater das halbe Wohnhaus, rechts vom Eingang, als Leibzucht vor, auch die Benutzung des Nebenhäuschens, die Hälfte von Garten, Ackerland und Wiese sowie sämtlichen Inventars. Seine älteste Schwester Wilhelmine musste Anton anstandsmäßig lebenslang alimentieren, wofür er deren Vermögensansprüche erhielt. Die Schwestern hatten erhalten bzw. erhielten noch 125 Reichstaler. | ||
1907/08 erbautes "Teutoburger Wald-Sanatorium Grotenburg", zuvor "ein paar armselige, verräucherte Kotten".<ref>{{FuhrmannSanatorium2006}}.</ref> Bauherr war Dr. med. Manfred Fuhrmann (* 2.4.1877, † 5.8.1939). 2.4.1907 Grundsteinlegung, Entwurf Architekt Dietrich Bollmann/Detmold. | 1907/08 erbautes "Teutoburger Wald-Sanatorium Grotenburg", zuvor "ein paar armselige, verräucherte Kotten".<ref>{{FuhrmannSanatorium2006}}.</ref> Bauherr war der Nervenarzt Dr. med. Manfred Fuhrmann (* 2.4.1877, † 5.8.1939). 2.4.1907 Grundsteinlegung, Entwurf Architekt Dietrich Bollmann/Detmold, 1906. | ||
Ende August 1939 Beschlagnahmung des Sanatoriums durch die Deutsche Wehrmacht als Reservelazarett. | Ende August 1939 Beschlagnahmung des Sanatoriums durch die Deutsche Wehrmacht als Reservelazarett. | ||
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1962 Erholungsheim der Hamburger Gaswerke. (Heimatverein Hiddesen (Hg.), Hiddesen Gestern und Heute, Detmold 2016, S. 27) | 1962 Erholungsheim der Hamburger Gaswerke. (Heimatverein Hiddesen (Hg.), Hiddesen Gestern und Heute, Detmold 2016, S. 27) | ||
1976 wurde das Sanatorium geschlossen, | 1976 wurde das Sanatorium geschlossen, nachfolgend Verfall, nach 1985 Abriss und Neubebauung. | ||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||