Brinkstraße 21 (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen

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In dem großen, angeblich 1565 erbauten Haus bestand seit 1709 der "Schaumburgische Krug" oder "Schaumburgische Hof", der von den Grafen zu Schaumburg-Lippe, die seit 1709 Burg und Amt Blomberg besaßen, privilegiert worden war.<ref>{{StieweHausbau1996}}, S. 224; Helmuth Riemann, Der Schaumburgische Krug in Blomberg, in: Lippischde Kalender 1952, S. 113-115.</ref> 1844 ging der Krugbetrieb ein; 1845 wurde das Haus der Stadt "inkorporiert", zuletzt gehörte das Gebäude als Scheune zum Haus [[Langer Steinweg 11 (Blomberg)|Langer Steinweg 11]].<ref>{{RolfBürger1996}}, S. 136f.</ref>
In dem großen, angeblich 1565 erbauten Haus bestand seit 1709 der "Schaumburgische Krug" oder "Schaumburgische Hof", der von den Grafen zu Schaumburg-Lippe, die seit 1709 Burg und Amt Blomberg besaßen, privilegiert worden war.<ref>{{StieweHausbau1996}}, S. 224; Helmuth Riemann, Der Schaumburgische Krug in Blomberg, in: Lippischde Kalender 1952, S. 113-115.</ref> 1844 ging der Krugbetrieb ein; 1845 wurde das Haus der Stadt "inkorporiert", zuletzt gehörte das Gebäude als Scheune zum Haus [[Langer Steinweg 11 (Blomberg)|Langer Steinweg 11]].<ref>{{RolfBürger1996}}, S. 136f.</ref>


Um 1460 ist Adelheid Dene oder Dening als Wirtin nachweisbar, die am Brink, vermutlich am Standort des späteren Kruggebäudes, eine "Taverne" betrieb und den "Junker Bernhard" und seine Gefolgsleute auf der Blomberger Burg mit Bier versorgte. 1462 schickte sie Hamelner Bier "up dat nygehus", auf das Neue Haus der nach der Soester Fehde wiederaufgebauten Burg und am 11. Oktober lieferte sie das Bier direkt auf den Saal und erhielt 17 Schillinge ''vor 1 tunnen hemelsches bers, de in dem sale drunken wart.'' Am 3. März 1459 hatten Bernhard VII. und sein Bruder abends die "taferne" besucht und für 6 "Witten" vier Bücklinge verzehrt; am 15. Juni desselben jahres zahlte der Vogt der Wirtin Adelheid Denen eine Mark, weil der Junker auf ein Bier, "to bere in der taverne" geweilt hatte.<ref>LAR 989, 26; s. Ulrich Meier, Alltag am lippischen Hof. Blomberg im Herbst des Mittelalters, Kapitel 2.2: Die Versorgung des Hofes 1456-1464, Manuskript 2026, S. 36-40.</ref>
Um 1460 ist Adelheid Dene oder Dening als Wirtin nachweisbar, die am Brink, vermutlich am Standort des späteren Kruggebäudes, eine "Taverne" betrieb und den "Junker Bernhard" und seine Gefolgsleute auf der Blomberger Burg mit Bier versorgte. 1462 schickte sie Hamelner Bier "up dat nygehus", auf das Neue Haus der nach der Soester Fehde wiederaufgebauten Burg und am 11. Oktober lieferte sie das Bier direkt auf den Saal und erhielt 17 Schillinge ''vor 1 tunnen hemelsches bers, de in dem sale drunken wart.'' Am 3. März 1459 hatten Bernhard VII. und sein Bruder abends die "taferne" besucht und für 6 "Witten" vier Bücklinge verzehrt; am 15. Juni desselben jahres zahlte der Vogt der Wirtin Adelheid Denen eine Mark, weil der Junker auf ein Bier, "to bere in der taverne", geweilt hatte.<ref>LAR 989, 26; s. Ulrich Meier, Alltag am lippischen Hof. Blomberg im Herbst des Mittelalters, Kapitel 2.2: Die Versorgung des Hofes 1456-1464, Manuskript 2026, S. 36-40.</ref>


==Gebäude==
==Gebäude==