Blomberg (Kernstadt): Unterschied zwischen den Versionen

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Die Burg Blomberg war seit dem 14. Jahrhundert Sitz des gleichnamigen Amtes. Mit dem Testament Graf Simons VI. zur Lippe (1613) fiel das Amt Blomberg an die erbherrliche Nebenlinie zur Lippe-Brake. Nach dem Aussterben der Grafen zur Lippe-Brake im Jahre 1709 fiel das Amt Blomberg an die Grafen zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg. Nach längerem Erbstreit musste Lippe-Detmold 1747 die Herrschaft der Bückeburger anerkennen. Die Stadt Blomberg blieb lippisch und empfand die bückeburgische Garnison auf der Burg als Besatzungsmacht, es kam immer wieder zu Konflikten. Erst 1789 fiel das Amt Blomberg an Lippe-Detmold zurück; die Burg und größere Forstreviere blieben noch bis 1962 in bückebugischem Besitz.
Die Burg Blomberg war seit dem 14. Jahrhundert Sitz des gleichnamigen Amtes. Mit dem Testament Graf Simons VI. zur Lippe (1613) fiel das Amt Blomberg an die erbherrliche Nebenlinie zur Lippe-Brake. Nach dem Aussterben der Grafen zur Lippe-Brake im Jahre 1709 fiel das Amt Blomberg an die Grafen zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg. Nach längerem Erbstreit musste Lippe-Detmold 1747 die Herrschaft der Bückeburger anerkennen. Die Stadt Blomberg blieb lippisch und empfand die bückeburgische Garnison auf der Burg als Besatzungsmacht, es kam immer wieder zu Konflikten. Erst 1789 fiel das Amt Blomberg an Lippe-Detmold zurück; die Burg und größere Forstreviere blieben noch bis 1962 in bückebugischem Besitz.


Blomberg war eine stark zünftig organisierte Stadt mit Handwerk und Gewerbe. Seit dem 16. Jahrhundert entwickelte sich ein exportorientiertes Schuhmacherhandwerk mit zeitweilig über 100 Meistern. Blomberger Schuhmacher belieferten auswärtige Märkte mit ihren Schuhen, die sie a8"Schusters Rappen" transportierten. Seit dem späten 18. Jahrhundert gewannen die ebenfalls exportorientierten Stuhltischler an Bedeutung, Blomberger Stühle wurden "wagenweise" bis nach Osnabrück, Kassel und Hannover exportiert.
Blomberg war eine stark zünftig organisierte Stadt mit Handwerk und Gewerbe. Seit dem 16. Jahrhundert entwickelte sich ein exportorientiertes Schuhmacherhandwerk mit zeitweilig über 100 Meistern. Blomberger Schuhmacher belieferten auswärtige Märkte mit ihren Schuhen, die sie auf "Schusters Rappen" transportierten. Seit dem späten 18. Jahrhundert gewannen die ebenfalls exportorientierten Stuhltischler an Bedeutung, Blomberger Stühle wurden "wagenweise" bis nach Osnabrück, Kassel und Hannover exportiert.


Erst 1863 wurde das Bauverbot außerhalb der Stadtmauern aufgehoben, als erster Neubau vor der Stadt entstand in diesem Jahr das Haus des Wagenbauers Schwarze vor dem Neuen Tor (Nr. 329, Neue Torstraße 34). Danach wurden in kurzer Zeit Fluchtlinien- und Bebauungspläne für die verlängerte Neue Torstraße (Barntruper Straße), Gartenstraße, Hagenstraße und Heutorstraße aufgestellt. Damit entstand ein großes Erweiterungsgebiet im Nordosten der Stadt, das bis zum Ersten Weltkrieg bebaut wurde.<ref>Heinrich Stiewe, Über die Mauern hinaus..., in: Lieselotte Krull, Heinrich Stiewe, Dieter Zoremba, Über die Mauern der Stadt hinaus. Eine Dokumentation aus Anlass des 100jährigen Bestehens der Stadtsparkasse Blomberg, Blomberg 1993, S. ...</ref>
Erst 1863 wurde das Bauverbot außerhalb der Stadtmauern aufgehoben, als erster Neubau vor der Stadt entstand in diesem Jahr das Haus des Wagenbauers Schwarze vor dem Neuen Tor (Nr. 329, Neue Torstraße 34). Danach wurden in kurzer Zeit Fluchtlinien- und Bebauungspläne für die verlängerte Neue Torstraße (Barntruper Straße), Gartenstraße, Hagenstraße und Heutorstraße aufgestellt. Damit entstand ein großes Erweiterungsgebiet im Nordosten der Stadt, das bis zum Ersten Weltkrieg bebaut wurde.<ref>Heinrich Stiewe, Über die Mauern hinaus..., in: Lieselotte Krull, Heinrich Stiewe, Dieter Zoremba, Über die Mauern der Stadt hinaus. Eine Dokumentation aus Anlass des 100jährigen Bestehens der Stadtsparkasse Blomberg, Blomberg 1993, S. ...</ref>