Neue Torstraße 10 (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen
Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung |
Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung |
||
| Zeile 32: | Zeile 32: | ||
Der historische Vorgängerbau wurde 1986-1988 im LWL-Freilichtmuseum Detmold wiedererrichtet: Fachwerk-Giebelhaus, Dreiständerbau, zweischiffiges Dielenhaus mit hoher Diele rechts. 9 Fache lang, davon gehören 6 Fache zum Kernbau von 1450-54 (d). Grundfläche 18 x 8,60 m. | Der historische Vorgängerbau wurde 1986-1988 im LWL-Freilichtmuseum Detmold wiedererrichtet: Fachwerk-Giebelhaus, Dreiständerbau, zweischiffiges Dielenhaus mit hoher Diele rechts. 9 Fache lang, davon gehören 6 Fache zum Kernbau von 1450-54 (d). Grundfläche 18 x 8,60 m. | ||
Giebel mit Dekor der Spätrenaissance: Zahnschnitt, Beschlagwerk, Füllhölzer mit Ranken und gereihten Aktanthusblättern, Firstdreieck mit Rosette. Kräftiger Sturzriegel mit verwittertem Beschlagwerk über den Stubenfenstern links, ehemals breites, bleiverglastes Fensterband der Stube. Sturzriegel des Stubenfensters und des Dielentores sowie Giebelschwelle ehemals von hölzernen Gesimsleisten abgeschlossen, Abdrücke erhalten. Dielentor in der ersten Hälfte des 19. Jh. in Richtung Gebäudemitte verschoben und Torkopfbänder beschnitten, um einen flachen Segmentbogen zu erhalten. Inschrift und Schnitzdekor des Torbogens nicht erhalten, vermutlich | Giebel mit Dekor der Spätrenaissance: Zahnschnitt, Beschlagwerk, Füllhölzer mit Ranken und gereihten Aktanthusblättern, Firstdreieck mit Rosette. Kräftiger Sturzriegel mit verwittertem Beschlagwerk über den Stubenfenstern links, ehemals breites, bleiverglastes Fensterband der Stube. Sturzriegel des Stubenfensters und des Dielentores sowie Giebelschwelle ehemals von hölzernen Gesimsleisten abgeschlossen, Abdrücke erhalten. Dielentor in der ersten Hälfte des 19. Jh. in Richtung Gebäudemitte verschoben und Torkopfbänder beschnitten, um einen flachen Segmentbogen zu erhalten. Inschrift und Schnitzdekor des Torbogens nicht erhalten, vermutlich abgearbeitet. | ||
Das zweischiffiges Dielen-Vorderhaus von 6 Fachen entspricht dem Kernbau von 1450-54 (d), von dem Balkenlage und Dachwerk erhalten geblieben sind. Knapp 60 Grad steiles Sparrenndach mit zwei mit halbem Schwalbenschwanz angeblatteten Kehlbalkenlagen. Aufgelegte Dachbalken, mit den Ständern durch verzapfte Kopfbänder verstrebt. Seitenschiff bei Umbau 1609-11 (d) um gut einen Meter zur Diele verbreitert, seitdem vier Fach langer Stubeneinbau mit straßenseitiger Stube und anschließdener Kammer. Dahinter frühere hohe Küchenlucht über zwei Fache mit verstärktem Rähm und Kopfbändern, zwei hochliegende große Fenster zur Traufgasse. Höheres Hinterhaus von 2 Fachen Tiefe 1745 (d) über älterem Gewölbekeller, ersetzt ein mindestens seit 1611 (d) bestehendes Hinterhaus. Früherer Saal um 1880 als Tischlerwerkstatt genutzt. | Das zweischiffiges Dielen-Vorderhaus von 6 Fachen entspricht dem Kernbau von 1450-54 (d), von dem Balkenlage und Dachwerk erhalten geblieben sind. Knapp 60 Grad steiles Sparrenndach mit zwei mit halbem Schwalbenschwanz angeblatteten Kehlbalkenlagen. Aufgelegte Dachbalken, mit den Ständern durch verzapfte Kopfbänder verstrebt. Seitenschiff bei Umbau 1609-11 (d) um gut einen Meter zur Diele verbreitert, seitdem vier Fach langer Stubeneinbau mit straßenseitiger Stube und anschließdener Kammer. Dahinter frühere hohe Küchenlucht über zwei Fache mit verstärktem Rähm und Kopfbändern, zwei hochliegende große Fenster zur Traufgasse. Höheres Hinterhaus von 2 Fachen Tiefe 1745 (d) über älterem Gewölbekeller, ersetzt ein mindestens seit 1611 (d) bestehendes Hinterhaus. Früherer Saal um 1880 als Tischlerwerkstatt genutzt. | ||