Friedrich-Petri-Straße 5 (Lage): Unterschied zwischen den Versionen

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Weitere '''Umbauten''' erfolgten im 18. bis 20. Jahrhundert: Zunächst wurden im hinteren, linken Bereich der großen Kaminküche zwei Stuben oder Kammern eingebaut, die nach den verwendeten Füllungstüren in die Mitte des 18. Jahrhunderts datiert werden können. Im 19. Jahrhundert fügte man an der linken (südwestlichen) Traufwand eine Abschleppung an, die eine weitere Stube und eine Kammer enthielt. Damit wurde die alte Diele zum Hausflur; das Dielentor wurde durch eine zweiflügelige Haustür ersetzt. Danach wurde der frühere Saal aufgegegeben und zu einer Querdiele umfunktioniert, dazu baute man einen Torbogen (ohne Inschrift) in der nordöstlichen Traufwand ein. Dieser Torbogen wurde später vermauert und durch eine kleine Außentür ersetzt.
Weitere '''Umbauten''' erfolgten im 18. bis 20. Jahrhundert: Zunächst wurden im hinteren, linken Bereich der großen Kaminküche zwei Stuben oder Kammern eingebaut, die nach den verwendeten Füllungstüren in die Mitte des 18. Jahrhunderts datiert werden können. Im 19. Jahrhundert fügte man an der linken (südwestlichen) Traufwand eine Abschleppung an, die eine weitere Stube und eine Kammer enthielt. Damit wurde die alte Diele zum Hausflur; das Dielentor wurde durch eine zweiflügelige Haustür ersetzt. Danach wurde der frühere Saal aufgegegeben und zu einer Querdiele umfunktioniert, dazu baute man einen Torbogen (ohne Inschrift) in der nordöstlichen Traufwand ein. Dieser Torbogen wurde später vermauert und durch eine kleine Außentür ersetzt.


Im 20. Jahrhundert wurden noch einige Toiletten und ein kleines Badezimmer hinzugefügt. In diesem Zustand wurde das Haus noch bis 1986 vermietet und bewohnt.
Im 20. Jahrhundert wurden noch einige Toiletten an der Außenwand des Anbaus von 1769 und ein kleines Badezimmer im früheren Saal hinzugefügt. In diesem Zustand wurde das Haus noch bis 1986 vermietet und bewohnt.


'''1871''' (gemalte Jahreszahl auf einem Sandstein-Türsturz) wurde links von dem Fachwerkbau ein zweigeschossiges Werkstattgebäude mit einem Bruchsteinuntergeschoss und einem Backsteinobergeschoss erbaut, das als '''Lohgerberei''' genutzt wurde. Das Gebäude besaß einen vierkantigen Industrieschornstein aus Backstein. Vier Gerbgruben wurden 2014-17 in den freigelegten Grundmauern des 2004 abgebrochenen Gebäudes gefunden und mit Metallgittern gesichert.
'''1871''' (gemalte Jahreszahl auf einem Sandstein-Türsturz) wurde links von dem Fachwerkbau ein zweigeschossiges Werkstattgebäude mit einem Bruchsteinuntergeschoss und einem Backsteinobergeschoss erbaut, das als '''Lohgerberei''' genutzt wurde. Das Gebäude besaß einen vierkantigen Industrieschornstein aus Backstein. Vier Gerbgruben wurden 2014-17 in den freigelegten Grundmauern des 2004 abgebrochenen Gebäudes gefunden und mit Metallgittern gesichert.