Wilbasen, Wohnplatz in Siebenhöfen: Unterschied zwischen den Versionen
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Als um 1500 keine Pilger mehr nach Wilbasen kamen, wurde um 1504 in der Klause bei der Kapelle ein Siechenhaus, also ein Leprosenhaus, eingerichtet, das 200 Jahre später von der Stadt Blomberg übernommen wurde. Anfang des 18. Jahrhunderts war die Kapelle in Verfall geraten; 1708 war sie bereits Ruine und der Bauerrichter ließ die Straße nach Herrentrup mit Steinen der Kapelle ausbessern. Schon 1643 hatte ein Sturm das Dach der Kapelle beschädigt und 1688 brach der Meier zu Siebenhöfen "Fenstergewölbesteine" heraus, um sie auf seinem Hof zu verwenden. Eine Zeichnung des Meierhofes Stork auf einer Flurkarte der Blomberger Feldmark des Landmessers Friemel von 1750 zeigt die Ruine der Kapelle am nördlichen Rand des Hofes; später wurde sie ganz abgebrochen. An ihrer Stelle befindet sich heute ein Erbbegräbnis der Besitzerfamilie Tippenhauer (ab 1909). Ein Schlussstein mit dem Lamm Gottes und einige Stücke von Gewölberippen waren bis vor etwa 30 Jahren noch an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer eingemauert; heute befindet sich der Schlussstein mit dem "Agnus Dei" in der Kirche in Reelkirchen. | Als um 1500 keine Pilger mehr nach Wilbasen kamen, wurde um 1504 in der Klause bei der Kapelle ein Siechenhaus, also ein Leprosenhaus, eingerichtet, das 200 Jahre später von der Stadt Blomberg übernommen wurde. Anfang des 18. Jahrhunderts war die Kapelle in Verfall geraten; 1708 war sie bereits Ruine und der Bauerrichter ließ die Straße nach Herrentrup mit Steinen der Kapelle ausbessern. Schon 1643 hatte ein Sturm das Dach der Kapelle beschädigt und 1688 brach der Meier zu Siebenhöfen "Fenstergewölbesteine" heraus, um sie auf seinem Hof zu verwenden. Eine Zeichnung des Meierhofes Stork auf einer Flurkarte der Blomberger Feldmark des Landmessers Friemel von 1750 zeigt die Ruine der Kapelle am nördlichen Rand des Hofes; später wurde sie ganz abgebrochen. An ihrer Stelle befindet sich heute ein Erbbegräbnis der Besitzerfamilie Tippenhauer (ab 1909). Ein Schlussstein mit dem Lamm Gottes und einige Stücke von Gewölberippen waren bis vor etwa 30 Jahren noch an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer eingemauert; heute befindet sich der Schlussstein mit dem "Agnus Dei" in der Kirche in Reelkirchen. | ||
Der '''Wilbaser Markt''', ein überregional bekannter Kram- und Viehmarkt, heute vor allem ein großer Rummelplatz mit Fahrgeschäften, findet bis heute an jedem zweiten Septemberwochenende auf dem Festplatz an der B 1 statt. | |||
==Siedlungscharakteristik== | ==Siedlungscharakteristik== | ||