Lakeweg 9 (Belle): Unterschied zwischen den Versionen

→Geschichte: Viehbestand ergänzt.
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Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei "Markjunkern" von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der "Herrentruper Mark" belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als "Freimeier" bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei "Markjunkern" von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der "Herrentruper Mark" belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als "Freimeier" bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.


Der Landbesitz des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 "Dreißkämpe" (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der "Herrentruper Mark". Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.<ref>Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.</ref>
Der '''Landbesitz''' des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 "Dreißkämpe" (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der "Herrentruper Mark". Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.<ref>Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.</ref>
 
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum '''Viehbestand''' des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 "Hämmeln" und 6 "Immenkörben" (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.<ref>Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.</ref>


==Gebäude==
==Gebäude==