Kolonat 34 (Haustenbeck): Unterschied zwischen den Versionen

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Die Stätte wurde wahrscheinlich 1729 gegründet von Carl Wilhelm Kelle. Zur Unterscheidung der verschiedenen Stättenbesitzer Kelle hatten die Kolone der Nr. 34 den Beinamen „Kiulen“.<ref>{{SprengerHaustenbeck1939}}, S. 164 u. 200.</ref>
Die Stätte wurde wahrscheinlich 1729 gegründet von Carl Wilhelm Kelle. Zur Unterscheidung der verschiedenen Stättenbesitzer Kelle hatten die Kolone der Nr. 34 den Beinamen „Kiulen“.<ref>{{SprengerHaustenbeck1939}}, S. 164 u. 200.</ref>
==Geschichte==
==Geschichte==
[[Datei:34 Kelle-Rückseite-1938.jpg|mini|Wohnhaus und Leibzucht der Stätte Nr. 34 in Haustenbeck, Rückseite, um 1938, Bildersammlung Walter Göbel.]]
Carl Wilhelm Kelle hatte zuvor mit seiner Frau Clara Anna Redeker die Stätte [[Kolonat 15 (Haustenbeck)|Redeker Nr. 15]] in Haustenbeck bewirtschaftet.<ref>Forschungen Walter Göbel, Manuskript.</ref> Im Jahr 1729 trat er zusammen mit seiner Frau Clara Anna Redeker die nicht weit entfernte Hoppenplöckerstätte Nr. 34 in Haustenbeck an, verstarb aber bald darauf, noch im November des selben Jahres. Die Stätte gelangte daraufhin an seinen Sohn Johann Simon.<ref>L 89 A Nr. 100, Bl. 311.</ref>
Carl Wilhelm Kelle hatte zuvor mit seiner Frau Clara Anna Redeker die Stätte [[Kolonat 15 (Haustenbeck)|Redeker Nr. 15]] in Haustenbeck bewirtschaftet.<ref>Forschungen Walter Göbel, Manuskript.</ref> Im Jahr 1729 trat er zusammen mit seiner Frau Clara Anna Redeker die nicht weit entfernte Hoppenplöckerstätte Nr. 34 in Haustenbeck an, verstarb aber bald darauf, noch im November des selben Jahres. Die Stätte gelangte daraufhin an seinen Sohn Johann Simon.<ref>L 89 A Nr. 100, Bl. 311.</ref>


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Im Jahr 1828 lebte das Besitzerpaar Kelle mit drei Söhnen, zwei Töchtern und einem Dienstboten in einem Haushalt. Die Kinder waren alle noch keine 14 Jahre alt. Außerdem lebte das Leibzüchterpaar mit drei Söhnen und einer Tochter auf der Stätte.<ref>L 92 Z Nr. 1451, S. 208.</ref>
Im Jahr 1828 lebte das Besitzerpaar Kelle mit drei Söhnen, zwei Töchtern und einem Dienstboten in einem Haushalt. Die Kinder waren alle noch keine 14 Jahre alt. Außerdem lebte das Leibzüchterpaar mit drei Söhnen und einer Tochter auf der Stätte.<ref>L 92 Z Nr. 1451, S. 208.</ref>


Als 1897 der Kolon Simon Wilhelm Heinrich Kelle starb, hinterließ er seine zweite Ehefrau und vier Kinder. Der 12jährige Sohn Simon Friedrich Hermann aus erste Ehe war Anerbe der Stätte. Die Kinder zweiter Ehe waren zwischen zwei und sechs Jahren alt. Trotzdem führte die Witwe die Stätte zunächst allein weiter. Erst 1902 verheiratete sie sich erneut, doch ihr Ehemann verstarb schon im folgenden Jahr 1903. Der Anerbe wurde 1906 volljährig und als Besitzer eingetragen. Zwei Jahre später brannte das Haus ab. Noch im selben Jahr verstarb auch der noch unverheiratete Erbe.
Als 1897 der Kolon Simon Wilhelm Heinrich Kelle starb, hinterließ er seine zweite Ehefrau und vier Kinder. Der 12jährige Sohn Simon Friedrich Hermann aus erste Ehe war Anerbe der Stätte. Die Kinder zweiter Ehe waren zwischen zwei und sechs Jahren alt. Trotzdem führte die Witwe die Stätte zunächst allein weiter. Erst 1902 verheiratete sie sich erneut, doch ihr Ehemann verstarb schon im folgenden Jahr 1903. Der Anerbe wurde 1906 volljährig und als Besitzer eingetragen. Zwei Jahre später brannte die Leibzucht des Kolonates ab. Noch im selben Jahr verstarb auch der noch unverheiratete Erbe.
1909 wurde ein neues Haus als Bruchsteinbau neu errichtet. Als Eigentümer wurden die drei Kinder zweiter Ehe Henriette, Friedrich und Heinrich Kelle eingetragen.<ref>Forschungen Walter Göbel, Manuskript.</ref>
1909 wurde ein neues Haus als Bruchsteinbau neu errichtet. Als Eigentümer wurden die drei Kinder zweiter Ehe Henriette, Friedrich und Heinrich Kelle eingetragen.<ref>Forschungen Walter Göbel, Manuskript.</ref>


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==Gebäude==
==Gebäude==
Wohnhaus und Leibzucht, bis 1908 wohl in Fachwerkbauweise.
1908 brannte die Leibzucht ab.<ref>L 109 Detmold Nr. 270 (unpag.).</ref>
1908/1909 Neubau des Wohnhauses (!) als Bruchsteinbau.


==Inschriften==
==Inschriften==