Kolonat 83 (Haustenbeck): Unterschied zwischen den Versionen

Margit Lenniger (Diskussion | Beiträge)
Margit Lenniger (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 17: Zeile 17:
Das Kolonat Eikermann wurde 1811 gegründet. Es lag außerhalb des Dorfkerns, an der Straße nach Augustdorf.
Das Kolonat Eikermann wurde 1811 gegründet. Es lag außerhalb des Dorfkerns, an der Straße nach Augustdorf.
==Geschichte==
==Geschichte==
[[Datei:HAU 083 OWL D75 09753 012.jpg|mini|Haustenbeck Nr. 83 von Nordosten, LAV OWL D75 09753]]
[[Datei:83 Karte Haustenbeck.jpg|mini|Lage der Stätte 83, Nachlass Walter Göbel.]]
[[Datei:83 Haustenbeck Eikermann ca. 1938.jpg|mini|Das Kolonat Eikermann Nr. 83 in Haustenbeck aus südwestlicher Richtung, ca. 1938, Bildersammlung Walter Göbel.]]
[[Datei:83 Eikermann.jpg|mini|Kolonat Eikermann, Bildersammlung Walter Göbel.]]
[[Datei:83 Eikermann Sägewerk.jpg|mini|Wilhelm Eikermann betrieb auf seinem Kolonat ein Sägewerk, Bildersammlung Walter Göbel.]]
Der „Ackersmann und Maurer“ Frantz Anton Baumann lebte mit Frau und zwei Kinder als Einlieger bei Hahmeyer (Hagemeier) in Berlebeck. Ende 1799 wollte er sich in Haustenbeck in der Nähe der [[Kolonat 58 (Haustenbeck)|Stätte Meier Nr. 58]] anbauen. Der Platz wurde auch ausgewiesen, doch Baumann trat vom Kauf zurück, weil ein Bürge zurückgetreten war. Obwohl der freie Bauplatz von den Kanzeln in Oerlinghausen, Stapelage und Haustenbeck ausgerufen wurde, fand sich zunächst niemand. Man überredete Johann Henrich Eikermann, den Anerben der [[Kolonat 59 (Haustenbeck)|Stätte 59]]. Als Grund dafür, warum sich niemand gemeldet hatte, gab er an, „weil die Wilddiebe aus dem Paderbörnischen fast täglich über diese Grundstücke passierten und ihren ordinären Weg daher hätten, welcher Umstand jedermann in Furcht setzte“. Sein Vater bestätigte das. Aber gerade deshalb bestand ein hohes Interesse, dort Bewohner anzusiedeln. Forstmeister Pählig versprach sich von Neuansiedlungen keinen Nutzen. Doch Eikermann bewilligte man dafür zehn abgabenfreie Jahre.<ref>Kartei Hans Sprenger.</ref>
Der „Ackersmann und Maurer“ Frantz Anton Baumann lebte mit Frau und zwei Kinder als Einlieger bei Hahmeyer (Hagemeier) in Berlebeck. Ende 1799 wollte er sich in Haustenbeck in der Nähe der [[Kolonat 58 (Haustenbeck)|Stätte Meier Nr. 58]] anbauen. Der Platz wurde auch ausgewiesen, doch Baumann trat vom Kauf zurück, weil ein Bürge zurückgetreten war. Obwohl der freie Bauplatz von den Kanzeln in Oerlinghausen, Stapelage und Haustenbeck ausgerufen wurde, fand sich zunächst niemand. Man überredete Johann Henrich Eikermann, den Anerben der [[Kolonat 59 (Haustenbeck)|Stätte 59]]. Als Grund dafür, warum sich niemand gemeldet hatte, gab er an, „weil die Wilddiebe aus dem Paderbörnischen fast täglich über diese Grundstücke passierten und ihren ordinären Weg daher hätten, welcher Umstand jedermann in Furcht setzte“. Sein Vater bestätigte das. Aber gerade deshalb bestand ein hohes Interesse, dort Bewohner anzusiedeln. Forstmeister Pählig versprach sich von Neuansiedlungen keinen Nutzen. Doch Eikermann bewilligte man dafür zehn abgabenfreie Jahre.<ref>Kartei Hans Sprenger.</ref>


Zeile 33: Zeile 39:


==Gebäude==
==Gebäude==
[[Datei:HAU 083 OWL D75 09753 012.jpg|mini|Haustenbeck Nr. 86, LAV OWL D75 09753]]
Drei- oder Vierständerbau von 1811 mit Brettergiebel und Abseite. Neues Wohnhaus, zweigeschossiger Walmdachbau mit Stallanbau, Backsteinrohbau, 1935.
Drei- oder Vierständerbau von 1811 mit Brettergiebel und Abseite. Neues Wohnhaus, zweigeschossiger Walmdachbau mit Stallanbau, Backsteinrohbau, 1935.
Nach 1939 verschwunden, Hausstätte heute wüst.
Nach 1939 verschwunden, Hausstätte heute wüst.