Spielberg Jüdischer Friedhof (Reelkirchen)
| Spielberg Jüdischer Friedhof (Reelkirchen) | |
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| Ortsteil | Reelkirchen |
| Karte | |
| Straße | Spielberg (Reelkirchen) |
Der jüdische Friedhof von Reelkirchen liegt weit außerhalb im Süden am Westhang des 239 m hohen Spielbergs, Flur 2 Nr. 125.
Geschichte
Über die Entstehung des Friedhofs ist noch nichts bekannt.
Am 29.7.1993 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Blomberg eingetragen. Der Friedhof wird von der Stadt Blomberg gepflegt.
Beschreibung

Eingefriedete quadratische Fläche von 4 x 4 m (die ursprüngliche Friedhofsgröße nach Zoremba ca. 100 qm), darauf 2 Grabsteine mit hebräischen Inschriften für Jacob Kirchheimer (1807–1895) und Samuel Herzfeld (gest. 1861).[1] [2]
Jacob Kirchheimers Vater, ebenfalls mit Vornamen Jacob, war ein sog. "Schutzjude" und Kaufmann. Aktenkundig ist er durch den Verkauf seines Kolonats Nr. 26, Bohleke später Kirchheimer, in Reelkirchen im Jahr 1833.[3] Später besaß Kirchheimer das Kolonat 16, welches seine Witwe 1867 verkaufte.[4]
Samuel Herzfeld war Einlieger und Schönfärber aus Herrentrup. Er hatte nach seiner Lehre und Wanderschaft 2 ½ Jahre bei Färber Reiter in Blomberg gearbeitet und wollte sich 1838 in Reelkirchen niederlassen und als Schönfärber selbständig machen, was ihm gestattet wurde. 1841 erhielt er auf seine Bitte die Erlaubnis, sich zu verheiraten.[5]
Eigentümer*innen
Literatur
Elfi Pracht, Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Teil III: Regierungsbezirk Detmold (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern von Westfalen; 1.1), Köln 1998, S. 301.
Dieter Zoremba, Ortsartikel Blomberg, in Karl Hengst, Ursula Olschewski (Hg.), Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold, Münster 2013, S. 289.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
Autor*innen
- ↑ Elfi Pracht, Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Teil III: Regierungsbezirk Detmold (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern von Westfalen; 1.1), Köln 1998, S. 301.
- ↑ Dieter Zoremba, Ortsartikel Blomberg, in Karl Hengst, Ursula Olschewski (Hg.), Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold, Münster 2013, S. 289.
- ↑ LAV NRW OWL, L 108 Schieder / Amt Schieder, Nr. 622.
- ↑ LAV NRW OWL, L 108 Schieder / Amt Schieder, Nr. 604: Kolonat Niemeier modo Kirchheimer später Meier Nr. 16, Reelkirchen - Universalerbe der Witwe Jacob Kirchheimer Nr. 16, Reelkirchen, Kaufmann Bendix Schloss, Brönning bei Hameln ./. Kaufmann Moses Meier, Reelkirchen wegen Verkaufs des Kolonats Nr. 16, Reelkirchen, 1867.
- ↑ LAV NRW OWL, L 77 A / Lippische Regierung (Ältere Registratur) - Allgemeine und innere Verwaltung, Nr. 5425: Judengeleit im Amt Schieder, (1781-1787) 1792-1851.
Seitenhistorie
Seite erstellt am 30.06.2026 von Joachim Kleinmanns
Letzte Änderung am: 18.07.2026 von Joachim Kleinmanns