Dedinghauser Weg 5 (Schlangen)
| Dedinghauser Weg 5 (Schlangen) | |
|---|---|
| Ortsteil | Schlangen (Ortskern) |
| Straße | Dedinghauser Weg (Schlangen) |
| Hausnummer | 5 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Schlangen |
| Hausnummer | 001 |
Früherer Hof Hanselle, Schlangen Nr. 1.[1]
Geschichte
Gebäude

Abgebrochene Hofanlage:
Haupthaus, Vierständerbau des 18. Jahrhunderts, Außenmauern 1863 in Bruchstein erneuert, Brettergiebel, abgebrochen 1974.
Kotten bzw. Leibzucht, kleiner Vierständerbau, nach Inschrift erbaut 1667, abgebrochen 1946. Brettergiebel, auf Stichköpfen vorkragend, gekrümmte Fußstreben beiderseits des Dielentores.
Speicher mit Steinuntergeschoss und Fachwerkoberstock, 19. Jahrhundert, 1968 abgebrochen. Schwelle-Rähm-Streben in den Eckfachen, Brettergiebel.[2]
Inschriften
Inschrift der Leibzucht von 1667, abgebrochen 1946:[3]
| IST GOTT FUR UNS WER MAG WIDER UNS SEIN |
| JOHANN GERKEN UND ANNA BENNINGS VON WELLENTRUP |
| HABEN DIESES HAUS ERBAUT ANNO 1667 |
Inschrift des Speichers, abgebrochen 1968/1974:
| AN GOTTES SEGEN IST ALLES GELEGEN |
| FRIDRICH HANSELLEN UND ANNA MARIE BUHDEN |
| HAEN DISES LASEM BAUN ANNO (?) |
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
| 1620 (SALBUCH): | Hans Selle (Nachtrag: oder Gerken), ein Vollspänner, hat 6 Pferde, Haus und Hof stehen wohl. Gibt dem Probst an der Gaukirche in Paderborn 13 Sch. Pachtkorn, den Westphalen 19 Sch. Ist frei. |
| 1642 (HEBEREGISTER): | Hans Selle mit der Frau tot, zwei kleine Kinder, die sich bei den Freunden aufhalten, ein altes Haus, sonst alles wüst. |
| 1663 (HEBEREGISTER): | der Hans Selle, Vollspänner. |
| 1782 (SALBUCH): | Hanselle, Mittelkötter, frei. |
| 1823 (VERMESSUNGSREGISTER): | Hanselle, ein Wohnhaus, eine Leibzucht, ein Schafstall, ein Kornhaus, 34,3 ha. |
- Adressbuch 1901: Friedrich Hanselle, Landwirt.[5]
- Adressbuch 1926: Fritz Hanselle sen., Landwirt.[6]
Literatur
Heinz Wiemann (Hg.), Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, Bielefeld 2011.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Heinz Wiemann (Hg.), Lanchel-Colstidi-Astanholte, 1969, S. 144ff.
- ↑ Heinz Wiemann (Hg.), Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, Bielefeld 2011, S. 544ff.
- ↑ Heinz Wiemann (Hg.), Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, Bielefeld 2011, S. 544ff.
- ↑ Heinz Wiemann (Hg.), Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, Bielefeld 2011, S. 544ff.
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 236.ff.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 785.ff.
Autor
Seitenhistorie
Seite erstellt am 02.11.2024 von Hans-Christian Schall
Letzte Änderung am: 13.08.2026 von Heinrich Stiewe