Trophagener Straße 15 (Heiden)
OrtsteilHeiden
Karte
Straße

Friedhof Heiden

Geschichte

 
Trophagener Str Friedhof Heiden, Foto Privat ca. 1950

Über viele Jahrhunderte wurde das Grundstück, auf dem die Kirche in Heiden steht, als Friedhof für die Mitglieder der ev.-ref. Kirchengemeinde genutzt. Das Kirchspiel der Gemeinde Heiden war groß, es gehörten zahlreiche Ortschaften im Umfeld hinzu. Da bis zum 19. Jahrhundert die Bevölkerung stetig zunahm, somit auch die Zahl der Sterbefälle anstieg (im Jahre 1830 wurden an der Kirche 70 Personen beige-setzt), entwickelte sich die Beerdigungspraxis an der Kirche zu einem Problem. Nach langjährigen Verhandlungen ab 1831 einigte man sich in 1843, einen neuen Friedhof auf dem „Kuhkamp“ am Weg nach Trophagen anzulegen. Ab 1844 fanden die Bestattungen der Verstorbenen aus den Ortsteilen Heiden, Hedderhagen, Heßloh und Niewald auf dem neuen Friedhof in Heiden statt. [1] Ein Totenhofverein wurde gegründet, in dem die Grundstückseigentümer aus den vier Ortsteilen Mitglied wurden.

Der Friedhof in Heiden liegt zwischen der Trophagener Straße und der Bentruper Straße auf einem nach Osten leicht ansteigenden Gelände und hat Zugang von beiden Straßen. Im Urkatasterplan von 1883 ist nur gut ein Drittel der heutigen Fläche an der Trophagener Straße als Friedhof eingezeichnet. Die Grundkarte (M 1:5000) aus dem Jahre 1912 zeigt eine Erweiterung des Friedhofes etwa bis zu der Stelle, an der die große Linde an zentraler Stelle mitten auf dem Friedhof steht. Erst in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts erhielt der heidener Friedhof seine heutige Fläche.

An der Nordseite des Friedhofes befindet sich mit Zufahrt von der Trophagener Straße ein PKW-Parkplatz für die Friedhofsbesucher.

Das Friedhofsgelände ist an drei Seiten von einer Hainbuchenhecke umgeben. Zur Trophagener Straße wird der Friedhof von einer ca. 70 cm hohen Stützmauer aus Bruchsteinmauerwerk begrenzt. Der westliche Teil des Friedhofs hat durch alten Baumbestand mit verschiedenen hohen Bäumen einen parkähnlichen Charakter. Im östlichen Teil des Friedhofes, auf dem sich die Grabstätten insbesondere aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg befinden, wird der Wandel in der Bestattungspraxis, der sich aktuell vollzieht, sehr deutlich. Die Anzahl der Erdbestattungen wird geringer, die Zahl der Urnenbestattungen wächst stetig.

Beschreibung

Eigentümer:innen

Literatur

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hans Hüls: Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes. Im Auftrag der Stadt Lage herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe. Detmold 1974. Gleichzeitig im Selbstverlag der Geographischen Komission für Westfalen erschienen. Online abrufbar S.176


Lothar Kaup

Seitenhistorie

Seite erstellt am 19.02.2026 von Lothar Kaup

Letzte Änderung am: 19.02.2026 von Lothar Kaup