Kirchplatz o.Nr. (Heiden)
Ev.-ref. Dorfkirche Heiden
| Kirchplatz o.Nr. (Heiden) | |
|---|---|
| Ortsteil | Heiden |
| Straße | Kirchplatz (Heiden) |
| Hausnummer | o.Nr. |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | |
Nachdem er am 22. Oktober 1846 in Heiden eine Visitation abgehalten hatte, schrieb der lippische Generalsuperintendent Georg Althaus erkennbar beeindruckt, die Kirche sei " in ihrer Größe und Bauart nach eine der ansehnlichsten und schönsten im Lande".[1]
Geschichte
Der Kirchturm wurde 1594 erbaut, 1633 durch ein "Donnergewitter" zerstört, 1663 teilweise erneuert. 1843 wurde der Turm ein weiteres Mal durch einen Blitzschlag in Brand gesetzt.[2]

Die Kirche in Heiden wurde oberhalb des Oetternbaches auf einem Felssporn aus mergeligem Kalkgestein errichtet. Der Standort liegt nahe einer Furt am Oettern-bach.
Schriftliche Quellen zur Gründung der Kirche liegen nicht vor. Eine erste schriftliche Erwähnung der Kirche in Heiden findet sich in einem Verzeichnis des Herforder Stif-tes vom Berge aus dem Jahr 1151 unter der Ortsbezeichnung „He-the“.[3] Der lateinische Name Hethe (auch Hethis oder Hethem), als „Haus in der Heide“ für den Standort der Kirche nimmt offenbar Bezug auf den ca. 400 m westlich der Kirche damals schon bestehenden Meierhof zu Heiden, der später als Hof Meier Nr. 3 in Heiden bezeichnet wurde.
Zur Gründung der Kirche in Heiden gibt es unterschiedliche Annahmen. Eine Hypo-these bezieht sich auf den Paderborner Bischof Meinwerk, der in seiner Zeit als Bi-schof (1009-1036) die neu gegründeten Kirchen im Bistum unter dem Patronat Peter und Paul errichten ließ. Ausführliche Überlegungen dazu finden sich bei Hüls. [4]
Gebäude

Gotische Hallenkirche mit drei Querschiffen. Weithin sichtbar ist die gedrehte Turmspitze.
Spätmittelalterliche Wandmalereien, Apostelzyklus im Chorraum, gotisches Sakramentshäuschen, romanischer Taufstein (aus der Kirche in Elbrinxen), steinerner Kopf eines Bischofs.[1]
Inschriften
Glocken
Der Glockenstuhl mit drei mittelalterlichen Glocken ist der älteste in Westfalen-Lippe.
Orgel
Eigentümer
Ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden
Pastoren
bis 1926[2]
- JJJJ
Literatur
- Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004
Quellen
Weblinks
- Internetseite der Kirchengemeinde: https://www.kirche-heiden.de
- Archiv der Lippischen Landeskirche: Archivseite
- Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelisch-reformierte_Kirche_Heiden
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004, S. 11
- ↑ 2,0 2,1 Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 409 ff
- ↑ Hans Hüls: Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes. Im Auftrag der Stadt Lage herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe. Detmold 1974. Gleichzeitig im Selbstverlag der Geographischen Komission für Westfalen erschienen. Online abrufbar S.114
- ↑ Hüls 1974 S. 112 ff
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 12.05.2026 von Wolfgang Kramer
Letzte Änderung am: 18.05.2026 von Lothar Kaup