Stiftstraße 21 (Lemgo)

Aus lippe-haeuser-wiki.de
Version vom 1. Juni 2026, 16:12 Uhr von Lothar Kaup (Diskussion | Beiträge) (Gebäude: Text und Foto Von Kanzel ergänzt)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stiftstraße 21 (Lemgo)
OrtsteilLemgo (Kernstadt)
StraßeStiftstraße (Lemgo)
Hausnummer21
Karte
Adressbuch von 1901Nein

Ev.-luth. Kirche St. Marien Lemgo

Im September des Jahres 1306 zogen 40 Nonnen von Lahde bei Minden nach Lemgo. Hier wurden die Dominikanerinnen vom Edelherrn Simon I. zur Lippe, seiner Familie, der Ritterschaft des Landes und den Bürgern der Stadt begrüßt.[1]

Geschichte

Die Kirche, ein dreischiffiger gotischer Bau des 13. Jahrhunderts hat die Form der sog. Westfälischen Hallenkirchen.[2]

Gebäude

St. Marien Kirche, 2013, Foto: Tsungam

Die ev.-luth. Pfarrkirche der Neustadt zählt zu den schönsten frühgotischen Hallenkirchen Westfalens. Mit dem Bau wurde etwa 1260/70 begonnen. 1306 gründete der lippische Edelherr Simon I. ein Dominikanerinnen-Kloster für 40 Nonnen und verschaffte dem Kirchenbau damit eine neue Dynamik.

Wegen des hohen Grundwasserspiegels und des sandigen Bodens wurden zahlreiche Holzpfähle in den Untergrund gerammt. Dennoch musste im 14. Jh. der Bau eines Turmes über dem westlichen Mittelschiffjoch wegen statischer Probleme eingestellt werden. Stattdessen wurde in der Zeit der Hochgotik, etwa 1350/60 der mächtige Nordostturm als eigenständiger Baukörper errichtet, der nur minimal auf den älteren Wänden von Chor und Querhaus aufruht und in dessen Erdgeschoss die Sakristei liegt. Als Pendant zum Turm wurde das südliche Seitenschiff um ein Joch (Gewölbeabschnitt) verlängert.

Die auffallend schlichten Formen der Westseite erklären sich daraus, dass sich hier der Klosterbezirk anschloss. Die ehemalige Bedeutung des Klosters manifestiert sich in der Tatsache, dass Edelherr Otto zur Lippe um 1360 die Marienkirche zur Familiengrabstätte erklärte. Die beiden, von dem um 1380 angefertigten Grabdenkmal des Edelherren und seiner Frau Ermgard von der Mark stammenden Tumbenfiguren aus der Parler-Schule stehen an der Ostwand des Südchores.

Zu den bemerkenswerten Ausstattungsstücken zählen die in der Renaissance entstandene Schwalbennest-Orgel, eine Taufe aus dem Jahr 1592 von Georg Crosman und eine Kanzel aus dem Jahr 1643/44 von Hermann Voß.[3]

Kirche St. Marien Lemgo, Kanzel, Foto L.Kaup 2007

Inschriften

Glocken

Orgel

Inventar

Eigentümer

Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Marien Lemgo

Pastoren

bis 1926 [2]

  • JJJJ

Literatur

  • Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004, S. 129
  2. 2,0 2,1 Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 471 ff
  3. Kreis Lippe, Denkmalbehörde, 20 Jahre Tag des offenen Denkmals in Lippe, 100 Baudenkmale, Veröffentlichung 2012, S116-117

Autor*innen

Lothar Kaup, Wolfgang Kramer

Seitenhistorie

Seite erstellt am 26.05.2026 von Wolfgang Kramer

Letzte Änderung am: 01.06.2026 von Lothar Kaup