Kirchplatz (Heiden)
| Kirchplatz (Heiden) | |
|---|---|
| Ortsteil | Heiden |
| Karte | |
Als Kirchplatz wird der Platz um die ev.-ref. Kirche in Heiden benannt, der bis 30. April 1840 als Friedhof genutzt wurde. An der Kirchhofsmauer, die den Platz umgibt, entstanden an der Nordseite ab dem beginnenden 17. Jahrhundert auf kleinen Grundstücken halbkreisförmig einige Gebäude, die bis heute erhalten sind.
Charakteristik

Der Kirchhof bildet einen unregelmäßigen Kreis, dessen Nord- und Westseite später mit Häusern bebaut worden sind, während an den übrigen Seiten die alte Kirchhofmauer größtenteils erhalten blieb. Sie hatte früher zwei hohe Tore und gilt als einzige in Lippe bezeugte Kirchenburg. Östlich von der Kirche steht vor dem Kirchhof das Pfarrhaus, südlich von diesem eine mächtige alte Linde, deren Äste unten waagerecht gezogen sind. Darunter soll sich eine Gogerichtsstätte befunden haben. [1]
Östlich des Chors der Kirche steht ein Kriegerdenkmal.
Name
Geschichte
Der Kirchhof wurde ab dem 1. Mai 1844 nicht mehr belegt. Da er die Toten der stark angewachsenen Bevölkerungszahl nicht mehr aufnehmen konnte, wurden 1843/44 neue Friedhöfe angelegt. Für die "Totenhofgemeinde Heiden", bestehend aus dem Dorf Heiden und den Bauerschaften Heßloh, Niewald und Hedderhagen, an der Trophagener Straße (Heiden), für die anderen in Hardissen, Bentrup, Klüt und Nienhagen.[2]
Hausstätten
- Kirchplatz 4 | vor 1970 Kirchplatz 3 | Heiden Nr. 55
- Kirchplatz 5 | vor 1970 Kirchplatz 4 | Heiden Nr. 113
- Kirchplatz 7 | vor 1970 Kirchplatz 5 | Heiden Nr. ne
- Kirchplatz 8 | vor 1970 Kirchplatz 6 | Heiden Nr. ne
- Kirchplatz 14 | vor 1970 Kirchplatz 1 | Heiden Nr. 114
- Kirchplatz 15 | vor 1970 Kirchplatz 2 | Heiden Nr. 29
Literatur
Hans Hüls: Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes. Im Auftrag der Stadt Lage herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe. Detmold 1974. Gleichzeitig im Selbstverlag der Geographischen Komission für Westfalen erschienen. Online abrufbar.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ StadtA Lemgo, 14 L 9987: Otto Gaul, Landkreis Detmold, Typoskript, um 1935/ergänzt 1960 Digitalisat.
- ↑ Hans Hüls: Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes. Im Auftrag der Stadt Lage herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe. Detmold 1974. Gleichzeitig im Selbstverlag der Geographischen Komission für Westfalen erschienen. Online abrufbar, S. 176.
Autor
Seitenhistorie
Seite erstellt am 12.03.2025 von Hans-Christian Schall
Letzte Änderung am: 05.06.2026 von Joachim Kleinmanns