Niewalder Straße 14 (Heiden)
| Niewalder Straße 14 (Heiden) | |
|---|---|
| Ortsteil | Heiden |
| Straße | Niewalder Straße (Heiden) |
| Hausnummer | 14 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Heiden |
| Hausnummer | 012 |
Die Hofstelle war ehemals Heiden Nr. 12
Geschichte
Die Zeitspanne zwischen 1150 und 1250 war in Heiden eine Rodungsphase, in der in der südlichen Gemarkung die Waldhufen-Ackerflächen gerodet wurden in dem Gebiet zwischen dem Alten Lemgoer Hellweg (heute Friedrichshöhe) und dem Bach, der Südriedel und Heideriedel trennt (heute nahe am Papendiek). So entstanden mehrere schematisch angelegte ca. 500 m lange Ackerflächen für die sechs Hofstellen Holste Nr.8, Dröge Nr.10, Stecker Nr.11, Cord Holste Nr.12, Barthold Neddermann Nr.14 und Grote, die sich im unteren Dorf nahe dem Oetternbach ansiedelten. [1]
Der Hof Cord Holste Nr. 12 gehört somit zu den ältesten Höfen in Heiden, er lag am Ortsrand an dem Weg nach Niewald. Im Landschatzregister von 1568 wird er als „de lame Holste“ bezeichnet und 1728 in den Aufzeichnungen von Friemel als Cord Holste benannt. Von Cord Holste werden Flächen in der nördlichsten Waldhufe bewirtschaftet, wobei diese Flächen in auffälliger Gemengelage mit Flächen des Hofes Ebert liegen. [2]
Gebäude
Die Hausstätte Niewalder Straße 14 / vor 1970 Niewalder Straße 12 / Heiden Nr. 12 ist eine Hofstätte im Süden des Dorfes Heiden; das letzte Gebäude an der Straßen in Richtung Niewald. Es ist ein 4-Ständer-Fachwerkhaus mit einer Länge von 12 Gefachen, das im Jahre 1796 errichtet wurde, wie die Inschrift im Torbogen angibt. Das Gebäude ist i. W. bis heute unterändert erhalten.
Inschriften[3]
Inschrift des Wohnhauses:
ANNO 1796 DEN 27 IULI IOHAN FRIEDERICH .K.H.S.TE UNND SOFIA
LAWIESE KULMANS AUS D KLÜT KH LOBE DEN HERN VOR SEINE GABE
UND PREISE DENE WISSEN GOTT DAS ER MICH DIS HAUS HAT LASEN BAUEN
M . KR . DM
Inschrift des Nebengebäudes:
ANNO 1843 DEN 2TEN AUJUST DANKET DEM HERRN DEN ER IST FREULICHT UND SEINE GUTE WAR
RET EWIG WO DER HERR NICHT DAS HAUS BAUET SO ARBEITTEN UMSONSZT DIE DARAN
BAUEN WOL DEM DER DEM HERN FURTET DER GROSE LUST HAT ZU SEINEN GEBOTTEN
LOBE DEN HERRN WAS IN MIR IST ALLES WAS ODEM HAT LOBE MIT ABRAHAMS
SAAMEN SELE VERGISZ ES JA NICHT AM M.J.FRIEDERRICH NEDDERMAN
JOHAN FRIEDERRICH KORDHOLSTE UND SOVIE HENNERIETTE HUMMERMEIER AUS HUMMERNTRUP
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hans Hüls: Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes. Im Auftrag der Stadt Lage herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe. Detmold 1974. Gleichzeitig im Selbstverlag der Geographischen Komission für Westfalen erschienen. Online abrufbar S.127 ff
- ↑ Hüls, 1974, S.128 und Abb. 38 u. 39
- ↑ Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 121: Salbuch Vogtei Heiden 1829, S. 87
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855, S. 44
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 257.ff.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 731.ff.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 12.03.2025 von Hans-Christian Schall
Letzte Änderung am: 23.07.2026 von Lothar Kaup