Hauptstraße Kirche (Oerlinghausen)
| Hauptstraße Kirche (Oerlinghausen) | |
|---|---|
| Ortsteil | Oerlinghausen (Kernstadt) |
| Straße | Hauptstraße (Oerlinghausen) |
| Hausnummer | Kirche |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Nein |
Ev.-ref. Alexanderkirche Oerlinghausen
Lage
Auf einer Geländeterrasse des Südwesthangs vom Tönsberg, wegen der steilen topographischen Situation nicht in üblicher Ost-West-Ausrichtung, sondern um etwa 22,5° im Uhrzeigersinn gedreht.
Geschichte
Die dem hl. Alexander geweihte Kirche wird urkundlich erstmals 1203 erwähnt.[1] Im 13. Jh. als Pfarrkirche belegt. Vorgängerbauten: Vorromanischer wohl einschiffiger Saalbau, um 1230 Um- und teilweiser Neubau. Dieser Vorgänger der bestehenden Kirche war ein spätromanischer Bau, vermutlich eine Basilika im gebundenen System mit Westturm, dreischiffigem zweijochigem Langhaus und Chorquadrat mit geradem Schluss. Die Einzelformen lassen auf einen Einfluß von St. Nikolai/Lemgo schließen. Erhalten sind von diesem Bau die Seitenschiffsmauern an der Nord-, Süd- und West-Seite und der Westturm; dieser könnte älter (12. Jh.) und in der 1. Hälfte des 13. Jh. umgebaut sein.[2] Vergrößerter Neubau 1511–1514, möglicherweise durch einen Brand 1509 bedingt, Zusammenhänge mit den Bauleuten von St. Nikolai in Lemgo wurden vermutet.[3] Im 17. Jh., vor der Instandsetzung 1770 und wider zu Beginn des 19. Jh. war die Kirche in einem desolaten Zustand, teilweise sogar ohne Dach. Nach den erforderlichen Reparaturen wurden erst in der zweiten Hälfte eine gründliche Instandsetzungen und Erneuerungen ausgeführt. 1863 Fenster im mittleren Südjoch des Langhauses, 1866/67 Entfernung der rundum in zwei Etagen eingebauten Priechen und Anbau des Windfangs an der Südseite. 1876–1879 Ausführung der seit 1843 gewünschten Turmerhöhung nach Entwurf von Ferdinand Merckel. 1892 Abschluss des Austauschs der Höxterplatten-Deckung durch Schiefer. 1930 farbige Neuverglasung der Chorfenster nach Entwurf von Karl Loewe/Bielefeld. Farbige Wandfassung von Heinrich Rüter/Düsseldorf. Kürzung der Seitenschiffs-Emporen. Kriegsschäden 1945 durch Artilleriebeschuss an den Fenstern, am Dach, dem westlichen Gurtbogen im Nordschiff sowie einer Gewölberippe im Chor. mit anschließenden Feuchteschäden. Wiederherstellung 1952, schlichte Verglasung 1953. 1955/56 Erneuerung des Außenputzes. 1977 Einbau einer Heizung.[4] Ersetzte eine Luftzirkulationsheizung von 1913.[5]
Gebäude

Dreischiffige Hallenkirche, verputzter Bruchsteinbau mit Gliederung in Werkstein, die Gewölbe im Langhaus und Chor aus Backstein. Schiff drei Joche lang, leicht gestelzter 5/8-Chor, Westturm. Langhaus und Chor durch schmale, kräftig vorspringende Strebepfeiler gegliedert. Alle Strebepfeiler mit Sockel- und Brustgesims, einem Wasserschlag und oberer Abdeckung durch Schräge. Der Strebepfeiler an der Südostecke des Schiffs mit Jahreszahl mcccccxi (1511) und einer Sonnenuhr mit Minuskel-Zahlen. Im Süden Sakristeianbau (ursprünglich Erbbegräbnis der Familie Barkhausen vom Gut Barkhausen), in dessen südöstlichem Winkel Windfang vor dem "Senneportal". Die Familie Barkhausen hatte auf dem Chor einen mit sechs gemalten Wappen versehenen Kirchenstuhl und ein Erbbegräbnis im südlichen Anbau der Kirche (jetzt Sakristei) neben der sog. Sennetür; beides 1867 beseitigt.
Kräftig gebuste Kreuzrippengewölbe auf Pfeilern. Dachwerk von 1514, dreigeschossiges Kehlbalkendach mit unten dreifachem, oben doppelt stehendem Stuhl. Aussteifung durch lange gekehlte Kopfbänder. Turm mit spitzem achtseitigem Helm; hohe Glockenstube mit je zwei Schallöffnungen nach Westen und Osten, je einer nach Norden und Süden. Keine Geschossgliederung, die Ecken mit Quadern. Westseite mit spitzbogigem Portal hinter kräftigem Gewänderücksprung und eingestellten niedrigen Säulen. Beide Säulen mit Knollenkapitell und attischer Basis mit Eckblättern; ohne Kämpfer. Das Portal in einem flachen, mit Werkstein verblendeten Mauervorsprung. Über dem Portal ein rundbogiges Fenster. Die obere Hälfte des Turm und der Helm von 1878 (vor der Neugestaltung reichte der Turm etwa bis zur mittleren Höhe des Langhausdaches, darüber hohes Satteldach mit massiven Giebeln an der West- und Ostseite. Das Turmerdgeschoss öffnete sich in einem (später zugesetzten) unterspitzen Bogen zum Mittelschiff. Der Fußboden im Turm liegt um 1,20 m tiefer als im Langhaus. Kuppeliges Kreuzgratgewölbe aus Bruchstein.[6]
Chorwände ohne Gliederung. fünfkappiges Rippengewölbe, die Kappen gebust, die Rippen auf kleinen Konsolen. Schlussstein mit Rosette. Im Langhaus achteckige Freipfeiler mit einfach profilierten Kämpfern und Sockeln. Die Fenster sämtlich spitzbogig, Gewände einfach abgeschrägt. Am Chor und am östlichen Langhausjoch an jeder Seite ein großes Fenster mit dreiteiligem Maßwerk, im Bogen drei Fischblasen, die beiden anderen Fenster an der Nordseite des Langhauses kleiner, das westliche von gleicher Form wie die genannten, das mittlere zweiteilig mit Vierpass. Die beiden entsprechenden Fenster an der Südseite in ihrer jetzigen Form von 1863 oder 1878; vorher anscheinend nur am westlichen Joch ein kleineres gotisches Maßwerkfenster.[7]
Lichte Maße: Langhaus 23,20 m lang, 15,90 m breit, bis zu den Gewölbekappen im Mittelschiff 12,20 m hoch, in den Seitenschiffen 11 m. Chor 7,50 m lang, 6,80 m breit. Turm in unsymmetrischer Stellung etwas nach Norden verschoben, rechteckiger Grundriss, außen 9,70 x 7,40 m, innen im Erdgeschoß 6,60 x 6,40 m, Mauerstärke im Erdgeschoss 1,60 m.[8]
Der Bau zeigte etwa 20 verschiedene zahlreiche spätgotische Steinmetzzeichen, besonders am Chor, am östlichen Langhausjoch und im Innern an Pfeilern und Rippen, mit der Renovierung der 1970er Jahre überputzt.[9]
Inschriften
Auf dem Strebepfeiler an der Südostecke des Schiffs: mcccccxi (1511).
Auf dem Schlussstein im östlichen Mittelschiffjoch "ihs . maria . sanctus . iohannes mvcxiv" (1514).
Auf der Glocke: "Sanderus hete ick de levendigen rope ick de doden beschrie ick deme donder sture ick iohan ahues de goet mick anno domini mcccccxlvii. V[erbum] D[omini] M[anet] I[n] E[ternum]" (Gottes Wort bleibt in Ewigkeit).
Auf dem Orgelgehäuse "M. B. C. H. FECIT" (Meister Bernd Christoph Hattenkerl) sowie unter dem Allianzwappen Lippe-Dohne: "VGOTEG[naden] / SIMON HENRICH / REG. GR. U. EDL. HERR / Z. LIPP / VGOTEG[naden] / AMELIA / REG. GR. U. / EDL. F GEB. BURGGRAF. / U. GR. DOHNA / SOUVERAINE VIANEN AMEIDEN / ERBBURGG. ZU UTR. U. FR. NORD .../ HERW. HEL. U. NIEVELDT 1688".
Glocken


Von den drei früheren Bronzeglocken sind die größte und die kleinste 1917 für Kriegszwecke abgeliefert worden, die mittlere, 1547 gegossen, blieb der Gemeinde im Ersten Weltkrieg erhalten. Sie hat die Inschrift: "Sanderus hete ick de levendigen rope ick de doden beschrie ick deme donder sture ick iohan alves de goet mick anno domini m ccccc xlvii. V[erbum] D[omini] M[anet] I[n] E[ternum]" (Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit, Jes. 40,8). Die Inschrift eingefasst von spätgotischen Zierfriesen, Krone mit geflochtenen Bändern. Die Glocke musste in Zweiten Weltkrieg abgegeben werden, wurde aber nicht eingeschmolzen, sondern 1945 in Lünen wiederentdeckt und zurückgeführt. Gewicht 1,5 t, D ca. 1,30 m, Schlagton es1 mit Unterton d0.[10]
Die 1670 gegossene und 1877 umgegossene große Glocke (Schlagton d1) sowie die kleine Glocke (Schlagton cis2) fielen unter die Kriegsabgabe 1917. Die größere, die Preuß 1873 noch erwähnt,[11] trug ursprünglich die Inschrift Im Namen Jesu hat mir gegossen Mester Johann und Christoffel Klemann Gebrüder Glockengeter zu Lemgo", 1877 wegen eines Risses umgegossen durch Glockengießer Lohmeier. Nach Preuß trug sie den Namen des Pastors Konrad Schlinkmann, der Kirchendechen und der beiden Gießer sowie der Jahreszahl 1630.
Die Alexanderglocke, auch Betglocke genannt, gegossen 1547, Schlagton e1, fiel unter die Kriegsabgabe 1942. Sie konnte von der Glocken-Sammelstelle Lünen zurückgeholt werden.[12], [13]
Infolge dieser Glockenabgabe erfolgte 1923 (Einweihung 1924) die Anschaffung von drei Gussstahlglocken des Bochumer Vereins
| Glocke | Schlagton | Gussjahr | ⌀ in mm | m in kg | Inschrift |
| 1 | H | 1923 | 1780 | 2450 | DIE BRONZEGLOCKEN NAHM DER KRIEG FÜR HEIMAT, EHRE UND DEN SIEG. |
| 2 | d1 | 1923 | 1500 | 1405 | UMSONST WAR LEID UND OPFERTOD DAS VOLK ZERBRACH IN HUNGERSNOT. |
| 3 | e1 | 1923 | 1380 | 1092 | BRING HERR DAS VOLK DURCH SCHWERE ZEIT LASS ES ERSTEHN IN EINIGKEIT. |
Nicht erhalten ist die ehemalige Schlagglocke der Turmuhr.
Orgel
Stiftung Graf Simon Henrichs zur Lippe und seiner Frau Amalie geb. Gräfin zu Dohna aus dem Jahr 1688. Fünfachsiges reich verziertes Gehäuse, nach Stilvergleich wohl aus der Werkstatt des Bielefelder Meisters Bernd Christoph Hattenkerl. Inschrift "M. B. C. H. FECIT". Orgelwerk ursprünglich mit 8 Registern auf 1 Manual mit angehängtem Pedal. Neubau 1886 und durch Steinmann/Vlotho 1973. Mittig großes Allianzwappen, darunter Inschriftkartusche.
Inventar
Am Fußboden der Turmhalle Grabstein der Alheid Thovall († 1599), Witwe des Johann Thovall. Weißer Sandstein, H. 1,87, B. 1,33 m. Mit dem Wappen Thovall und Inschrift Johannes 11, V. 25-26.
Kleiner Grabstein des Henrich Asmissen (?) († 1641), an einem Strebepfeiler der Nordseite.[14]
Altartisch, Kanzel, Klingelbeutelschrank daneben, Kollektentruhe, Pastorenprieche, Chorgestühl, Liedzeiger, Bänke, Türen, zwei Windfänge, Empore unter der Orgel von 1867 in neugotischen Formen, ausgeführt von Tischlermeister Helmig nach Entwurf von Merckel, vermutlich auch die beiden Messingleuchter aus dieser Zeit.[15]
1930 Chorpolygon-Fenster nach Entwurf von Karl Löwe/Bielefeld, Seitenfenster Heinrich Lohweg/Oerlinghausen. Im Frühjahr 1945 bei der Eroberung Oerlinghausens beschädigt bzw. zerstört. Die Seitenfenster 1989 von der Glasmalereiwerkstatt Otto Peters/Paderborn restauriert, die im Chorpolygon rekonstruiert. Darstellung Christi Himmelfahrt.[16]
Eigentümer
Ev.-ref. Kirchengemeinde Oerlinghausen
Pastoren
Nach Butterweck:[17]
- um 1230 Bertold, Pleban zu Orlinchusen
- um 1279 AIexander, Priester daselbst
- um 1332 Hermann, Pfarrer daselbst
- um 1440 Hartmann Stadenhausen, Pfarrer
- um 1488 Lüdeke Kappelmann
- um 1486 Heinrich Eggeldorp (Eckendorf), auch 1509 und 1514 genannt
- um 1500 Küken
- um 1528 Anton Wehmeier
- 1540–1549 Bernd Karsten
- 1549–1550 Jobst Wetter
- 1550–1566 Jobst Wetter, Sohn des vorigen
- 1566 Hermann Surenbruch, vorgeschlagen, aber abgelehnt
- 1554–1568 Ludolf Koch
- 1568–1604 Hermann Stratmann
- 1605–1634 Konrad Schlingmann
- 1635–1684 Johann Martheus, mit Gehilfen Thomas Hase (1671–1672), Johann Weingärtner (1672–1675) und Johann Werner Plesmann (1676–1684)
- 1684–1717 Johann Werner Plesmann
- 1720–1743 Johann Georg Plesmann, Sohn des vorigen
- 1743–1764 August Franz Hildebrand
- 1765–1789 Georg Konrad von Cölln
- 1789–1797 Ludwig Friedrich August von Cölln
- 1797–1811 Karl Ernst Neubourg
- 1811–1835 Ernst Friedrich Ferdinand Hildebrand
- 1836–1851 August Ernst Volkhausen
- 1852–1884 Wilhelm Weerth
- 1885–1906 Eduard Reber, später mit Hilfspredigern: August Lohmeier (1891–1893), Friedrich Schelpf (1893–1894), Karl Kuhlmann (1894–1896), Johannes Franzmeier, 1896–1900), Heinrich Ibeling (1900), W. Butterweck (1900–1904), Paul Ruperti (1907)
- 1907 bis nach 1926 Wilhelm Tölle
Literatur
Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, S. 534 ff.
Roland Pieper, Evangelisch-reformierte Kirche Oerlinghausen, ehem. St. Alexander (Lippische Kulturlandschaften; 19), Detmold 2011.
Otto Gaul: Die Bau- und Kunstdenkmäle von Westfalen: Landkreis Lemgo, Typoskript, Lemgo um 1960 Digitalisat .
Otto Preuß, Die baulichen Alterthümer des Lippischen Landes, Detmold 1873.
Quellen
Weblinks
- Internetseite der Kirchengemeinde: https://oerlinghausen-evangelisch.com
- Archiv der Lippischen Landeskirche: Archivseite
- Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Alexanderkirche_(Oerlinghausen)
Einzelnachweise
- ↑ Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, S. 534 ff.
- ↑ Otto Gaul: Die Bau- und Kunstdenkmäle von Westfalen: Landkreis Lemgo, Typoskript, Lemgo um 1960 Digitalisat .
- ↑ Roland Pieper, Evangelisch-reformierte Kirche Oerlinghausen, ehem. St. Alexander (Lippische Kulturlandschaften; 19), Detmold 2011, S. 10–13, 22.
- ↑ Roland Pieper, Evangelisch-reformierte Kirche Oerlinghausen, ehem. St. Alexander (Lippische Kulturlandschaften; 19), Detmold 2011, S. 3–7, 21.
- ↑ Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, S. 536.
- ↑ Otto Gaul: Die Bau- und Kunstdenkmäle von Westfalen: Landkreis Lemgo, Typoskript, Lemgo um 1960 Digitalisat .
- ↑ Otto Gaul: Die Bau- und Kunstdenkmäle von Westfalen: Landkreis Lemgo, Typoskript, Lemgo um 1960 Digitalisat .
- ↑ Otto Gaul: Die Bau- und Kunstdenkmäle von Westfalen: Landkreis Lemgo, Typoskript, Lemgo um 1960 Digitalisat .
- ↑ Otto Gaul: Die Bau- und Kunstdenkmäle von Westfalen: Landkreis Lemgo, Typoskript, Lemgo um 1960 Digitalisat .
- ↑ Roland Pieper, Evangelisch-reformierte Kirche Oerlinghausen, ehem. St. Alexander (Lippische Kulturlandschaften; 19), Detmold 2011, S. 24–26.
- ↑ {PreußAlterthümer1873{}}, S. 89.
- ↑ Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17, Glockensachverständiger
- ↑ Ernst Wiesekopsieker, Die Glocken des Lipperlandes, 1970. Unveröffentlichtes Manuskript, Archiv der Lippischen Landeskirche 02.01.01 Nr. 3237
- ↑ Otto Gaul: Die Bau- und Kunstdenkmäle von Westfalen: Landkreis Lemgo, Typoskript, Lemgo um 1960 Digitalisat .
- ↑ Roland Pieper, Evangelisch-reformierte Kirche Oerlinghausen, ehem. St. Alexander (Lippische Kulturlandschaften; 19), Detmold 2011, S. 24–26.
- ↑ Roland Pieper, Evangelisch-reformierte Kirche Oerlinghausen, ehem. St. Alexander (Lippische Kulturlandschaften; 19), Detmold 2011, S. 28 f.
- ↑ Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, S. 537–
Autor*innen
Joachim Kleinmanns, Wolfgang Kramer
Seitenhistorie
Seite erstellt am 30.06.2026 von Wolfgang Kramer
Letzte Änderung am: 06.09.2026 von Joachim Kleinmanns