Lopshorner Allee Meierei Lopshorn (Augustdorf)
| Lopshorner Allee Meierei Lopshorn (Augustdorf) | |
|---|---|
| Ortsteil | Augustdorf |
| Straße | Lopshorner Allee (Augustdorf) |
| Hausnummer | - |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Schloss Lopshorn |
| Hausnummer | - |
| Ergänzte Hausnummer | 001 |
1690 angelegte Meierei zum Jagdschloss Lopshorn, ab 1933 Augustdorf Nr. 265.
Geschichte
Nach Verlegung des Sennergestüts nach Lopshorn 1680 wurde 1690 in der Nähe zur Unterhaltung des Gestüts und Jägerhofs und Jagdschlosses die Meierei angelegt.[1] Tund 300 m südwestlich vom Schloss gelegen.
1690 war bei Lopshorn eine landwirtschaftliche Anlage eingerichtet worden, die für den Notfall Futter für die Sennerpferde anzubauen hatte. Später entwickelte sich hieraus die Meierei. 1945 ausgebrannt und seitdem Ruine (s. Schloß Lopshorn).[2]
Bei der Auflösung des Gutsbezirks Lopshorn und Eingemeindung nach Augustdorf wurden 1933 vier Hausnummern vergeben: Schloß Lopshorn, Augustdorf 262; Inspektorwohnung Lopshorn, Augustdorf 263; Gestütsaufseherwohnung Lopshorn, Augustdorf 264; Meierei Lopshorn, Augustdorf 265.[3]
Das Hauptgebäude der Meierei wurde 1945 durch Brandstiftung zerstört.[4]
Gebäude


Längsdeelenhaus aus verputztem Bruchsteinmauerwerk mit Halbwalmdach, die beiden Giebeltrapeze aus Fachwerk. Fenster u. Torbögen-Gewände aus Werkstein (Sandstein). Im Schlussstein die Wappen des Grafen Simon Henrich und seiner Gemahlin Amalia zu Dohna. Die auf dem nebenstehenden Foto abgebildete Fassade entspricht dem um 1700 auf einem Ölgemälde (FRD M 189) dargestellten Zustand.[5] Langgestreckter Bau in einfachen Formen. An der Rückgiebelseite ebenfalls ein rundbogiges Tor (Durchfahrtsdeele). Einfache rechteckige Fenster; im hinteren Teil Stallungen mit liegenden ovalen Fenstern.
Parallel zum Meierhaus ein ebenso langer, einfacher Fachwerkbau (Schafstall), vor 1766.[6]
Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
1926 Gutsbezirk und Schloss Lopshorn: Fritz Rott, Kutscher; Robert Sobczak, Sattelmeister; Heinrich Kaufmann, Futtermeister; Heinrich Kuhlmann, Landwirt; Heinrich Schlepper, Forstarbeiter; Heinrich Sielemann, Gestütswärter; Karl Schulz, Oberjäger; Marie Jurisch, Wirtschafterin.[7]
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ A. von Anderten, Das Sennergestüt im Fürstenthum Lippe-Detmold, Detmold 1873, abgedruckt in Cordula Marx/Agnes Sternschulte (Hg.), »... so frei, so stark ...«. Westfalens wilde Pferde (Schriften des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold - Landesmuseum für Volkskunde; 21), Essen 2002, S. 93–101.
- ↑ Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1960.
- ↑ LAV NRW OWL L 101 C IV Nr. 3: Gebäudesteuerrolle des Bauerschaftsbezirks Augustdorf, [1890] – ca. 1961.
- ↑ Armin Prinz zur Lippe; Lopshorn, Eine Chronik; 2004; S. 107
- ↑ Abgedruckt in Armin Prinz zur Lippe, Lopshorn. Eine Chronik. Werte der Tradition, Bausteine für die Zukunft, Detmold 2004, S. 10.
- ↑ LAV NRW OWL, L 92 R / Lippische Rentkammer - Bausachen, Nr. 921: Bauten und Reparaturen am Schloss und der Meierei Lopshorn, Band 1, 1736–1772.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 698.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 01.08.2026 von Olaf Biere
Letzte Änderung am: 20.08.2026 von Joachim Kleinmanns