Fromhauser Straße 92 (Fromhausen)

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Fromhauser Straße 92 (Fromhausen)
OrtsteilFromhausen
StraßeFromhauser Straße (Fromhausen)
Hausnummer92
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeFromhausen
Hausnummer001

Hof Reineke, Fromhausen Nr. 2, mindestens seit 1390 bestehend (s. u.).

Geschichte

Im Schatzregister um 1390 als Reyneke, 1488 Reynekinck erwähnt.[1]

1590 gab Hans Reneken 2 ½ Gulden Landschatz.[2]

Salbuch um 1617: Hanß Reineke M. G. H. eigen; I. G. Schuldekorn 14 Schfl. Rogken, 6 Schfl. Gersten, 2 Mt. Habern, 1 Malschwein, 6 Schfl. Schweinhabern; in die Rentcamern Mitwinterschatz 9/½ Gr. 3 d., Mitsommerschatz 9½ Gr. 3 d.; Burgfestgelt 1/½ Rtl.; Landschatz 2½ Gfl.; 5 Huner und jehrlich einen Hund zu halten. Nach dem Haus Horn aus etzlichem Lande den Zehenden. Den Cemmern zu Horn 2 Rtl. Dienet wochentlich mit den Pferden einen Tag dem Hern Drosten Hamerstein.[3]

1618 gab Hanß Reineke 5 Gulden Landschatz.[4]

1721: Otto Berndt Reineke zu Fromhausen, ein Halbspänner, der Landesherrschaft eigen, besitzt von dieser das Gut meierstättisch und gibt an sie Weinkauf und Sterbfall. Besitzt Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus und Schoppen benebst Hofraum etzlicher Obstbäume.[5]

Salbuch 1782: Reineke/Reincke, ein kleiner Halbmeyer. Ist der Landesherrschaft leibeigen, gibt derselben Weinkauf und Sterbfall. Besitzt einen Hof mit Eichen und Obstbäumen, Wohnhaus, Leibzucht, Schoppen, Backhaus.[6]

Salbuch 1827: Reineke/Reincke, ein kleiner Halbmeyer. Ist der Landesherrschaft leibeigen, gibt derselben Weinkauf und Sterbfall. Besitzt einen Hof mit Eichen und Obstbäumen, Wohnhaus, Leibzucht, Schoppen, Backhaus.[7]

Das Salbuch von 1854 vermerkt: Reineke, besitzt Hofraum, Wohnhaus, Leibzucht, Gärten, Baumgarten, Ländereien, Wiesen, Huden, Holzung, 2 Teiche auf dem Hof.[8]

Am Ende des Zweiten Weltkriegs gab es Beschussschäden am Haus Reineke.[9]

Gebäude

 
Ansicht des Hofs von Süden, 2026, Foto: Joachim Kleinmanns
 
Ansicht des Hofs von Westen, 2026, Foto: Joachim Kleinmanns

U-förmige Hofanlage, am Ende das Anf. 20. Jh. neu erbaute massive Wohnhaus mit Fachwerkgiebel und Mansarddach, links und rechts Stallungen und Scheune in Mauerwerk (Bruchstein, Aufstockung in Backstein) mit Satteldächern.

Inschriften

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

um 1390 Reyneke.[10]

1488 Reynekinck.[11]

1590 Hans Reneken.[12]

um 1617 Hanß Reineke.[13]

1618 Hanß Reineke.[14]

1721 Otto Berndt Reineke.[15]

1782 Reineke/Reincke.[16]

1783 wurde hier geboren Johanne Louise Reineke, lebte später in Hornoldendorf, Nr. 6. geboren am 10.4.1783 in Fromhausen, gestorben am † 17.9.1867 in Hornoldendorf, heirat am 10.12.1805 in Heiligenkirchen mit Johann Friedrich Adolf Lükermann (* 29.10.1779 Hornoldendorf, † 12.08.1854 Hornoldendorf). Die Eltern von Johanne Louise waren Johann Berendt Wichmann wird Reineke, ev., Landwirt in Fromhausen, Nr.2 aus Frordissen, war am 30.6.1747 in Oerlinghausen getauft, starb am 20.9.1824 in Fromhausen. Mutter Margaretha Louysa Möller, ev., Fromhausen, Nr. 2 (* 14.1.1750 in Hillegossen, getauft 23.1.1750 in Heepen, † 24.3.1819 in Fromhausen. Hochzeit 1777 (?).[17]

1827 Reineke/Reincke.[18]

1854 Reineke.[19]

1901 Landwirt August Reineke.[20]

1926 August Reinecke, Landwirt, Mitglied des Gemeindeausschusses; Albrecht Reinecke, Landwirt.[21]

Literatur

Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001, S. 146.

Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39.

Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964.

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001, S. 146.
  2. Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 9.
  3. Zit. nach Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 48.
  4. Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 9.
  5. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 24: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1721, fol. 20.
  6. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 39: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1782, S. 552 f.
  7. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 45: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1827, S. 821 ff.
  8. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 56: Salbuch der ehem. Vogtei Falkenberg von 1854, Bd. 2, 1854–1889/1892 (1769), fol. 3217.
  9. Hermann Wendt, Das ehemalige Amt Falkenberg, Lemgo 1965.
  10. Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001, S. 146.
  11. Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001, S. 146.
  12. Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 9.
  13. nach Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 48.
  14. Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 9.
  15. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 24: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1721, fol. 20.
  16. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 39: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1782, S. 552.
  17. Lippe-Auswanderer.
  18. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 45: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1827, S. 821.
  19. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 56: Salbuch der ehem. Vogtei Falkenberg von 1854, Bd. 2, 1854–1889/1892 (1769), S. 3209.
  20. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 205.
  21. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 672.

Autor*innen

Joachim Kleinmanns

Seitenhistorie

Seite erstellt am 17.04.2026 von Joachim Kleinmanns

Letzte Änderung am: 30.04.2026 von Joachim Kleinmanns