Jüdischer Friedhof II (Detmold)
| Jüdischer Friedhof II (Detmold) | |
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| Ortsteil | Detmold (Kernstadt) |
| Karte | |
| Straße | Spitzenkamptwete (Detmold) |
Geschichte
Als der erste jüdische Friedhof an der Richthofenstraße zu klein geworden war, erward die jüdische Gemeinde 1883 von dem Kaufmann Rudolf Heinemann einen 1.477 m² großen Garten an der Spitzenkamptwete.
"1926 verabschiedete sie eine 'Friedhofs- und Beerdigungsordnung'. Auf diesem Friedhof – er wird heute noch belegt – stehen in 9 Reihen eng beieinander 101 Grabsteine vom alten Friedhof; der älteste stammt aus dem Jahr 1731. An die Gedenkstelle schließt sich im Osten ein Feld mit Gräbern aus der Zeit von 1932 bis in die 1980er Jahre an. Links neben dem Eingang sind Grabstellen aus der Zeit zwischen den 1880er Jahren und 1966. In der Mitte der nördl. Begrenzungsmauer befindet sich das monumentale Grabmal der Bankiersfamilie Salomon. Nach einer Abmachung zwischen der Kultusgemeinde und der Stadtverwaltung aus dem Jahr 1960 übernahm die jüd. Gemeinde die Pflege des Friedhofs an der Spitzenkamptwete in eigener Regie und erhielt dafür von der Stadt einen jährlichen Zuschuss. 1994 wurde der Friedhof unter Denkmalschutz gestellt.[1]
Die Unterschutzstellung erfolgte am 7.9.1994, Nr. 453.
Beschreibung
Eigentümer:innen
Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Literatur
Jürgen Hartmann: Die Denkschrift des Detmolder Lehrers und Predigers Moritz Rülf über die Synagogen und Friedhöfe in Lippe 1936/37, in: Rosenland. Zeitschrift für lippische Geschichte, Nr. 9, September 2009, S. 20-38.
Dina van Faassen, Detmold, in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold, hg. von Karl Hengst in Zusammenarbeit mit Ursula Olschewski, Münster 2013, S. 353–371 Digitalisat.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Dina van Faassen, Detmold, in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold, hg. von Karl Hengst in Zusammenarbeit mit Ursula Olschewski, Münster 2013, S. 353–371 Digitalisat.
Seitenhistorie
Seite erstellt am 23.05.2026 von Joachim Kleinmanns
Letzte Änderung am: 23.05.2026 von Joachim Kleinmanns