Pideritplatz (Blomberg)

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Pideritplatz (Blomberg)
OrtsteilBlomberg (Kernstadt)
Karte

Der Pideritplatz hieß früher "Wüste Stätte" oder "Wüste Stelle" (= unbebautet Platz). Die große Freifläche vor der Burg wird heute als innerstädtischer Parkplatz genutzt.

Charakteristik

Der große Platz vor der Nordseite der Burg musste aus Gründen der Verteidigung von Bebauung freigehalten werden. Prägende Gebäude sind das "Alte Amtshaus" von 1577 (Pideritplatz 5) am Zugang zur Burg und der 1717 an der Stelle eines Burgmannenhofes der Familie von Donop erbaute "Böhmerhof" (Pideritplatz 4). Weitere Burgmannenhöfe lagen an der Nordseite des Platzes. Die Ostseite des Pideritplatzes wurde ab 1792 mit neu ausgewiesenen kleinbürgerlichen Hausstätten bebaut.

Name

Die frühere "Wüste Stätte" vor der Burg wurde im 19. Jahrhundert nach dem Juristen und Blomberger Syndikus Wilhelm Conrad Piderit benannt. Eine "Pideriteiche" und ein Gedenkstein (um 1970 in den "Schweigegarten" neben dem Amtshaus versetzt) erinnern an den Namensgeber.

Geschichte

1411 hielt Edelherr Bernhard VII. zur Lippe auf der "Wüsten Stätte" einen Lehnstag unter der Linde ab, zu dem zahlreiche Ritter mit Gefolge erschienen waren.

Die "Wüste Stätte" musste von Bebauung freigehalten werden, um die Burg besser verteidigen zu können. Noch am Ende des 18. Jahrhunderts scheiterte ein Versuch des Blomberger Rates, auf der "Wüsten Stelle" eine größere Anzahl neuer Hausstätten auszuweisen, an der bückeburgischen Amtsverwaltung auf der Burg. Nur an der Ostseite des Platzes konnten 1797 drei neue Hausstätten ausgewiesen und bebaut werden (Pideritplatz 7 bis 11).

Hausstätten

Pideritplatz 1 bis 11

Literatur

Heinz-Walter Rolf, Die Bürger der Stadt Blomberg. Namen - Daten - Berufe - Häuser. 1525–1910, Blomberg 1996.

Ulrich Meier, Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte, 13), Münster 2022.

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise


Autor*innen

Heinrich Stiewe

Seitenhistorie

Seite erstellt am 30.04.2026 von Ulrich Schelp

Letzte Änderung am: 06.08.2026 von Heinrich Stiewe