Blomberg (Kernstadt)
| Blomberg (Kernstadt) | |
|---|---|
| Großgemeinde | Blomberg |
| Karte | |
Die um 1250 gegründete Stadt Blomberg wurde zum 1.1.1970 Verwaltungssitz der Großgemeinde Blomberg

Carte vom Fürstenthum Lippe
Archive NRW Karten A 11725
Lage
Verwaltungszugehörigkeit
Geschichte
Siedlungscharakteristik
Pläne, Ortsansichten
Ortsname
Hausnummern
Hausnummern wurden erst nach Einführung des Katasters der 1752 gegründeten Lippischen Landesbrandversicherung eingeführt, eine "Verordnung zur Numerierung der Häuser" wurde 1766 erlassen. Gültigkeit erlangten sie aber erst nach 1805. Kurz vor 1900 wurden viele Straßen neu benannt und die Häuser erhielten die bis heute gültige straßenweise Nummerierung.
Die Blomberger Bürgerhäuser waren bis kurz vor 1900 nach einem seit dem 18. Jahrhundert gültigen Umgang nummeriert, beginnend mit dem Eckhaus Nr. 1, heute Marktplatz 6 an der Ecke zur Burgstraße. Von dort aus durchlief die traditionelle Nummerierung die vier seit dem Mittelalter bekannten Stadtviertel: von 1 bis 66 im Winkelviertel, von 67 bis 174 im Roßmüllerviertel (Oberstadt), von 175 bis 272 im Großen Viertel und von 273 bis 328 im Brinkviertel (Unterstadt). Einige jüngere Hausstätten wurden im späten 18. und im 19. Jahrhundert mit a-, b- und c-Nummern hinzugefügt. Eine Übersichtskarte der alten Hausnummern in Blomberg (Abbildung) hat Heinz-Walter Rolf erstellt und 1981 erstmals veröffentlicht.[1]
Erst 1863 wurde das Bauverbot außerhalb der Stadtmauern aufgehoben, als erstes Haus entstand in diesem Jahr das Haus des Wagenbauers Schwarze vor dem Neuen Tor (Nr. 329, Neue Torstraße 34). Danach folgten in kurzer Zeit Fluchtlinienpläne und Bebauung der verlängertem Neuen Torstraße, Gartenstraße, Hagenstraße und Heutorstraße, damit entstand ein großes Erweiterungsgebiet im Nordosten der Stadt.
Konkordanz der alten Hausnummern und der aktuellen Adressen (im Aufbau):
Winkelviertel
Blomberg Nr. 1 = Marktplatz 6
Blomberg Nr. 19 = Im Seligen Winkel 12
Blomberg Nr. 24b = Im Seligen Winkel 26
Blomberg Nr. 28 = Im Seligen Winkel 3
Blomberg Nr. 31 = Kirchhofstraße 6
Blomberg Nr. 32 = Kirchhofstraße 5
Blomberg Nr. 400 = Kirchhofstraße 4
Blomberg Nr. 33 = Kirchhofstraße 3
Blomberg Nr. 34 = Kirchhofstraße 2
Blomberg Nr. 35 = [[Kirchhofstraße 1 (Blomberg)|Kirchhofstraße 1]
Blomberg Nr. 59 = Friedrichstraße vor 2
Blomberg Nr. 060a = Friedrichstraße 2
Blomberg Nr. 060b = Friedrichstraße 4
Blomberg Nr. 61 = Friedrichstraße 6
Blomberg Nr. 62 = Friedrichstraße 9
Blomberg Nr. 63 = Friedrichstraße 7
Blomberg Nr. 64a = Friedrichstraße 5
Blomberg Nr. 64b = Friedrichstraße 3
Blomberg Nr. 65 = Friedrichstraße 1
Blomberg Nr. 40 = Neue Torstraße 10
Blomberg Nr. 66 = Neue Torstraße 32
Blomberg Nr. 066a = Neue Torstraße 34
Blomberg Nr. 066b = Neue Torstraße 36
Roßmüllerviertel
Blomberg Nr. 67 = Neue Torstraße 1
Großes Viertel
Blomberg Nr. 175 = Marktplatz 7
Blomberg Nr. 205 = Kuhstraße 3
Brinkviertel
Blomberg Nr. 273 = Ehemalige Scheune am Brink
Blomberg Nr. 274 = Burgstraße 4
Bevölkerung
Angaben nach den Gemeindestatistiken des Landes NRW.[2]:
1818: 1.986 Einwohner
1828: 1.888 Einwohner
1835: 2.147 Einwohner
1851: 2.211 Einwohner
1871: 2.222 Einwohner
1895: 3.198 Einwohner
1905: 3.754 Einwohner
1925: 3.995 Einwohner
1939: 5.100Einwohner
1946: 6.491 Einwohner
1950: 6.935 Einwohner
1961: 6.999 Einwohner
1969: 6.991 Einwohner
Hausstätten
Verkehrswege
Blomberg liegt an der "Cöllnischen Landstraße", einem alten Fernhandelsweg und Zweig des westfälischen Hellweges. Die Straße zweigt in Paderborn vom alten Hellweg ab und führt über die Egge und Horn nach Blomberg und weiter über Hameln in Richtung Braunschweig und Magdeburg (heutige Bundesstraße 1). Diese Handelsstraße wurde nach der Gründung Blombergs um 1240-50 durch das Niedere Tor in die Stadt verlegt. Bei Blomberg kreuzten sich die "Cöllnische Landstraße" mit einer alten Heerstraße von Bremen über Lemgo und Höxter nach Kassel (entspricht etwa der heutigen Ostwestfalenstraße, die aber ab Blomberg einen anderen Verlauf nimmt).
Straßen
Literatur
Melina Kurte, Die Blomberger Mauerhäuser. Bau- und sozialgeschichtliche Umntersuchungen, in: Denkmalpflege in Westfalen-Lippe 30 (2024), Heft 2, S. 13-20..
Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981.
Heinrich Stiewe, Hausbau und Sozialstruktur in einer niederdeutschen Kleinstadt. Blomberg zwischen 1450 und 1870 (Schriften des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold – Landesmuseum für Volkskunde; 13), Detmold 1996.
Ulrich Meier, Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte, 13). Münster 2022.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981}}.
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Blomberg#Einwohnerentwicklung
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 11.06.2024 von Ulrich Schelp
Letzte Änderung am: 06.08.2026 von Heinrich Stiewe